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Baumfällungen in Recklinghausen aufgrund von Bauarbeiten

Recklinghausen - Aufgrund geplanter Baumaßnahmen wurden in den letzten Tagen in Recklinghausen an mehreren Stellen Bäume gefällt. Den Fällungen ging eine genaue Kontrolle der Bäume einher.

Immer wieder müssen infolge geplanter Baumaßnahmen Bäume gefällt werden. Auch in Recklinghausen kam es in jüngster Vergangenheit gleich an mehreren Stellen zu Baumfällungen. Dabei wurde jeder Baum, der gefällt werden sollte, umfassend kontrolliert, um sicherzustellen, dass sich in den Ästen weder lebende Tiere noch Nistplätze befinden.

Betroffen von den jüngsten Baumfällungen waren unter anderem die Vincke Straße rund um die Asylunterkunft sowie das Kleingarten-Gebäude in Nordcharweg. Auch an den Wohnhäusern “Am Südbahnhof” mussten mehrere Bäume weichen, um den geplanten Baumaßnahmen nachgehen zu können. Insgesamt 14 Bäume wurden allein am Südbahnhof ausgesucht.

Weiter ging es in der Uferstraße, wo Bauarbeiten am dort angesiedelten Kindergarten geplant sind sowie an einem in der Bruckterer Straße gelegenen privaten Haus. Wie die Verantwortlichen mitteilen, sollen noch im Herbst dieses Jahres neue Bäume gepflanzt werden. Aufgrund der Baumfällungen kam es in den betroffenen Gebieten zu Einschränkungen.

Auch in vielen privaten Gärten überlegen Hausbesitzer derzeit, ob die eigenen Bäume gefällt werden können. Doch bevor zur Motorsäge gegriffen wird, ist Vorsicht geboten. Zwar fällen die Menschen seit Jahrhunderten Bäume, um das Holz weiterzuverarbeiten, doch um Holz als wichtigen Baustoff zu erhalten, ist die Baumfällung an strenge Anforderungen gebunden.

Im privaten Garten sollte der eigene Baum nur zwischen November und Februar ohne jede Einschränkung dem Boden gleichgemacht werden. Das hat den Vorteil, dass die Bäume in dieser Zeit weniger Wasser im Holz tragen. Gerade wer das Holz als Brennholz nutzen möchte, muss dann weniger Zeit für die Lagerung einplanen. Darüber hinaus fehlen an den Laubbäumen in dieser Zeit die Blätter, wodurch sich die Bäume einfacher fällen lassen. So ist ein deutlich einfacherer Zugang gegeben. Bereits ab dem 1. März bis einschließlich 30. September eines Jahres dürfen Bäume dann nicht mehr gefällt werden. Das ist im Bundesnaturschutzgesetz entsprechend verankert. Grund sind die nistenden Vögel. Sie sollen dadurch geschützt und nicht beim Nisten gestört werden.

Jedes Jahr werden bundesweit tausende Bäume gefällt. Die Gründe sind verschieden, doch Holz ist eines der beliebtesten Baumaterialien der Welt. Dazu kommt, dass es als fossiler Brennstoff wieder entdeckt wird. “Holz ist ein lebendiger Baustoff. Auch nach dem Fällen verändert sich das Holz und arbeitet.”, wie die Experten von gartenbook.de schreiben. Diese natürlichen Veränderungen setzen eine sachgemäße Lagerung voraus. So darf Holz beispielsweise auch nicht zu schnell trocknen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich unangenehme Risse bilden. Baumfällungen sind aber häufig auch aufgrund von Schädlingsbefall erforderlich, um den noch gesunden Bestand zu schützen. So hat der Rekordsommer 2018 zu einer starken Ausbreitung des Borkenkäfers geführt, der vielerorts ganze Fichtenwälder zerstört. Um die gesunden Bäume zu schützen, werden nun Wälder großflächig abgeholzt.

Grundsätzlich müssen gerodete Flächen wieder aufgeforstet werden. Die ideale Zeit zum Pflanzen eines Baums ist der Herbst. Wird ein Baum gepflanzt, braucht er viel Wasser, um seine Wurzeln auszubilden. Im Herbst sind die Niederschlagsmengen deutlich höher als im Sommer. Durch das Pflanzen im Herbst wird der junge Baum von Natur aus mit genügend Wasser versorgt.

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