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Der Honda HR-V Sport im Fahrbericht: Wir haben den Kompakten mit Turbo-Verstärkung getestet.

Fahrbericht

Honda HR-V: Das Herz eines Sportlers

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Der Honda HR-V hat ein Facelift bekommen - dazu gab es auch einen neuen Motor für den Kompakten. Wir haben den 182 Pferden die Sporen gegeben.

  • Der Honda HR-V Sport 1.5 VTEC-Turbo hat 182 PS und ein manuelles 6-Gang-Getriebe.
  • Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h.
  • In der Sport-Ausstattung kostet der HR-V 29.990 Euro.

Als der erste Honda HR-V im Jahr 1999 in Deutschland auf den Markt kam, war der Begriff SUV noch ein Fremdwort in der Fahrzeugbranche. Der Japaner wurde als Softroader oder Geländekombi bezeichnet. Seine kastige, langgezogene Form war damals ein Alleinstellungsmerkmal - aber auch sehr extravagant. 

Übersichtlich präsentiert sich das Lenkrad und die Armaturenanzeige.

20 Jahre später präsentiert sich der HR-V deutlich gefälliger und damit auch massentauglicher: Das Kompakt-SUV misst sich in seiner Klasse mit so prominenten Vertretern wie dem Renault Captur. Zum Facelift im Jahr 2019 spendierte Honda seinem Erfolgsmodell, das auf der Plattform des Jazz basiert, dann auch einen neuen Motor: Seitdem gibt es für den HR-V in der Sport-Variante den aus dem Civic bekannten VTEC-Turbo mit satten 182 PS und knackigem 6-Gang-Schaltgetriebe. Wer die rund 8.000 Euro Aufschlag im Vergleich zum Einstiegsmodell (21.990 Euro) mit 130-PS-Benziner nicht scheut, bekommt einen Vollblutsportler mit SUV-Eigenschaften. 

Neuer Turbo-Motor stammt aus dem Civic 

In den rot-schwarzen Ledersitzen sitzt es sich bequem.

In Sachen Design soll der HR-V laut Honda eine Mischung aus SUV und Sportcoupé sein: Dafür sorgen unter anderem der Kühlergrill mit Wabenmuster, fließende Seitenlinien sowie das im aktuellen Honda-Design gestaltete Heck mit den Bremsleuchten in Flügeloptik. Hinzu kommen ein Frontspoiler sowie die 18-Zoll-Reifen. Alles in allem eine gelungene optische Aufwertung, die sich im Innenraum fortsetzt: Ein dunkler Himmel wird kombiniert mit Ledersitzen und -armatur in Schwarz-Rot. 

Der Innenraum ist für vier erwachsene Passagiere übrigens groß genug, zumal sich die bei Honda als„Magic Seats“ bekannten Sitze im Fond auch einzeln komplett versenken lassen. Doch wie sportlich fährt sich der Turbo? Dank seiner 240 Nm und des guten 6-Gang-Getriebes mit kurzen Schaltwegen ist zügiges Anfahren kein Problem. Innerhalb von 7,8 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h. 

Gute Dämpfer lassen Schlaglöcher alt aussehen

Hartplastik und Leder kommen in der Mittelkonsole zum Einsatz.

Im ersten Gang wirkt der VTEC-Turbo fast ein wenig zu wild, anschließend wird die Fahrt mit jedem Schaltvorgang ruhiger. Für ein direktes Lenkgefühl sorgt das variable Lenksystem der Japaner, zudem hat Honda dem HR-V neue Performance-Dämpfer spendiert: Diese stecken auch die Unebenheiten der Ruhrgebietsstraßen locker weg und lassen uns flott und stabil um jede Kurve kommen. 

Die Assistenzsysteme wie der City-Notbremsassistent reagieren zuverlässig, einzig der übereifrige Spurhaltewarner mit seinem Piepton kann manchmal nerven - der Warnton lässt sich aber einfach in den Einstellungen deaktivieren, per Knopfdruck kann man auch den Assistenten ausschalten. Erfreulich ist beim HR-V Sport der Blick auf die Verbrauchsanzeige: Im Stadtverkehr schlägt sich der HR-V am Ende unserer Testphase mit knapp 6,7 Litern Super für seine Klasse recht gut. Wer auf der Autobahn flotter unterwegs ist, muss allerdings mit 7 bis 8 Litern rechnen. Unser Fazit nach zwei Wochen fällt positiv aus: Im HR-V schlägt tatsächlich ein echtes Sportlerherz.

Etwas mehr Platz als der HR-V bietet der CR-V. Noch dazu gibt das SUV als Hybridvariante.

Viele Autofahrer sind der Ansicht, dass in der dunklen Jahreszeit generell eine Winterreifenpflicht besteht. Darf man also überhaupt nicht mit Sommerreifen fahren?

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