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Der Hyundai Tucson ist das meistverkaufte Modell der Koreaner.

Fahrbericht

Hyundai Tucson: Erfolgsmodell in neuem Gewand

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Der Hyundai Tucson ist das meistverkaufte Auto der Koreaner und leistet sich im Test nur wenige Schwächen. Wir haben ihn 14 Tage lang gefahren.

Wer sich aktuell für ein SUV der Kompaktklasse interessiert, hat die Qual der Wahl. Mit dem neuen Hyundai Tucson ist nun ein weiterer Vertreter der stadttauglichen Geländewagen vertreten, der der Konkurrenz aus Mazda CX-5, Ford Kuga, VW Tiguan, Kia Sportage und Co. die Stirn bieten will. Ob und wie der Koreaner überzeugen kann, haben wir in einem 14-tägigen Alltagstest herausgefunden.

Mit der Ablösung des früheren Modells ix35 vor drei Jahren war dem koreanischen Hersteller bereits der große Coup gelungen: Der Tucson entwickelte sich trotz starker Konkurrenz zum meistverkauften Hyundai, wurde alleine 2017 etwa 23.600 Mal verkauft. In diesem Jahr wurde das Modell nun komplett überarbeitet: Sichtbar wird der neue Schliff aber eher im Detail. Dabei fällt die neue Frontpartie mit hohem Kühlergrill inklusive Querrippen sofort ins Auge und verschafft dem Tucson zumindest etwas Eigenständigkeit im großen Einerlei der SUVs.

Flache Fenster und eine kleine Heckklappe

Sportlich wirkt der Tucson zudem durch seine flachen Seitenfenster und die flach abfallende Heckklappe. Diese sorgt zwar auch dafür, dass nicht besonders viel Platz im Kofferraum herrscht – doch auch die 513 Liter Volumen sollten noch für die meisten Aufgaben des Alltags ausreichen. Wer sich für den Tucson entscheidet, hat die große Auswahl zwischen zwei Benzinern und drei Diesel-Motoren, jeweils als Fronttriebler oder Allrad, sowie zwischen fünf Ausstattungslinien. Die große Spannweite zeigt sich in der Preisgestaltung des Tucson: Zwischen dem 1,6-Liter-Benziner der Ausstattung Pure (ab 22.970 Euro) und dem Zwei-Liter-Diesel mit Allradantrieb (ab 43.750 Euro) liegen rund 20.000 Euro. Zukunftssicher sind laut Hyundai alle Variationen – sämtliche Benziner und Diesel erfüllen die Euro-6d-Temp-Norm.

Unser Testwagen, ein 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung, liegt preislich in der Mitte (32.550 Euro) und bietet als Style-Version bereits eine große serienmäßige Ausstattung: Aufprallassistent, aktiver Spurhalteassistent, Berganfahrhilfe, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, Einparkhilfe vorne und hinten sowie das Audio-Navigationssystem sind schon „inklusive“. Ein stattliches Paket, das bei dem 4,48 Meter langen Tucson aber auch durchaus angemessen ist: So ist gerade die Sicht nach schräg hinten durch die kleine Heckscheibe eingeschränkt. Da hilft die Rückfahrkamera – allerdings nur solange es nicht regnet und dadurch ein verschwommenes Bild im Display erscheint. Das Platzangebot für eine vierköpfige Familie ist üppig, hier muss niemand die Beine einziehen.

Beim Verbrauch sammelt das SUV Minuspunkte

Auch in Sachen Verarbeitung vermisst man im Hyundai nichts: Das Cockpit ist in mattem Leder gehalten, das Lenkrad (heizbar) fasst sich ebenfalls gut an. Alles gut im koreanischen Kompakt-SUV also? Weitgehend ja, doch auf der Straße zeigen sich dann doch ein paar Schwächen. In engen Kurven schwimmt die schwere Karosserie etwas, zudem ist ein Turbo-Loch im zweiten Gang beim Beschleunigen deutlich spürbar. Allzu stark sollte man den Turbo ohnehin nicht beschleunigen, denn beim Verbrauch leistet sich der Hyundai Tucson leider den klassentypischen Minuspunkt: Die angegeben 7,6 Liter Super im Mix haben wir klar gerissen. Bei uns lag der Verbrauch im Schnitt bei 10 Liter, allenfalls auf der Autobahn bei Tempo 120 senkte sich die digitale Tanknadel.

Insgesamt hat Hyundai mit dem Tucson erneut ein sportliches Kompakt-SUV geliefert, dass sicher wieder zum Verkaufsschlager wird. Und das auch trotz der branchenüblichen Schwächen im Verbrauch.

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