Klein, kompakt, schicke Felgen, sportliches Aussehen – der Seat Ibiza.
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Klein, kompakt, schicke Felgen, sportliches Aussehen – der Seat Ibiza.

Fahrbericht

Seat Ibiza TGI im Test: Hybrid einmal anders

  • Randolf Leyk
    vonRandolf Leyk
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Der Seat Ibiza TGi – Erdgas und Benzin treiben den kleinen Spanier an: Hybrid einmal anders. Wir haben den kleinen Flitzer unter die Lupe genommen.

Die Seat-TGI-Motoren werden mit dem sogenannten „Compressed Natural Gas“ aus Erdgas und Biomethan betrieben. Damit setzt die Volkswagentochter auf eine umweltfreundliche Alternative zu Benzin und Diesel. Und das Ganze ist in der Anschaffung nicht teurer – im Gegensatz zu einem Elektrofahrzeug nahezu ein Schnäppchen – und beim Verbrauch äußerst sparsam. 

Die CNG-Modellpalette von Seat.

Und beim Thema Versorgung sieht es in Deutschland auch gar nicht so schlecht aus. Mittlerweile gibt es etwa 850 Erdgastankstellen im Bundesgebiet. Das ist zwar flächendeckend nicht mit den „normalen“ Zapfsäulen zu vergleichen, doch reicht es locker aus, um nicht überraschend ohne Kraftstoff dazustehen. Erst wenn der Gastank leer ist, schaltet er automatisch auf den 9-Liter-Reserve-Benzintank um. 

Der Tankbereich (links für Erdgas).

Bio-Erdgas aus organischen Rest- und Abfallstoffen beim Seat

Umwelttechnisch tankt man beim Bio-Erdgas (oder Bio-CNG)-Kraftstoff, der aus organischen Rest- und Abfallstoffen gewonnen wird – das ist klimaneutral und sorgt bei den Schadstoffemissionen für einen ruhigeren Schlaf. Denn sowohl bei den CO2- wie auch Stickoxid- sowie Feinstaub-Emissionen punktet das Erdgasauto. Und wie macht sich der kleine Spanier auf der Straße? Keinen Deut schlechter als der Benzin-Bruder. Wer aufs Gas tritt und die Kupplung kommen lässt, spürt keinen Unterschied, lediglich die Geräusche sind etwas lauter. Drei Zylinder und 90 PS hören sich zunächst erst einmal nicht nach viel an. Im Alltagsleben reicht die Werte aber aus, einzig auf der Autobahn ab Tempo 130 wirkt der Wagen in der Beschleunigung etwas behäbig.

In gut zwölf Sekunden beschleunigt der Ibiza auf 100 km/h

Gut zwölf Sekunden von null auf hundert, 180 km/h Spitze. Das reicht locker aus. Und wenn sich der Turbolader zuschaltet, kommt der Ibiza auch für seine Verhältnisse im Stadtverkehr ordentlich in die Beschleunigung. Unser Modell liegt für seine Klasse satt auf der Fahrbahn, sorgt für sportliches Ambiente. Die Vordersitze sind in der FR-Ausstattung straff und sorgen für sicheren Halt. Hinten wird es für größere Personen allerdings etwas enger.

Kofferraumvolumen beim Ibiza auch als TGI ausreichend

Das Ladevolumen ist zwar etwas (rund 90 Liter) kleiner als beim Diesel und Benziner – die Gastanks sind unterhalb des Kofferraums eingebaut –, für einen Einkauf oder eine Urlaubsfahrt zu zweit aber locker ausreichend. Mit dem 13,8-Kilogramm- CNG- sowie dem Neun-Liter-Benzin-Tank verspricht Seat eine Reichweite von 500 Kilometern. Das ist ambitioniert und klappte in unserem Test lediglich auf der Landstraße mit vorausschauendem Blick (3,0 kg/100 km Verbrauch). Bei normaler Fahrweise reicht es eher für 400 Kilometer. Zudem sind die Kosten für Erdgas sehr günstig. Und das bleibt auch noch so – mindestens bis 2026 ist der Steuersatz reduziert.

Übersichtlich und kompakt kommt der Ibiza daher.

Seat Ibiza FR TGI 1.0

Motor/Getriebe: Verbaut ist ein Ein-Liter-Dreizylinder-Motor, der 90 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmeter (bei 1900 - 3500 U/min) bietet, mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. CO2: 108 g/km, Abgasnorm: Euro 6DG.

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 180 km/h. Von 0 auf 100 km/h in glatten 12,1 Sekunden. Angegebener Verbrauch nach WLTP: ca. 4,0 kg/100 km kombiniert. Im Test zeigte der Bordcomputer am Ende 4,5 kg im Mix, aber ohne Landstraße.

Karosserie: Länge 4,06 Meter, Breite 1,78 Meter bzw. 1,94 (Spiegelbreite), Höhe 1,44 Meter. Gepäckraumgröße 262–1.072 Liter. Leergewicht: 1239 kg. 

Preise: In der Grundausstattung gibt es den Ibiza ab 15.565 Euro, in der Ausstattungsvariante FR (Sportsitze, Climatronic, Leichtmetallräder) ab 19.115 Euro (mit 80 PS). Das Testfahrzeug als TGI kostet ab 21.060 Euro. Unser Modell war ausgestattet mit Extras wie Ultraschall-Einparkhilfe, Rückfahrkamera sowie diversen Assistenzsystemen und würde mit 25.724 zu Buche schlagen.

Ebenfalls im Test:

Der Seat Tarraco beweist sich auf jedem Terrain. Und es gibt viel Auto zu einem fairen Preis. Wir haben das Modell mit dem 190-PS-Dieselmotor 14 Tage lang gefahren.

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