Neuerung

Handschaltung abgeschafft: In Autos dieser Marke soll es bald kein manuelles Getriebe mehr geben

In vielen Autos befindet sich eine Handschaltung. Wer sich in den nächsten Jahren einen Neuwagen einer bestimmten Marke kauft, muss aber darauf verzichten.

Per Handschaltungen Gänge zu wechseln ist und bleiben für viele Menschen das einzig Wahre. Im Vergleich dazu hat Automatik oft den Ruf, nur für Menschen attraktiv zu sein, die beim Autofahren lieber den Kopf ausschalten und sich nicht sonderlich konzentrieren wollen. Gleichzeitig kursiert der Mythos, dass Automatik-Autos mehr Sprit verbrauchen*.

Auch wenn nach wie vor viele Menschen eine herkömmliche Handschaltung bevorzugen, begann sich Mercedes in den letzten Jahren immer weiter davon zu distanzieren. Dieser Trend wird anhalten - und bald schon sollen Neuwagen der Marke gar keine manuellen Getriebe mehr haben, bestätigt Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler und Mercedes Benz AG.

Mercedes will auf Handschaltungen verzichten - allerdings nicht schlagartig

Viral ging diese Nachricht, nachdem Auto-Journalist Greg Kable die Entscheidung von Mercedes auf Twitter teilte. In seinem Tweet nannte er auch die konkreten Gründe für diesen Schritt: Daimler wolle Kosten sparen und plane auch langfristig, die Zahl der Verbrennungsmotoren nach und nach zu reduzieren.

„Markus Schäfer, Leiter für Forschung und Entwicklung bei Mercedes Benz, hat bestätigt, dass das Unternehmen als Teil des Vorhabens, Kosten zu reduzieren, ‚manuelle Getriebe abschaffen‘ wird. Damit zusammen hängt das Vorhaben, ‚Plattformen wesentlich zu reduzieren‘ und ‚Verbrennungsmotoren drastisch zu reduzieren‘“, schreibt Kable auf Twitter.

Müssen Käufer deshalb befürchten, dass Neuwagen ab sofort keine Handschaltungen mehr haben? Das Auto-Portal The Drive hat sich mit dieser Frage an einen Sprecher von Mercedes gewendet, der darauf eine klare verneinende Antwort gibt: „Diese Veränderung wird ‚in natürlicher Weise‘ geschehen, sobald der Wechsel zu einer neuen Generation von Autos stattfindet.“ Die Neuerung erfolgt also schrittweise, anstatt von einem Tag auf den anderen.

Schalten auch ganz einfach per Schaltwippen möglich

Ihren Mercedes können Sie auch per Schaltwippen bedienen. Für sämtliche Modelle gibt es passende Wippen bei Amazon (werblicher Link).

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Abschaffung von Handschaltungen ist nicht in allen Ländern ein Problem

Aus der Sicht von amerikanischen Mercedes-Fans dürfte diese Änderung nicht zwangsläufig ein Problem darstellen, da dort seit dem Jahr 2011 keine Fahrzeuge mit manuellem Getriebe mehr verkauft wurden. Auf dem europäischen Markt hingegen sieht das etwas anders aus: Zwar ist die Zahl der Neuwagen mit Handschaltung ebenfalls gesunken, doch diese Art, Gänge zu wechseln, gehört für eine Vielzahl von Menschen trotzdem noch zum Autofahren dazu. (soa) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Knigge für E-Auto-Fahrer: Mit diesen Tipps fährt es sich einfach besser

Nissan Leaf an einer Ladesäule.
1. Teilen: Geben Sie das eigene Know-how an andere E-Auto-Fahrer in Foren und Apps weiter, zum Beispiel, wenn neue Ladestationen eröffnet werden. © Nissan
Eine bessere digitale Zusammenarbeit der Behörden soll das Antragsverfahren für E-Autos beschleunigen. Foto: Roland Weihrauch/dpa
2. Rücksicht nehmen: An öffentlichen Ladestationen nie das Ladekabel aus anderen E-Autos-ziehen. Das ist rücksichtslos und kann zudem zu Beschädigungen führen. © Roland Weihrauch
Symbol von E-Lade-Parkplatz
3. Parken: Auch wenn E-Autos an Ladestationen oft gratis parken, sollte man sein Auto nicht dort abstellen, wenn man es nicht laden will. Ein anderer E-Auto-Fahrer könnte den blockierten Platz dringend gebrauchen und ist froh über den Platz am Stecker. © dpa/Patrick Pleul
Autos mit Plug-in-Hybridtechnik kombinieren einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einer E-Maschine und einem Akku. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
4. Akkupflege: Die Batterie nicht vollständig entleeren. Steht der Wagen längere Zeit, sollte man etwa alle 90 Tage auf 80 Prozent laden und dabei den Long-Life-Mode anwenden (siehe Bedienungsanleitung). © Patrick Pleul
Im Inneren eines Teslas drückt ein Mann auf den Touchscreen.
5. Planung: Ladestopps unterwegs können mit diversen Apps und Kartendiensten gut geplant werden. Oft sind die Stationen auch im bordeigenen Navi einprogrammiert. © dpa/Sven Hoppe
Ein weißer Tesla wird an einer Elektroladesäule aufgeladen (Symbolbild).
6. Kommunikation: Wer nur für kurze Zeit laden muss, kann am Auto eine Notiz hinterlassen, wie lange man noch an der Ladestation stehen wird – das hilft den Wartenden bei ihrer Planung. © Friso Gentsch/dpa
Ein Mann misst den Reifendruck während sein Elektroauto auflädt.
7. Reifendruck: Am energieeffizientesten fährt man mit dem vom Hersteller empfohlenen Reifendruck. © dpa/Bernd Weißbrod
Getestet wurden stichprobenartig 20 Gerätegruppen. Oft liegt der Stromverbrauch höher als erwartet. Foto: Tobias Hase
8. Ladeoptionen: Wer seine Fahrten vorausplanen kann, nutzt alle Möglichkeiten des Aufladens: Haushaltststeckdose, Wallbox und Schnellladesäule. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch den Akku. © dpa/Tobias Hase
Müll liegt neben einem Parkplatz
9. Rücksicht: Öffentliche Ladesäulen sollte man pfleglich behandeln, damit der nächste E-Auto-Fahrer ebenfalls problemslos Strom nachladen kann. Auch wenn die Station etwas abgelegen ist – sie ist kein Müllabladeplatz! © dpa/Uwe Zucchi

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