Die beliebtesten Zahlungsmittel in Deutschland

Wenn es darum geht, welche Zahlungsart die Bessere ist, wird oft heftig diskutiert. Befürworter der Barzahlung argumentieren, ihr Geld plastisch vor sich sehen wollen, wenn sie es ausgeben. Die andere Seite sieht die Zukunft allerdings in der bequemen Methode der Kartenzahlung. Besonders, weil sie in vielen europäischen Ländern bereits das vorherrschende Zahlungsmittel ist. Aber wie sieht das eigentlich in Deutschland aus?

Zahlungsmittel im stationären Einzelhandel

Zum Thema Bezahlung im stationären Einzelhandel gibt es in Deutschland einige verschiedene Studien. Die Ergebnisse sind zwar nicht immer genau dieselben, allerdings fällt auf, dass das Bargeld noch immer das wichtigste Zahlungsmittel ist. Laut einer von 2017 liegt die Barzahlung mit immerhin 51,3 % im Jahr 2016 auf dem ersten Platz. Verglichen mit den Zahlen des Vorjahres, hat die Bezahlung mit Bargeld aber mehr als 1 % verloren. Insgesamt hat der Anteil der Barzahlung am Einzelhandelsumsatz zwischen 1994 und 2016 jedoch bereits etwa 26 % einbüßen müssen.

Auf dem zweiten Platz, mit 45,6 steht mit Abstand die Kartenzahlung. Sie setzt sich aus der Zahlung mit Girocard, SEPA-Lastschrift, Kreditkarte und Handelskarte, sowie der Maestro und V-Pay zusammen. Im Jahr 2015 wurden die kartengestützten Zahlungen mit knappen 178 Milliarden Euro verzeichnet. Im darauffolgenden Jahr stiegen die Umsätze allerdings um 9,1 Milliarden Euro. Somit gewinnt auch die immer weiter an Beliebtheit. Der stärkste Treiber bei der Kartenzahlung ist eindeutig die Girocard, mit 24,6 % - also einem knappen Viertel der gesamten Umsätze.

So möchten die Kunden zahlen

Eine Studie aus dem Jahr 2015 von myMarktforschung macht allerdings klar, dass die Deutschen bei ihrer Bezahlung noch mehr auf die Girocard bauen wollen. Laut dieser Studie liegt die Bargeldzahlung (42,9 %) nämlich mit der Girocard (42,5 %) geradezu gleich auf. Abgeschlagen auf dem dritten Platz steht mit 8,9 % die Kreditkarte. Die mobile Zahlung mit den Handy und die Scheckzahlung landen in der Studie sogar auf weniger als 1 %.

Zukunftsprognose für 2025

Die Bitkom Research stellte im Jahr 2015 eine 10-jahres-Prognose für die Zahlungsmittel im stationären Handel. 2025, so glauben Finanzexperten, soll die Kreditkarte am stärksten verbreitet sein. Mit 67 % steht die Girocard dann an zweiter Stelle und auch die mobile Zahlung per Smartphone soll die 60 % deutlich überschreiten. Das Bargeld befindet sich allerdings hinter der Lastschrift, mit gerade einmal bei 34 %. Der kumulierten Studie zufolge, werden die Umsätze im stationären Handel der Barzahlung also drastisch zurückgehen.

Das beliebteste Zahlungsmittel im E-Commerce

Interessant ist allerdings auch, welches Zahlungsmittel die Deutschen im E-Commerce bevorzugen. Auch hier hat das EHI Retail Institute eine Studie gemacht. Sie umfasst die Jahre 2014, 2015 und 2016 und beschreibt das Angebot von Bezahlverfahren in Online-Shops. Auf den ersten Blick fällt auf, dass im Gegensatz zu den Bezahlungsverfahren im stationären Handel, die Rechnung beziehungsweise Überweisung im Jahr 2016 die Spitze übernimmt, dicht gefolgt von der Kreditkarte. Bis 2015 waren allerdings die Vorkasse und PayPal das bevorzugte Zahlverfahren der Online-Shops. Alle anderen Zahlarten liegen - abgesehen von der Sofortüberweisung im Jahr 2015 - unter den 50 %.

Fazit

In Deutschland ist die Barzahlung noch immer das beliebteste Zahlungsmittel. Allerdings wird diese langsam von der kartengestützten Zahlung abgelöst - so lassen es die verschiedenen Studien erkennen. Besonders beliebt bei der Kartenzahlung ist hier die Girocard. Wird in Deutschland aber nach der präferierten Bezahlungsmethode gefragt, stehen Bargeld und Girocard gleichauf. Auch die Prognose für das Jahr 2025 sieht vor, dass die kartengestützte Zahlung im stationären Handel am stärksten verbreitet sein wird. Das Bargeld hingegen an Bedeutung verliert.

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