Praktisch und gelungen mit einer Top-Ausstattung zum guten Preis: der e-Niro von Kia.  —Foto:
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Praktisch und gelungen mit einer Top-Ausstattung zum guten Preis: der e-Niro von Kia.

Kompakt und vollständig

Im Kia e-Niro klappert nichts, hat alles Hand und Fuß

  • Randolf Leyk
    vonRandolf Leyk
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Ein Crossover-SUV, der als Elektromodell eine Menge bietet, ist auf dem deutschen Markt nicht einfach zu finden

Mit dem e-Niro bietet Kia aber ein Fahrzeug, das beim Thema Preis-Leistung weit vorne mitspielt (bedenkt man dabei die Förderung). Denn unser vollausgestatteter Testwagen kostet am Ende nur gut 35.000 Euro – ohne Händlerrabatt. Und das mit einer Batterie, die eine Laufleistung von bis zu 455 Kilometern verspricht. Da muss niemand mehr von einem Stadtauto sprechen. Der e-Niro ist deutlich mehr, nämlich tatsächlich alltagstauglich, was auch für die Größe gilt.

Ausstattung in der Spirit-Version ist kaum zu übertreffen

Doch wie schlägt sich das Fahrzeug im Alltag? Sind die Südkoreaner für ihre üppige Ausstattungsvarianten seit Eintritt in den deutschen Markt bekannt, gab es mitunter Abzüge bei der Verarbeitung oder beim Fahrverhalten. Wie also schlägt sich die Kia auf der Straße?

Hier wird aufgeladen.

Dort gleitet er ruhig dahin. Der fast eine halbe Tonne schwere Akku im Unterboden bringt zwar ordentlich Gewicht ins Fahrzeug, sorgt dafür aber auch für eine stramme Straßenlage. Da wackelt nichts. Es klappert nichts, alles hat Hand und Fuß. Selbst das asiatische Innendesign hat deutlich europäische Züge angenommen.

Die Fahrdynamik des e-Niro lässt sich mit der vierstufigen Fahrmodus-Wahl „Drive Mode Select“ variieren: Der „Normal“-Modus ist laut Kia auf das Alltagsfahren zugeschnitten, im „Sport“-Modus sprechen Motor und Lenkung leichter an und bei „Eco“ und „Eco+“ steht maximale Energieeffizienz im Vordergrund. Das können wir nach dem Praxistest nur bestätigen.

Scharfes Display im Kia beeindrucken

Die straff gepolsterten Sitze vermitteln ein angenehmes Sitzgefühl. Der Platz ist ausreichend. Auch im Fond können problemlos zwei Passagiere mitfahren. Regelrecht ins Auge sticht das große Touchdisplay, über das sämtliche Funktionen gesteuert werden. Es wirkt gestochen scharf (lediglich die Rückfahrkamera hat bei Dunkelheit einige Schwierigkeiten), ist vernünftig durchdacht und reagiert zügig auf Berührungen. Etwas unübersichtlich wirken die zahlreichen Zusatzschalter im Fond , was hier der Komplettausstattung geschuldet ist. Sind die Schalter für die Sitzheizung und die Lenkradheizung gefunden, wird es zügig wohlig warm. Wer elektrisch unterwegs ist, sollte bedenken, dass bei Nutzung dieser Komfortleistungen (insbesondere der Wärmepumpenheizung) der Verbrauch ordentlich in die Höhe schießt, die Reichweite also deutlich geringer wird.

Gestochen scharfes 10,25-Zoll-Display.

Um den Einfluss niedriger Außentemperaturen auf die Batterieleistung zu minimieren, kann der in den Fahrzeugboden integrierte Akku aber durch eine Batterieheizung temperiert werden. Diese lässt sich über den Touchscreen des Navigations- oder Audiosystems programmieren, etwa, um den Akku vor der Fahrt aufzuwärmen, während das Fahrzeug noch mit dem Stromnetz verbunden ist. Das ist vor allem für längere Fahrten interessant, um nicht unnötig Kapazität einzubüßen.

Beim Thema Sicherheit ist der Niro in der Spirit-Variante kaum zu überbieten: Fernlichtassistent, Querverkehrwarner, Parksensoren, Kamera, Verkehrszeichenerkennung, Stauassistent für teilautonomes Fahren, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und und und. Die Liste ließe sich noch weiterführen und zeigt, dass der asiatische Hersteller seine Käufer regelrecht verwöhnt. Preislich ist das Ganze also eine echte Alternative zu herkömmlichen Kompaktklassen-SUVs.

  • Prämie: Aktuell werden Elektrofahrzeuge bezuschusst. Beim e-Niro würde sich der Gesamtpreis um die Innovationsprämie in Höhe von 9.000 Euro zuzüglich 16% MwSt. auf den Herstelleranteil von 3.000 Euro und AVAS-Förderung reduzieren. Das sind am Ende also 9.580 Euro.
  • Technische Daten: Die Batterie hat eine Kapazität von 64 kWh und bietet damit eine theoretische Reichweite laut Hersteller von 455 km. Angegeben ist der Niro mit einem kombinierten Verbrauch von 15,9 kWh/100km, in der Stadt sogar nur 11,8. Unser Bordcomputer zeigte am Ende einen (Winter-)Durchschnitt von 19,5 kWh an. 204 PS sorgen für ein Drehmoment von 395 Newtonmeter und 167 km/h Höchstgeschwindigkeit. Gepäckraumvolumen: 451 bis 1405 l. Von 0 auf 100 km/h: 7,8 Sekunden. Abmessungen: Breite 1,81 (ohne Spiegel), Länge 4,38, Höhe 1,56 Meter.
  • Preise: Der Grundpreis für das Modell liegt in der Ausstattung „Edition 7“ bei 34.400,34 Euro (39,2-kWh-Batterie). Unser Testfahrzeug kostet in der Ausstattungsvariante „Spirit“ (mit der 64k-Wh-Batterie) ab 44.635,63 Euro. Hinzu kommen ein Leder-Paket, ein On-VBoard-Charger und die Metallic-Lackierung. Das macht am Ende 47.150,59 – voll ausgestattet. Davon können Interessenten die oben beschriebene Förderung noch abziehen. Den Kia Niro gibt es übrigens auch als Hybrid und Plug-in-Hybrid.

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