Autotest Range Rover Sylt
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Ein Fahrzeug für jedes Terrain und mit reichlich Zugkraft: der Range Rover.

Fahrbericht

Test: Mit dem Range Rover Fahrfreude auch abseits der Straße erleben

  • Randolf Leyk
    vonRandolf Leyk
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Der Range Rover war, ist und bleibt ein SUV für Gelände-Autoliebhaber, die mehr wollen als nur einen fahrbaren Untersatz. Wir haben das Modell unter die Lupe genommen.

  • Mit dem Range Rover Fahrfreude und Lifestyle erleben.
  • Range Rover ist auch abseits der Straße verlässlich.
  • Kofferraum eher üpberschaubar, denn opulent.

Natürlich reden wir hier nicht von einem sogenannten Vernunftauto – der Range Rover war, ist und bleibt ein SUV, der ein modernes, luxuriöses Lebensgefühl vermittelt. Zudem ist er mit seiner Geländegängigkeit ein Fahrzeug für wirklich jeden Untergrund und besitzt eine Anhängelast, die mehr als opulent ist.

Business-Class-Rücksitze im Range Rover sorgen für Komfort

Wir konnten das Modell 14 Tage lang testen. In der Ausstattungsvariante „Autobiography“ bieten die Vordersitze eine Massagefunktion, sind 24-fach verstellbar, beheiz- und kühlbar. Hinten dürfen sich Mitfahrerinnen und Mitfahrer über Business-Class-Rücksitze freuen. Die eleganten Rücksitze haben jedoch auch den Nachteil, dass der Kofferraum zwar nicht im Volumen stark sinkt, die Nutzbarkeit mit herkömmlichen Gepäckstücken aber sehr einschränkt.

Die Business-Class-Rücksitze begeistern Mitfahrerinnen und Mitfahrer.

In den Kofferraum passen lediglich zwei große Gepäckstücke

Denn lediglich zwei große Koffer passen hinein. Für alle anderen Gepäckstücke wird es angesichts des trapezförmigen Zuschnitts eng. Eine Familie mit zwei Kindern muss da schon äußerst geschickt packen, wenn sie nicht auch noch eine Dachbox mit dabei haben möchte. Allerdings sitzt man hinten auch äußerst bequem. Die Sitze erinnern an Designer-Ledersessel aus den Häuser DeSede und Walter Knoll. Die Lehnen sind elektrisch verstellbar (wie auch die Mittelkonsole elektrisch ausfährt) und bieten eine breitere sowie tiefere Sitzfläche. Immerhin sind aber auch einige Fahrassistenzsysteme serienmäßig mit an Bord.

In der Ausstattung SVAutobiography gibt es auf Wunsch zusätzliche Sitzplätze. Die sind im Normalfall im Kofferraum verstaut - bei Bedarf lassen sie sich schnell und einfach aufklappen und zu einer komfortablen Sitzgelegenheit für zwei Erwachsene auf dem unteren Heckklappenteil aufbauen. Für Gepäck ist jedoch relativ wenig Platz.

Beladen wiegt der Range Rover deutlich über drei Tonnen

Das Thema Verbrauch ist schnell abgehakt. Bis zu 2,8 Tonnen Leergewicht (beladen mit Anhängerkupplung und Rädern werden es auch schnell 3,3 Tonnen), 4,4 Liter Liter Hubraum und 340 PS machen aus dem neuen Range Rover trotz neuer Motortechnologien kein Spritwunder. Ohne Beladung kann man zwar mit gut acht Litern auskommen, auf der Autobahn zeigt der Bordcomputer aber schnell mal 15 Liter Diesel und mehr an. Die neuen Motoren sollen mit nur noch sechs Zylindern und weniger Hubraum sparsamer sein. Übrigens begeistert auch das Modell „Defender“ als Offroad-Fahrzeug.

Sportlich luxuriöser Innenraum im Range Rover

Im Innenraum geht es sportlich luxuriös und sehr leise zu. Erhaben wirkt das Fahrwerk auf der Autobahn und in der Stadt. Verarbeitet sind (was angesichts des Preises in dieser Klasse selbstverständlich sein sollte) ausschließlich edle Materialien und ein Multimediasystem, das über den sehr großen Touchscreen in der Mitte gesteuert wird.

Sportlich-luxuriös geht es im Innenraum zu.

Ob Schotter oder Sand - der „Landi“ fühlt sich wohl

Wer nicht ausschließlich über den Asphalt gleiten möchte, der hat mit dem Modell erst recht viel Spaß. Über Sand und Schotter lächelt der Range Rover nur müde hinweg. Selbst steile Passagen nimmt er mit lässiger Bravour. Beinahe fühlt es sich an, als wenn der Luxus-SUV an der Seilwinde hochgezogen würde. Ähnlich problemlos geht es durchs Wasser und beim Thema Traktion zu. Schlaglöcher auf der Straße ringen dem RR nicht mal ein Räuspern ab. Der britische Edel-SUV kann also nicht nur elegant, sondern auch genauso sportlich - zwar nicht ganz sportlich wie der F-Type aus dem Schwesterhaus Jaguar - aber immerhin. So werden zum Beispiel Reitfreunde im Vest keine Probleme haben, wenn sie bei der Turnieranreise mit ihrem Zwei-Tonnen-Pferdeanhänger in den tiefen, oftmals matschigen Wiesen feststecken sollten.

Im Gelände macht der Range Rover eine Gute Figur.
  • Range Rover 4.4l SDV8 Autobiography
  • Motor/Getriebe: Verbaut ist ein 4,4-Liter-Biturbo-Dieselmotor mit acht Zylindern, der 340 PS leistet, sowie ein Acht-Gang-Automatikgetriebe. Maximales Drehmoment: 740 Nm bei 1750 - 2250 Umdrehungen. CO2: 219 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp. Das neue Modell (der D350) hat bei 350 PS nur noch sechs Zylinder.
  • Leistung: Höchstgeschwindigkeit 218 km/h (das neue Modell schafft 225 km/h). Von 0 auf 100 km/h: 7,1 Sek. Angegebener Verbrauch: ab ca. 8,4 Liter Diesel (kombiniert). Im Test zeigte der Bordcomputer am Ende 10,1 Liter im Mix. Anhängelast bis 3500 kg.
  • Karosserie: Länge 5,00 Meter, Breite 2,22 Meter (mit Spiegeln), Höhe 1,87 Meter. Leergewicht: (EU) 2.350-2.518 kg (jeweils für das neue Modell).
  • Preise: In der Grundausstattung gibt es den Range Rover aktuell mit den neuen Motoren ab 105.375 Euro. Unser Testfahrzeug kostet inklusive der Extras wie Metallic-Lackierung, Anhängerkupplung, Standheizung und 22-Zoll-Leichtmetallfelgen 153.634 Euro.

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