Der neue Kia Sorento ist ein echtes Schlachtschiff als Flaggschiff.
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Der neue Kia Sorento ist ein echtes Schlachtschiff als Flaggschiff.

Fahrbericht

Kia Sorento: Das neue Flaggschiff in XXL

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Der neue Kia Sorento ist noch einmal gewachsen: Als Siebensitzer wird das SUV zudem auch für Familien interessant. Anfang 2021 kommt ein Plug-in-Modell auf den Markt.

Erst seit Mitte Oktober steht er bei den Händlern in Deutschland: der neue Kia Sorento. Das Flaggschiff der koreanischen SUV-Klasse wurde rundum erneuert. Würde man auch bei Autos in T-Shirt-Größen denken, hätten wir es hier auf jeden Fall mit einer Variante in XXL zu tun. Wir haben den Boliden Probe gefahren.

Seit der Einführung im Jahr 2002 ist der Sorento eines der wichtigsten Modelle bei Kia. Das merkt man auch bei der vierten Generation. Mit viel Liebe zum Detail wurde das SUV in Sachen Platzangebot und Design aufgewertet. Von außen betrachtet, ist der Sorento wieder deutlich kantiger als seine Vorgänger: Das passt zum neuen Kia-Look der gesamten Modellpalette. Angefangen beim Wabenmuster im Kühlergrill bis hin zu den markanten, leicht hervorstehenden Rückleuchten: Dieser Auftritt passt zu dem Flaggschiff der Kia-Flotte.

Riesiger Innenraum

Im Innenraum fällt die Überarbeitung des Sorento noch deutlicher auf: zum einen durch luxuriös verarbeitete Materialien wie Nappaleder und Metallapplikationen, zum anderen durch ein riesiges Angebot für alle Technik- und Entertainment-Enthusiasten. Da wirkt das Surround-Sound-System aus dem Hause Bose mit zwölf Lautsprechern schon fast selbstverständlich. Eine dezente Beleuchtung sowie atmosphärische Lichtstimmung tragen zum Ambiente bei. Der gute Sound vom selbstverständlich auch mit Android Auto und Apple Car Play ausgestatteten Entertainment-System wird durch die Größe des Innenraums noch verstärkt.

Durch die neue Plattform, die beim Sorento zum Einsatz kommt, ist das Platzangebot größer: Beinfreiheit in der ersten und zweiten Sitzreihe sowie eine größere Kopffreiheit auch in der dritten Sitzreihe sind das Ergebnis. Ja, tatsächlich gibt es den Sorento in allen Ausstattungs- und Motorvarianten auch mit einer optionalen dritten Sitzreihe. So wird aus dem großen Fünfsitzer ein Siebensitzer mit kleinem Gepäckabteil, aber großem Fahrkomfort.

Dritte Sitzreihe möglich

Apropos Fahrkomfort: In unserem Testmodell sorgte ein neuer 2,2-Liter-Dieselmotor mit stolzen 202 PS und Allradantrieb für gutes Vorankommen. Alternativ gibt es auch einen Benziner mit Hybridsystem sowie ab Anfang 2021 einen Plug-in-Hybriden. Der leistungsstarke Diesel in Kombination mit einem auffällig unauffälligen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kommt auf ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmeter.

Per Drehknopf wählt der Fahrer zwischen Comfort, Eco, Smart oder Sport seine gewünschte Voreinstellung – dazu passend färbt sich dann auch die digitale Instrumententafel ein. Darüber hinaus bietet das Allradmodell noch eine Auswahl namens „Terrain Mode“ – je nachdem, ob man gerade auf sandigem, matschigem und schneebedecktem Untergrund fährt.

Überzeugen kann der Sorento vor allem auf kurvigen und unebenen Strecken: Hier schluckt die Einzelradaufhängung viele Schlaglöcher. Für ein sicheres Fahrgefühl sorgen die zahlreichen Assistenten von Parksensoren über rundum installierte Kameras, Verkehrsschildererkennung, Abstandshalter und Kollisionswarner. Wer hier einmal alles aktiviert, ist schon nah dran am autonomen Fahren. Unser Fazit: Das Flaggschiff ist ein echtes Schlachtschiff geworden – weiß als solches aber zu überzeugen. Das kantige Design passt zum Sorento. Mit rund 7 Liter Diesel im Testzeitaum ist der Kia zwar kein Sparmodell, aber auch kein Schluckspecht. Der Grundpreis unseres Testmodells beträgt 49.996,97 Euro. Das günstigste Einstiegsmodell liegt bei 41.418,82 Euro – und das in derselben Klasse mit Volvo XC90 und Audi Q7.

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