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Der Kadjar von Renault hat ein dezentes Facelift erhalten und setzt die Erfolgsstory für die Franzosen fort.

Fahrbericht

Renault Kadjar: Neue Motoren für das Erfolgsmodell

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Renault hat seinem kompakten SUV Kadjar ein dezentes Facelift verpasst: Aber auch technisch gab es einige Veränderungen. Der 1,3-Liter-Benziner liefert nun 159 PS und arbeitet mit einem Partikelfilter.

Seit Anfang des Jahres steht er bei den Händlern und soll die bisherige Erfolgsstory mit 450.000 verkauften Exemplaren fortsetzen: Der Renault Kadjar hat sich dabei nicht nur optisch, sondern vor allem auch technisch weiterentwickelt - mit kompakteren, moderneren Motoren. Wir haben zwei Wochen lang die Version mit 1,3-Liter-Benziner und 159 PS gefahren.

2015 brachte Renault das Kompakt-SUV auf den Markt und profitierte dabei von der neuen Allianz mit Nissan. Denn technisch gesehen steckt ein Qashqai unter der französischen Haube. Das neue Modell ist vor allem am breiteren Kühlergrill – in der getesteten Bose-Edition ist dieser aus Chrom – zu erkennen. Auch das Heck wurde optisch überarbeitet. So steckt in den Leuchten vorne wie hinten nun auch LED-Technik, zudem hat Renault seinem SUV eine Haifischflossen-Antenne verpasst. Auch im Innern hat sich etwas getan – wenn auch nur dezente Veränderungen durchgesetzt wurden: Die Regler der Klimaanlage wurden dem neuen Design angepasst, ebenso der integrierte 7-Zoll-Touchscreen.

Touchscreen mit Renault-Link-2-Software

Hier allerdings hätte Renault durchaus noch etwas mutiger sein können: Der Touchscreen bietet eine gute, aber keine überragende Auflösung – da ist zum Beispiel im Scénic die Umsetzung besser gelungen. Die auf den ersten Blick etwas verschachtelt wirkende Menüführung wird dem geübten Renault-Fahrer leicht von der Hand gehen: Zum Einsatz kommt hier auch die weiterentwickelte Renault-Link-2-Software.

Für mehr Komfort auf der Rückbank sorgen eigene Lüftungsdüsen sowie USB-Stecker. Der Sound ist in der Bose-Edition erwartungsgemäß gut, die Assistenzsysteme greifen ineinander. Lediglich der tief brummende Ton des Spurhaltewarners dürfte gewöhnungsbedürftig sein. Das Fehlen der elektrischen Heckklappe ist in der Testversion zu verschmerzen – die kurze SUV-typische Klappe lässt sich leicht von Hand öffnen und schließen. Der neue Motor, ein 1,3-Liter-Turbobenziner, löst die bisherigen Antriebe mit 1,2 und 1,4 Liter ab. Ihn gibt es mit 140 und 159 PS. Neu ist hier die Abgasreinigung: Beim Otto-Motor kommt nun ein Partikelfilter zum Einsatz.

Turbolader liefert gutes Drehmoment

Der Turbolader sorgt für ausreichend Spritzigkeit auf der Autobahn: Gerade beim Wechsel auf die Überholspur oder beim Auffahren merkt man die Durchzugskraft des maximalen Drehmoments von 260 Nm. Im Stadt- und Überlandverkehr lohnt es sich jedoch, die Eco-Taste zu aktivieren – und dabei ein paar Prozent dieser Spritzigkeit einzubüßen. Der Spritverbrauch hat sich bei uns so auf rund 7,5 Liter Super eingependelt. Ein guter Wert im Stadtverkehr. Auf längeren Strecken auf der Autobahn hat sich der Kadjar auch mit 6,5 Litern begnügt. Zu haben ist das kompakte SUV mit dem dezenten Facelift ab 22.790 Euro. Die 159-PS-Version mit Bose-Ausstattung kostet 31.690 Euro.

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