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Der Honda Jazz in der Dynamic Version.

Fahrbericht

Honda Jazz: Langweilig war gestern

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Marl - Honda zeigt mit der Dynamic-Version des Jazz, wie sportlich ein Kleinwagen sein kann.

Wer sich bei seinem Fahrzeug bisher zwischen praktisch oder sportlich entscheiden musste, sollte einen Blick auf den Honda Jazz in der Dynamic-Version werfen. Dem japanischen Raumwunder wurde im vergangenen Jahr ein Upgrade verpasst, das für mehr Fahrfreude hinterm Steuer sorgt. Wir durften dem Jazz zwei Wochen lang auf den Zahn fühlen.

Ganz nach dem Motto „Langweilig war gestern“ hat sich Hondas Designabteilung auch das Äußere des kleinsten ihrer automobilen Vertreter vorgenommen: Von vorne erinnert der Jazz nun deutlich an den kompakten Civic, auch die Seitenlinie wirkt mit tieferen und breiteren Schwellern sportlicher als bei den Vorgängern. Ebenfalls Standard in der Dynamic-Version sind der kurze, aber markante Dachkantenspoiler sowie die schwarzen Leichtmetallräder.

Im Innenraum zeigt sich der Jazz – typisch für Honda – elegant kantig: Das Kunststoff-Cockpit, abgesetzt mit Streifen in mattem Aluminium, wirkt dabei durchaus standesgemäß und bietet einen guten Überblick über die dezent beleuchteten Armaturen und auf den großen Touch-Monitor. Dabei kann der Fahrer sich auf allerlei Assistenzsysteme verlassen, die in dieser Version des Jazz serienmäßig sind. Dazu gehören der Notbremsassistent bis 32 km/h, die Kollisionswarnung, ein Spurhalteassistent, die automatische Kennzeichenerkennung, Tempomat und Fernlichtassistent. Für Komfort an kalten Tagen sorgt zudem die in der Serienausstattung aller Versionen enthaltene Sitzheizung in den Frontstühlen.

Magische Rücksitze

In der zweiten Reihe spielt der Jazz dann seine Vorzüge als Raumwunder aus: Die Rücksitze lassen sich zum einen komplett versenken, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. Zum anderen können die „Magic Seats“ auch komplett zurückgeklappt werden, um die volle Höhe des Fahrzeuginnenraums auszunutzen. Ideal, um Kisten, Möbelstücke oder sonstiges durch die Stadt zu transportieren. Auch der Kofferraum fällt mit 354 Litern bei normaler Besetzung des Autos mit fünf Personen noch geräumig aus.

Allerdings wird es zu dritt auf der Rückbank schon eng, zu zweit sitzt man dafür auch als Erwachsener noch bequemer als in mancher Kleinwagen-Konkurrenz. Aber setzt der Honda Jazz Dynamic seine sportlichen Ansprüche auch auf der Straße um? Der 1,5-Liter-i-VTEC-Motor bringt es immerhin auf 130 PS. Ohne Turboaufladung benötigt er dafür zwar eine höhere Drehzahl und auch einen schaltfreudigen „Steuermann“, doch das kurz übersetzte Sechsgang-Getriebe lädt dazu auch durchaus ein. Wer die Bandbreite der Gänge voll ausnutzt, wird die sportliche Ausrichtung des Jazz schätzen: Gerade in engen Kurven, aber auch bei Überholvorgängen auf der Autobahn macht der Japaner eine gute Figur. Im Stadtverkehr gönnte sich unser Testwagen dabei allerdings auch knapp 7,6 Liter Super. Wer den Jazz etwas ökonomischer fährt und vor allem auf Autobahn und Landstraße unterwegs ist, kommt mit 5,8 Liter aus.

Zu haben ist der Honda Jazz mit 130 PS in der Dynamic-Version ab 19.990 Euro. Mit 102 PS kostet der Jazz Trend 16.640 Euro.

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