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Ein Hingucker ist der neue Musso auf jeden Fall.

Fahrbericht

Mit dem Musso bietet SsangYong einen Pickup für den Alltag und einen Hauch "Wilder Westen"

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Keine Frage, mit dem Musso besetzt der koreanische Hersteller SsangYong eine Modell-Nische. Wir konnten den außergewöhnlichen Pickup 14 Tage lang fahren. Und das ist unsere Meinung.

In der Ausstattung haben Kunden zwar die Wahl (Crystal, Quartz und Sapphire ), doch beim Motor setzen die Asiaten ausschließlich auf ihren bewährten 2,2-Liter-Turbodiesel mit vier Zylindern und 181 PS. Wir haben das Modell 14 Tage fahren dürfen. 

Viel Platz im Musso von SsangYong

Unser Fazit: Über das Platzangebot gibt es keine Diskussion. Schulter- und Kopffreiheit sind auf allen Plätzen reichlich vorhanden. Dank der großen Fenster ist auch die Rundumsicht hervorragend. Die Sitze sind bequem und erinnern überhaupt nicht an einen Pickup früherer Generationen. Auf Wunsch gibt es sogar beheizbare und belüftete Sitze (in der Ausstattung Sapphire serienmäßig). Auf der Rückbank ist es ob des hoch gelegenen Fußbodens allerdings weniger bequem.

Reichlich Platz bietet der Pickup auf der Ladefläche.

Spaßfaktor im Alltag

Dennoch findet der Spaßfaktor im Alltag und in der Freizeit seinen Platz, auch wenn der Musso nichts für Fahrer mit Rückenbeschwerden ist. Auf der 1,30 Meter langen Ladefläche können 850 Kilogramm Nutzlast transportiert werden, die Ladekapazität stieg gegenüber dem Vorgängermodell damit um 112 Liter auf 1011 Liter. Und eine stabile Kunststoffwanne schützt die Pritsche vor Beschädigungen, für die Ladungssicherung sind Verzurrösen mit dabei. Fast selbstverständlich mutet da die maximale Anhängelast an: Bis zu drei Tonnen kann der Musso ziehen.

Cooles Fahrzeug: der SsangYong Musso.

Ausstattungsvariante Sapphire im Musso von SsangYong bietet viel

Wir fuhren die nicht ganz preiswerte Top-Ausstattungsvariante Sapphire mit u. a. Navigationssystem, 18-Zoll-Alufelgen, Rückfahrkamera, Smartphone-Integration (Apple-Carplay und Google Andoid Auto) sowie Einparkhilfe. USB-Buchsen, Aux-Anschluss sowie 12-Volt(120 Watt)-Stecker gehören ebenfals zur Ausstattung. Darüber hinaus ist eine 12-Volt-Steckdose nahe der verstärkten Heckklappe platziert. Wer hinterm Steuer sitzt, hat zunächst einmal nicht das Gefühl, einen Pickup zu steuern. Der Rundumblick erinnert nämlich wenig an Sprinter oder Transit. Vielmehr entsteht ein SUV-Gefühl. Da kommt die Verwandtschaft zum Rexton zum Vorschein.

Reichlich Platz bietet der Musso im Innenraum.

Musso von SsangYong hat ordentlich Dampf

Einzig das recht große Lenkrad stört diesen Eindruck. Ordentlich Dampf Die 181 PS mit den maximal 400 Newtonmeter sorgen für ordentlich Dampf und lässt manchen Pkw an der Ampel nach der Anfahrt staunend zurück. Darüber hinaus ist ein Pickup auf Deutschlands Straßen nach wie vor ein Hingucker. Wer täglich über die A40 pendelt oder ausschließlich privat im Stadtverkehr unterwegs ist, wird sich aber zweimal überlegen, ob der Musso ein praktischer Untersatz dafür ist. 

Musso von SsangYong bietet viel Fahrspaß

Doch darum geht es beim koreanischen Produkt auch gar nicht. Hier steht das Außergewöhnliche im Vordergrund. Und dazu zählt zweifelsohne der Fahrspaß abseits der asphaltierten Straßen. Bereits auf leicht hügeliger Schotterpiste oder einem landwirtschaftlichen Acker zeigt der Musso, was er kann. Der Fahrer entscheidet, wann das optionale Allradsystem aktiv sein soll. Im 2WD-Betrieb wird nur die Hinterachse angetrieben. So darf man auch im Ruhrgebiet einen „Hauch Wilder Westen“ spüren.

Motor/Getriebe: Verbaut ist ein 2,2-Liter-Dieselmotor mit 181 PS und einem 6-Stufen-Automatikgetriebe. Die Bergabfahrhilfe verhindert das Ausbrechen oder Wegrutschen des Fahrzeugs. Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1400 bis 2800 Umdrehungen. CO2: 226 g/km, Abgasnorm: Euro 6. 

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 185 km/h (als Schaltwagen 195 km/h). Angegebener Verbrauch: ca. 8,6 Liter Diesel (kombiniert). Im Test benötigten wir im Stadtverkehr in der Regel zwischen elf und 13 Liter (angegeben 10,9 Liter). Im Mix kamen wir am Ende auf neun Liter. Anhängelast bis zu 3000 Kilogramm.

Karosserie: Länge 5,10 Meter, Breite 1,95 Meter, Höhe 1,84 Meter. Laderaumgröße bis zu 1011 Liter. Leergewicht: 2880 kg. 

Preise: In der Grundausstattung gibt es den Musso (Variante Crystal) ab 23.990 Euro. Die Ausstattungslinie Sapphire kostet ab 37.990 Euro. Unser Testmodel liegt mit dem Automatikgetriebe, Metallic-Lackierung und Sperrdifferential bei insgesamt 40.990 Euro.

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