Fahrbericht

So viel Löwen-Power steckt im neuen Peugeot 3008 GT

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Marl - Mehr Dynamik und mehr Exklusivität verspricht Peugeot mit der GT-Version seines neuen Kompakt-SUV 3008. Boten die Franzosen ihre Speerspitze der Modellreihe anfangs nur mit einer Sechsgang-Automatik an, gibt es den neuen GT nun mit einer Acht-Stufen-Automatik – und das macht sich auf der Straße bemerkbar. Denn der Gangwechsel ist deutlich geschmeidiger als vorher, der Fahrkomfort dadurch erhöht.

Außerdem soll der Kraftstoffverbrauch bis zu sieben Prozent weniger betragen – das verspricht zumindest Peugeot. Im Test konnten wir dies selbst unter die Lupe nehmen. Doch dazu später mehr. Erfreulich: Aus Sicherheitsgründen wird die Park-Funktion automatisch aktiviert, sobald der Motor ausgeschaltet ist.

Der multifunktionale Touchscreen mit einem acht Zoll großen Farbbildschirm ist ausreichend scharf, könnte aber angesichts des üppigen Raumangebots etwas größer sein. Wer als Fahrer seinen Sitz etwas weiter zurückstellt muss sich zudem für die Bedienung mit den Armen ordentlich strecken. Hier würde ein zusätzliches Bedienpanel Sinn machen. Doch die Problematik gibt es bei zahlreichen SUVs. Ebenso ist bei der Rückfahrkamerain der Auflösung noch Luft nach oben.

Jede Menge Extras

Doch damit hat es sich im Grunde genommen mit der Kritik. Denn die GT-Ausstattung kann mit jeder Menge Extras aufwarten und reicht fast an eine Vollausstattung heran. Wer auf ein Digitalradio, Schiebedach sowie andere Sonderpakete verzichtet und keinen Wert auf Ledersitze legt, der kann den 3008-GTdirekt so vor seine Haustür stellen und losfahren – denn alle wichtigen Extras sind bereits Serie.

Spaß bereitet das kompakte Lenkrad, das oben und unten Abflachungen aufweist und ein wenig an die Formel-1 erinnert. Dazu passt der zuschaltbare Sportmodus, durch den der 3008 schnell die Kraft von 400 Nm erreicht.

Schickes Design

Dass die Franzosen etwas von Design verstehen, ist nicht erst seit jüngster Zeit bekannt. Schon länger weiß man im Nachbarstaat, wie Schönheit auf vier Rädern aussehen kann. Doch Emotionen werden nicht nur über die Optik ausgelöst. Im 3008 will Peugeot alle Sinne ansprechen. Die Ambiente-Beleuchtung fürs Auge, die Klangregelung des Soundsystems fürs Gehör, die (optionale) Massagefunktion auf den Vordersitzen für den Tastsinn und ein Duftspender für den Geruchssinn – zusammengefasst nennen die Franzosen dieses System „i-cockpit Amplify“, das sich per Tastendruck aktivieren lässt. Das Ganze muss man natürlich nicht haben, ist aber eine nette Spielerei.

Wenig Verbrauch

Erwähnenswert ist in unserem Testfahrzeug die Sparsamkeit des Motors. Außerorts gibt der Hersteller 4,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer an. Laut Bordcomputer haben wir sogar nur 4,5 Liter auf unserer Teststrecke verbraucht. Wer möchte, der kann den Verbrauch also durchaus bei sparsamer Fahrweise eindämmen. Allerdings lagen wir im Mix über den angegebenen 4,9 Litern – 5,6 war auf der Anzeige zu lesen.

Motor/Getriebe:

Verbaut ist ein 2,0-Liter-4-Zylinder-Dieselmotor mit 177 PS, Frontantrieb und 8-Gang-Automatikgetriebe. Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2000 Umdrehungen. CO2: 129 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP. Leistung: Höchstgeschwindigkeit 208 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 9,0 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 4,9 Liter Diesel (kombiniert). Damit kamen wir beinahe hin. Im Test zeigte der Bordcomputer am Ende 5,6 Liter im Mix. Anhängelast bis zu 2000 Kilogramm. Karosserie: Länge 4,45, Breite 1,84 (ohne Spiegel) bzw. 2,10 Meter (mit Spiegel), Höhe 1,62 m. Gepäckraumgröße 500 bis 1482 l. Leergewicht: 1555 - 1733 kg. Preise: In der Grundausstattung gibt es den Peugeot 3008 mit dem kleinsten Motor ab 25.400 Euro. Als GT kostet das Modell ab 42.350 Euro . Unser Testwagen liegt inklusive der zusätzlichen Ausstattungen wie unter anderem Voll-Leder-Paket, Panorama-Ausstelle-/Schiebedach, Digitalradio und dem Focal-Soundsystem im Preis bei 46.260 Euro.

Der 3008 ist übrigens ein europäisches Fahrzeug. Das Produktionswerk steht im französischen Sochaux. Dort wird ab kommenden Winter das Modell auch als Hybrid mit Allradantrieb (Gesamtleistung 300 PS) vom Band laufen.

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