Der Kia XCeed als Plug-in-Hybrid.
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Der Kia XCeed als Plug-in-Hybrid: Mit Ökostrom ist man noch sauberer unterwegs.

Fahrbericht

Kia XCeed als Plug-in-Hybrid: Die Vernunft entscheidet

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Wenn die Vernunft siegt, dann kann man auch mit dem Kia XCeed als Plug-in-Hybrid die Fahrt genießen: Denn der Crossover aus Korea ist nicht nur sparsam, sondern auch gut ausgestattet.

  • Der Kia XCeed PHEV ist das neueste Mitglied der Ceed-Familie. 
  • Dank der Zuschüsse lassen sich mehr als 7000 Euro sparen. 
  • Bei der Beschleunigung müssen Autofahrer aber Abstriche machen.

Vorurteile über Hybridautos gibt es viele: „Weder Fisch noch Fleisch“, meinen die einen. „Nichts Halbes, nichts Ganzes“, die anderen. Nach zwei Wochen mit dem Kia XCeed PHEV – einem sogenannten Plug-in-Hybrid – haben wir uns ein eigenes Urteil gebildet. Das lautet: „Sowohl als auch.“ 

Kia XCeed: Mit Elektro- und Benzinmotor parallel

Denn der XCeed ist sowohl mit reinem Elektroantrieb zu fahren als auch mit Benzin. Das eröffnet im Alltag zahlreiche Möglichkeiten. Voraussetzung ist allerdings, dass in der heimischen Garage oder unter dem Carport der Zugang zum Stromnetz gegeben ist. Denn der XCeed hat eine maximale elektrische Reichweite von 60 Kilometern. Für viele Pendler im Kreis Recklinghausen eine Distanz, die für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück reichen würde. Das Aufladen dauert an der normalen 220-Volt-Steckdose rund viereinhalb Stunden. An der Schnellladesäule geht es mit rund zweieinhalb Stunden nur unwesentlich schneller – für einen kurzen Aufladestopp während der Urlaubsfahrt jedenfalls zu langsam. 

Das große Display zeigt alle wichtigen Informationen.

Hier zahlt sich das Hybridprinzip aus: Auf der Langstrecke übernimmt der 105 PS starke 1,6-Liter-Benziner die Arbeit. In Kombination mit dem 44,5-kW-Elektroantrieb (60,5 PS) gibt Kia die Leistung des Plug-in-Hybrids mit 141 PS an. Durch das Gesamtgewicht von rund 1600 Kilogramm ist der XCeed PHEV deutlich zahmer als seine Verbrennerkollegen. Wer einen sportlichen Fahrstil bevorzugt, kann diesen zwar per „Sport“-Taste neben dem Automatikhebel auswählen. Doch vernünftig ist das nicht: Denn dann springt der Benziner deutlich früher an, als es sinnvoll ist. Wer hingegen die Vernunft walten lässt und seinen XCeed regelmäßig ans Netz hängt, darf sich überraschen lassen. Selbst Jeep hat jetzt seinem Modell Renegade einen Plug-in-Hybrid spendiert.

Bei überwiegender Fahrt im Stadtverkehr und auf der Landstraße mit Geschwindigkeiten unter 90 km/h lagen wir im Test bei einem Verbrauch von etwa einem Liter Benzin auf 100 km. Ein noch zurückhaltenderer Gasfuß würde den Verbrauch noch weiter senken, allerdings ist der Übergang zwischen Elektro- und Hybridantrieb beim XCeed fließend. Das sorgt im Alltag dann auch mal dafür, dass die Sportlichkeit auf der Strecke bleibt – schont aber Umwelt und Geldbeutel. 

Kia XCeed: Eine Mischung aus SUV und Coupé

Abseits der Technik ist der XCeed eine gelungene Mischung aus SUV und Coupé: Der Fünftürer bietet im Innenraum erstaunlich viel Platz. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen: Ein breiter Bildschirm in der Mitte des Cockpits, ein voll digitales Display hinter dem Lenkrad und die Lederausstattung hinterlassen einen wertigen Eindruck.

Der XCeed PHEV ist in der Einstiegsversion Spirit ab rund 35.000 Euro zu haben. Unser Testwagen in der höchsten Ausstattungslinie Platinum kostet rund 41.800 Euro. Durch den im Frühjahr erhöhten Umweltzuschuss vom Staat (4500 Euro für PHEV) und einen Herstelleranteil (2250 Euro) sowie den AVAS-Zuschuss (100 Euro) sinkt der Nettopreis des Autos – und es ergibt sich ein weiterer Steuervorteil (360 Euro). Insgesamt würde der Preis daher um 7210 Euro sinken.

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