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Der Suzuki Ignis mit Hybrid-Antrieb vor der Kulisse der Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen: Die Energie dafür liefert der Motor selbst.

Fahrbericht

Suzuki Ignis mit Hybridantrieb: Wer bremst, spart Benzin

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Steigende Sprit-Preise, Diskussionen über CO2-Abgaben und mangelnder Parkraum in den Innenstädten sind bereits drei Argumente für die Klasse der Kleinwagen. Dass die nicht langweilig sein müssen, hat Suzuki mit dem extravaganten Micro-SUV Ignis bewiesen.

  • Hybridmotor unterstützt den Ignis beim Anfahren.
  • Der Akku sitzt platzsparend unter dem Fahrersitz.
  • Suzuki ist ein japanischer Autohersteller mit Schwerpunkt Allrad.

Zweieinhalb Jahre nach der Standardversion haben wir den Japaner jetzt als Hybrid getestet. Der Offroader, der wie ein riesiges Spielzeugauto daherkommt, ist mit einem Startpreis von 12.740 Euro ein Konkurrent zu den Kleinwagen der übrigen Hersteller – angefangen beim VW Up, über den Renault Clio bis hin zum Ford Fiesta. Die Hybridvariante ist mit 14.750 Euro schon etwas teurer. 

Das Touchdisplay mit Navi und DAB+-Radio funktioniert zuverlässig, bietet aber keine grafischen Spielereien.

Der Vorteil des Ignis ist der variable Innenraum: Dass er nur vier Personen Platz bietet, ist konsequent. Denn für drei Personen ist die Rückbank bei einem Kleinwagen nicht breit genug. So bieten die einzeln verschieb- und umklappbaren Rücksitze einen guten Halt. Das Ladevolumen des kleinen Gepäckabteils lässt sich durch das Umlegen der Fondsitze leicht von 267 (204 in der Allradversion) auf 1.100 Liter Volumen vergrößern.

Gute Sitzposition im Ignis auch auf der Rückbank

Zur optimalen Raumausnutzung und guten Sitzposition im Auto trägt auch die Plattform des Ignis bei: Die Bodenfreiheit von 180 mm sorgt für eine erhöhte Sitzposition, die gerade ältere Fahrer erfreuen wird. Zudem sind die Überhänge vorne und hinten extrem kurz – was mehr Platz für die Fahrerkabine bietet. 

Der Innenraum in dem Micro-SUV ist aufgeräumt: Die beiden Sitze vorne und hinten sind erstaunlich bequem, auch für größere Menschen.

Im Innern hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel getan beim Ignis: Es geht nach wie vor puristisch – also eher einfach – zu. Allerdings bietet die Comfort-Plus-Version unseres Testwagens bereits eine gute technische Ausstattung mit Navigation, Aufprallwarner, Spurhalteassistent, Tempomat, Abstandswarner, Rückfahrkamera, Sitzheizung, Freisprechanlage und einigem mehr. 

1,2-Liter-Benziner leistet 90 PS und bis zum 170 km/h

Für den Antrieb des Ignis ist weiter der bewährte Vierzylinder zuständig: Der 1,2-Liter-Benziner verfügt über 90 PS und damit über ausreichend Power für die gerade einmal 885 Kilo Leergewicht. Im Stadtverkehr ist das allemal, ausreichend – auf der Autobahn ist das Ausfahren durch Außengeräusche und die geringe Spurbreite ohnehin nicht zu empfehlen. Zwar wird eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h angegeben, angenehmes Fahren war bei uns aber nur bis 140 km/h möglich. 

Dank des variablen Laderaums passen auch größere Koffer hinein.

Positiv hat sich der Hybridantrieb auf unseren Testverbrauch ausgeübt: 2017 erreichten wir im kombinierten Betrieb 6,3 Liter – ein eher durchschnittlicher Wert. Mit dem „Mild Hybrid System“ von Suzuki, das die Bremsenergie umwandelt, in einem Akku unter dem Fahrersitz speichert und beim Beschleunigen wieder abgibt, kamen wir im überwiegenden Stadtverkehr mit 5,4 Liter Benzin aus. 

Testverbrauch ist dank des Hybridantriebs gesunken

Der Hersteller schreibt von einem Verbrauch zwischen 4,3 und 5 Liter Benzin im kombinierten Testzyklus. In jedem Fall arbeitet das System unauffällig – Beeinträchtigungen beim Beschleunigen gibt es nicht. Die ausgefeilte Technik hat am Ende auch ihren Preis. Wer sich für eine gehobene Ausstattung wie bei unserem Testwagen entscheidet, kommt in Verbindung mit dem Hybridsystem auf mehr als 17.000 Euro. In dieser Preisregion gibt es auch schon deutlich größere Kompakte und sogar schon mittlere SUVs.

tob

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Seit 15 Jahren ist die Marke Dacia auf dem deutschen Markt, seit zehn Jahren gibt es das SUV Duster. Anfangs belächelt, jetzt bestaunt. Das steckt hinter dem Erfolg.

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