Prima Flitzer für die Stadt: der Kia Stonic.
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Prima Flitzer für die Stadt: der Kia Stonic.

Fahrbericht

Kia Stonic 1.0 T-GDI 120 - jung und frisch als SUV-Crossover

  • Randolf Leyk
    vonRandolf Leyk
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 Kia bietet seinen Stonic in witzigen Farbkombinationen an. Zudem stellt der koreanische Hersteller seinem „Mini-SUV“ zahlreiche Assistenzsysteme zur Verfügung und bietet ein Mildhybridsystem.

Nicht nur neue oder überarbeitete Modelle warten beim zweitgrößten koreanischen Automobilhersteller in diesem Jahr auf dem deutschen Markt: Kia hat sein neues Firmenlogo und seinen neuen globalen Markenslogan veröffentlicht. Sie sollen den umfassenden Umbau und die neue Zielsetzung der Marke symbolisieren. Eines der Modelle, mit dem dies gelingen soll, ist der Stonic, der fürs aktuelle Modelljahr ein Facelift bekommen hat.

Durch die recht flache Dachlinie kommt der Stonic dabei gar nicht wie ein hoher, klassischer SUV daher. Laut Kia ist der Stonic ein „Crossover“, gemacht für alle, die gern neue Wege gehen und kleine Abenteuer abseits des Alltags lieben.

Zweifelsohne spricht das Modell vor allem jüngere Fahrerinnen und Fahrer an. Und die mögen bekanntermaßen Dynamik und Frische. Beides bietet der aktuelle Stonic. Vor allem die bunten Farbkombinationen wirken frech und modern. Dazu zählen die neue Dachfarbe gelb und insgesamt rund 20 Zweifarb-Kombinationen.

Abwechslungsreiche Farbkombinationen sind beim Stonic mittlerweile möglich.

Im Armaturenbereich ist der Kia aufgeräumter geworden, auch wenn es hier und da noch ein paar Kanten gibt. In der von uns gefahrenen Ausstattung wurde zwar auch Hartplastik verbaut, doch durch die geschickte Optik fällt dies gar nicht auf, sieht also viel hochwertiger aus.

Kia Stonic kann auf der Straße sogar „segeln“

Unser Testfahrzeug bietet ein Mildhybridsystem. Der Vorteil: Beim Beschleunigen unterstützt es den Verbrennungsmotor und verringert dessen Leistungsabnahme und die Emissionen. Unter bestimmten Bedingungen gewinnt das System beim Abbremsen, Bergabfahren oder Ausrollen Energie zurück. Gleichzeitig sind längere Abschaltphasen des Motors möglich als bei 12-Volt-Start-Stopp-Systemen.

Zudem gibt es eine elektronisch gesteuerte Kupplung („Clutch-by-wire“), mit der der Motor bei Bedarf eigenständig vom Getriebe entkoppeln werden und der Stonic 1.0 T-GDI 120 „segeln“ kann. Dabei wird dann der Verbrenner abgeschaltet.

Bildschirm ist in der Größe beim Stonic gewachsen

Positiv fällt der größere Bildschirm des Infotainmentsystems auf. Er ist von sieben auf acht Zoll (20,2 Zentimeter) gewachsen. Ebenfalls positiv und neu: Im Modelljahr 2021 kommen je nach Ausstattung bei den Automatikversionen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie aktive Totwinkel- und Querverkehrwarner mit Bremseingriff hinzu. Ohnehin gab es bisher bereits je nach Ausstattung unter anderem Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, aktiven Spurhalteassistent und Spurwechselassistent.

Aufgeräumtes Cockpit im Kia Stonic.

4,14 Meter ist der Stonic lang und damit ein Auto, das auch im Stadtverkehr bestens zurechtkommt. Kleine Parklücken, dichter Verkehr – der Kia-Flitzer ist dabei ein idealer Fahruntersatz. Lediglich dann, wenn es auf der Autobahn mit hohem Tempo längere Strecken zu bewältigen gibt, wirkt der „Mini-SUV“ nicht ganz so sattelfest. Auch die Fahrgeräusche treten dann deutlicher in den Vordergrund. Das Gepäckraumvolumen wurde ordentlich kalkuliert. Außerdem gibt es einen herausnehmbaren Boden (nicht bei Mildhybrid). Auch beim Platzangebot gibt es vor allem auf den vorderen Plätzen nichts zu meckern, wenn man nicht unbedingt, die höchste Sitzposition favorisiert. l

  • Kia Stonic 1.0 T-GDI 120 iMT, Platinum
  • Getriebe/Leistung: Verbaut ist ein 1,0-Liter-Benzinmotor mit 120 PS. Maximales Drehmoment: 172 Newtonmeter. Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h. Null auf Hundert: 10,4 Sekunden.
  • Verbrauch: Angegeben sind im Mix 4,9 Liter. CO₂ -Emission kombiniert 102 g/km. Am Ende zeigte der Bordcomputer bei uns 5,8 Liter. Schadstoffklasse: Euro 6d-ISC-FCM.
  • Maße: Länge: 4,14 m; Breite: 176 m (ohne Spiegel); Höhe: 1,52 m. Der Gepäckraum bietet 352 Liter bzw. durch Umklappen der geteilten Rücksitzlehne bis zu 1155 Liter Volumen (VDA).
  • Preise: Den Stonic gibt es ab 16.650 Euro. Der Grundpreis unseres Testmodells liegt bei 24.808,40 Euro, inklusive der Metalliclackierung kostet das Fahrzeug (noch mit 16 Prozent Mehrwertsteuer) 25.344,53 Euro. In der Platinum Edition sind Extras enthalten wie ein Spurwechsel- und Spurhalteassistenten, Navigation und ein Querverkehrwarner.

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