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FRANKFURT/MAIN.

Bewerbermangel im Mittelstand: Arbeitgeber-Image wird immer wichtiger

Bewerbermangel macht die Rekrutierung für den regionalen Mittelstand zu einer Herausforderung. Im Fokus zur Lösungsfindung steht das Arbeitgeber-Image.

Qualifizierte Bewerber haben Auswahlmöglichkeiten

Laut Experten muss der Mittelstand bei sich verschärfendem Bewerbermangel langsam umdenken. Prognosen halten den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften mittlerweile für das dringlichste Problem aller kleineren und mittelständischen Betriebe. Bewerber können sich bei entsprechender Qualifikation kaum noch vor Arbeitsangeboten retten. Daher stellen sie zunehmend höhere Ansprüche an zukünftige Arbeitsgeber. Zum einen betrifft das finanzielle Zuwendungen, zum anderen aber auch das Firmenumfeld.

Pluspunkte durch Innovation

Innovative Unternehmen wirken auf potenzielle Mitarbeiter oft ansprechender, aber gleichzeitig kosten Innovationspotenziale Unsummen. Neben Geldern zur Investition in Innovation und Unternehmenswachstum brauchen mittelständische Unternehmer außerdem Wissen. Was sich Arbeitnehmer in ihrer Branche von ihrem Arbeitsplatz wünschen, lässt sich nicht mehr ignorieren. Die Unternehmenskultur spiegelt diese Wünsche idealerweise wider. Beim Employer Branding steht genau das mittlerweile im Mittelpunkt.

Authentizität ist alles

Bei der Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke ist Authentizität laut Experten eines der wichtigsten Prinzipien. Nur solange Unternehmen glaubhaft bleiben, können sie heutzutage noch qualifizierte Bewerber für sich gewinnen. Das gilt insbesondere bei der Employer Value Proposition. Wer sich das eigene Unternehmen vor der Formulierung einer solchen nicht genauestens ansieht, hat bereits verloren. Statt austauschbarer Sätze aus dem Recruiting-Einmaleins beinhalten überzeugende Value Propositions den Unternehmensgeist. Zur Firmenwebsite, etwaigen Jobplakaten und der Stellenbeschreibung passt das Markenversprechen idealerweise bestens. Zur selben Zeit erleichtern gute Value Propositions möglichen Bewerbern die Identifikation mit dem Stellenangebot. Je besser Unternehmer ihre Idealbewerber einzuschätzen wissen, desto stärker gilt dieser Zusammenhang.

Arbeitsgeber-Image beginnt bei der Raumgestaltung


Auf interner Ebene stehen Arbeitgebern im Mittelstand zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgebermarke zur Auswahl. Mitarbeiterzeitungen sind zugegebenermaßen eine eher kostspielige Idee, die größeren Firmen vorbehalten bleibt. Trotzdem beginnt die interne Markenstärkung bereits im Kleineren: so beispielsweise bei der Raumgestaltung oder dem Sozialleistungsangebot. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderprogramme sind interne Markenstärkungsstrategien. Dasselbe gilt für Führungskräftebeurteilungen und Coachings.

Interne Imagestärkung reicht nicht

Extern festigen gelungene Messeauftritte, Hochschulmarketingaktionen und Empfehlungsprogramme die Arbeitgebermarke. Außerdem ist die Nutzung etwaiger Karriere-Webseiten und sozialer Netzwerke heutzutage ein Standard, der ebenfalls Branding-Potenziale bietet. Wer sowohl interne als auch externe Imagestärkung auf Basis einer gutdurchdachten Value Proposition betreibt, hat bessere Zukunftsperspektiven. Trotzdem bleibt die Unternehmensatmosphäre in den eigenen Firmenräumen für Bewerber einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren. Wer potenzielle Mitarbeiter beim Bewerbungsgespräch nicht in einer positiven Atmosphäre willkommen heißt, muss mit Absagen rechnen. Auf einem immer dünneren Bewerbermarkt kann sich das mittlerweile niemand mehr leisten.

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