Renault Trafic Autotest
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Der Renault Trafic Grand Combi bietet in dieser Version bis zu acht Personen Platz.

Modernes Raumfahrzeug

Renault Trafic im Autotest: Flotter Franzose mit großer Klappe

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Der Renault Trafic Grand Combi ist eine günstige Alternative auf dem Markt der Kleinbusse. Seit dem Facelift 2019 ist der geräumige Franzose auch technisch auf der Höhe der Zeit angekommen.

  • Der Renault Trafic hat 2019 ein Facelift erhalten.
  • Der Transporter ist in zwei Längen erhältlich.
  • Fiat Talento und Nissan NV300 basieren auf dem gleichen Modell.

Als flotten Franzosen mit großer Klappe kann man den Renault Trafic Grand Combi guten Gewissens bezeichnen: Denn der Kleinbus hat Platz für acht Personen – und schluckt eine Menge Gepäck. Wie sich der Renault auf der Langstrecke schlägt, haben wir auf einer Tour nach Dänemark getestet. Seit genau 40 Jahren ist der Trafic ein ernstzunehmender Konkurrent auf dem Markt der Transporter und Kleinbusse. 2016 erschien die dritte Generation des Trafic, damals gemeinsam entwickelt mit Opel und Nissan. 2019 verpasste Renault dem Trafic eine Rundumerneuerung. 

Renault Trafic Grand Combi misst ganze 5,40 Meter

Der Facelift beinhaltete eine neue Front, leistungsstarke Dieselmotoren mit der neuen Euro-6d-Temp-Norm und neue Assistenztechnik. Aktuell setzen Nissan mit dem NV300 und Fiat mit dem Talento auf den Trafic als Basis für ihre Kleinbusse. Unser Reisegefährt für einen Trip an die dänische Nordseeküste ist der Trafic Grand Combi Energy dCi 170 EDC: Dabei handelt es sich um die Langversion mit 5,40 Meter Länge in der soliden Ausstattung „Life“. Diese beinhaltet unter anderem eine Klimaanlage. 

Macht eine gute Figur: Der Renault Trafic ist eine echte Alternative im Kleinbusbereich.

Als Sonderausstattung sind sinnvolle Helfer wie die Rückfahrkamera, das Multimedia-System mit Touchscreen und Navi sowie eine Schiebetür mit Schiebefenster und eine Klimaregelung für die beiden hinteren Sitzreihen an Bord. Acht Personen haben in dieser Variante Platz. 

Renault Trafic: Wenig anfällig und robust im Inneren

Die Verarbeitung im Wageninneren ist ordentlich: Zwar dominieren Kunststoffelemente im Cockpit, doch gerade Großfamilien dürften mit der leicht zu reinigenden und wenig anfälligen Verkleidung zufrieden sein. Einzig der rutschige Boden im Kofferraum nervt etwas, da kleinere Gegenstände während der Fahrt munter hin und her rutschen. Hier schafft eine einfache Gummimatte Abhilfe. 

Mit dem Facelift 2019 wurde auch die Frontpartie erneuert.

Die gewohnten Bedienelemente sorgen für ein Pkw-Gefühl beim Fahrer, obwohl die hohe Sitzposition eher der eines Truckers entspricht. Das ist auch ein schöner Nebeneffekt im Renault Trafic: Durch die große Windschutzscheibe lassen sich auf der Autobahn Staus schon von Weitem erkennen, schließlich guckt man über die Autodächer der meisten anderen Pkw hinweg. Und auch für die Mitreisenden wird die Fahrt in diesem modernen Raumfahrzeug wieder zum echten Erlebnis: Die großen Fensterflächen laden förmlich zum Herausschauen ein. 

Mehrere Dieselmotoren stehen zur Verfügung

Dank der höchsten Motorisierung – im Testwagen verrichtet ein 170-PS-Turbodiesel mit zwei Litern Hubraum seinen Dienst – kommt man zudem flott voran. Dabei muss der Trafic neben seinem Leergewicht von rund zwei Tonnen noch vier Personen plus Gepäck transportieren. Automatikgetriebe überzeugt im Stau Aber selbst Überholmanöver auf der Autobahn mit Tempo 160 sind mit dem Franzosen kein Problem. Dafür sorgt auch das 6-Gang-Automatikgetriebe: Gerade im Stau vor dem Elbtunnel ist das eine echte Wohltat. Allerdings wirkt sich ein „Bleifuß“ auch direkt auf den Dieselverbrauch aus: Bis Tempo 120 liegen wir auf der Langstrecke bei nur knapp 6,5 Liter auf 100 km – sobald wir schneller werden, steigt der Verbrauch auf 8 bis 9 Liter. 

Im Trafic kommen neue LED-Lichter zum Einsatz. 

Wer es also gemütlich angehen lässt, kommt dank eines 80-Liter-Tanks mit einer Tankladung rund 1200 Kilometer weit. Den vom Hersteller angegebenen Verbrauch von 6,1 bis 6,2 Liter Diesel erreichen wir allerdings nur beim Fahren auf der Landstraße in Dänemark: Hier gilt Tempo 80 – und es stören keine nennenswerten Steigungen beim Spritsparversuch. 

Am Ende hat der geräumige Renault Trafic Grand Combi als Kleinbus voll überzeugt: Für rund 45.000 Euro inklusive aller Extras bekommt man hier einen soliden Personentransporter mit viel Platz und ausgereifter Motorentechnik. Wer mehr Luxus sucht, sollte sich die Ausstattungsvariante Spaceclass ansehen: Hier gibt es dann auch einzelne Ledersitze und die Möglichkeit, den Trafic zum rollenden Büro zu machen.

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte diese Regeln und Vorschriften kennen. 

Auf Reisen durch Europa? Dann sollten diese Dinge an Bord nicht fehlen. 

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