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Sieht chic aus, der DS7 Crossback. Foto Leyk

Autotest

DS7 überzeugt mit avantgardistischem Design - so fährt sich der Crossback

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Avantgardistisches Design zeichnete 1955 das erste DS-Modell von Citroën aus. Heute steht DS („Different Spirit“) als Name für eine eigenständige Marke der Franzosen, die bekanntlich zur PSA-Gruppe gehört – und das seit 2015.

Hat sich der Name ein wenig verändert, so ist der Anspruch des zukunftsweisenden Designs doch geblieben. Das zeigt auch das aktuelle Modell DS7 Crossback, das wir 14 Tage lang fahren und testen durften.

Optisch macht der DS schon einiges her. Die Doppelauspuffrohre lassen den SUV von hinten wie ein kleines, raketenantriebgesteuertes Fahrzeug wirken – James-Bond-Filme lassen grüßen. Rundherum stimmen die Design-Proportionen. Extravaganz zeigen die rotierenden LED-Scheinwerfer, eingebettet in Chromrahmen, und präsentieren ein wahres Lichtspektakel.

Echter Genuss

Citroën weiß, wie man den Deutschen das „Savoir-vivre“ (übersetzt: die Kunst, das Leben zu genießen) näher bringt. Das setzt sich auch im Innern fort. Die Ausstattung „Be chic“ hält, was sie im Namen verspricht. Tolle, ungewöhnliche Applikationen im elegant anmutenden Rautendesign (in der Variante Inspiration Rivoli), in Kristall eingefasste Bedienschalter, die in puncto Design ihresgleichen suchen und ein bis zu zwölf Zoll großer Touchdisplay mit einer brillanten Auflösung. Karl Lagerfeld hätte seine Freude an dem Auto gehabt.

Viel Platz für Mitfahrer

Hinzu kommt jede Menge Platz für Fahrer, Beifahrer und Passagiere im Fond. Je nach Ausstattung lassen sich sogar hinten die Rückenlehnen von 23 auf 32 Grad elektrisch neigen. Schönheit hin, Schönheit her – aber wie macht sich der Crossback auf der Straße? Auf unserer Teststrecke kompensiert der DS7 vor allem im Comfort-Modus jedes Schlagloch souverän. Das gibt Pluspunkte. Wer mehr Power haben möchte, der entscheidet sich für die Sporteinstellung. Auch die Abroll- und Fahrgeräusche überraschen positiv. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten können wir uns im Auto problemlos in Normallautstärke unterhalten. Das Fahrzeug liegt zudem satt und ruhig auf der Straße.

Automatik läuft flüssig

Die neu entwickelte Acht-Gang-Automatik läuft flüssig und reagiert zügig. Ebenfalls erfreulich ist der Verbrauch auf der Straße. Mit 4,4 Liter Diesel außerorts gibt der Hersteller den Verbrauch an. Am Ende zeigte uns der Bordcomputer bei sparsamer Fahrweise von der niederländischen Grenze bis Duisburg sogar nur 4,3 Liter an.

Verbrauch überzeugt

Das macht ein gutes Gefühl. Anders sieht es im Mix mit viel Stadtverkehr und sportlicher Autobahnfahrweise aus. Laut Bordcomputer waren es 6,8 Liter. So bleibt als einziger echter Wermutstropfen: Der von uns gefahrene DS 7 kostet gut 50.000 Euro. Aktuell kann man sich in Deutschland und auf der Welt noch an den Verbrennungsmotoren des PSA-Konzerns erfreuen. Spätestens 2025 will das Unternehmen aber seine DS-Modelle ausschließlich mit Elektroantrieb anbieten. Als Hybrid soll der DS7 Crossback im zweiten Halbjahr 2019 zu bestellen sein.

Daten und Fakten

MOTOR/GETRIEBE: Verbaut ist ein 2,0-Liter-4-Zylinder-Turbodieselmotor mit 8-Gang-Automatikgetriebe, der 177 PS leistet, und Frontantrieb. Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2000 Umdrehungen. CO2: 128 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP.

LEISTUNG: Höchstgeschwindigkeit 215 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 9,4 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 4,9 Liter Diesel (kombiniert). Im Test zeigte der Bordcomputer am Ende 6,8 Liter im Mix. Anhängelast bis zu 1850 Kilogramm.  

KAROSSERIE: Länge 4,57, Breite 1,90 (ohne Spiegel, 2.10 mit Spiegel), Höhe 1,63 m. Gepäckraumgröße 555 bis 1750 Liter. Leergewicht: 1610 - 1794 kg.

PREISE: In der Grundausstattung gibt es den DS7 Crossback mit dem kleinsten Motor (Benziner) ab 29.790 Euro. Unser Testwagen („Be chic“) liegt in der Grundausstattung bei 40.590 Euro, in der kleinsten Motorvariante bei 31.790 Euro), unser Testwagen mit den Extras wie Panorama-Schiebedach, Komfort-Paket, LED-Scheinwerfern usw. kostet 50.580 Euro.


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