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Business-Hemd: Das sind die gängigen Kragenformen

Reine Formsache: Die zahlreichen Variationen des Hemdkragens

Das Oberhemd ist fester Bestandteil der Herrenmode und im Freizeitbereich ebenso zu Hause wie in der Business-Wear. Neben unterschiedlichen Schnittformen, Materialien und Designs bestimmt vor allem die Kragenform, für welchen Einsatz sich ein Hemd am besten eignet - oder eben auch nicht. Wer hier richtig liegen will, braucht Hintergrundwissen oder eine hilfreiche Liste wie diese:

Kragenformen von A bis Z
Den einen, den richtigen, den allseits passenden Kragen gibt es nicht. Die Auswahl hängt davon ab, zu welchem Look das Hemd kombiniert wird und ob dieser eine Krawatte und/oder ein Sakko vorsieht. Damit kein falscher Eindruck von Wertig- oder Wichtigkeit entsteht, sind die nachfolgend genannten Kragenformen alphabetisch geordnet:

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Button-Down-Kragen
Diese Kragenform gehört mit Abstand zu den beliebtesten; ist jedoch eher informeller Natur. Das heißt: Ein Hemd mit Button-Down-Kragen passt am besten zu sportlich wirkenden Looks und zu rustikalen Stoffen wie

- Kord
- Denim
- Fischgrat
- Tweed

Die - wenn überhaupt - dazu kombinierte Krawatte sollte den Stil des Ensembles aufgreifen; also ebenfalls leger sein. Das gilt sowohl in Bezug auf das Material als auch hinsichtlich der Bindetechnik. Träger eines Button-Down-Kragens dürfen alles etwas lässiger angehen - niemals aber vergessen, seine Schenkel festzuknöpfen. Des Weiteren gilt es zu beachten, dass er den Blick auf die untere Gesichtshälfte lenkt und markante Formen überbetonen kann. Männer mit einer stark ausgeprägten Kinn-Partie sollten den Button-Down-Kragen daher lieber meiden.

Haifisch-Kragen
Diese Kragenform ist ebenfalls sehr bekannt; wenn auch nicht so populär. Zu erkennen ist sie an den weit gespreizten Schenkeln, die dem oberen Knopf eine große Bühne geben. Da sie das Gesicht breiter und den Kopf gedrungener wirken lassen, ist ein Hemd mit Haifisch-Kragen für kräftig gebaute Herren ungeeignet. Am besten wirkt es an schlanken Männern bzw. im Slim-Fit-Schnitt. Dazu passen schmal gearbeitete Sakkos oder Anzüge und mittelstarke Krawatten. Um den Gesamteindruck nicht zu stören, sollte der Knoten nicht zu breit liegen und der Hemdenstoff keine Glanzeffekte aufweisen.

Kent-Kragen
Spitz, kurz und auf Wunsch ohne Krawatte möglich - diese Aspekte machen Hemden mit Kent-Kragen zu vielseitigen Basics. Sie passen sowohl zum Business-Look als auch zur Freizeitmode und sollten bei unentschlossenen oder unerfahrenen Herren die erste Wahl sein - insbesondere dann, wenn sie ein längliches schmales Gesicht haben. Neben Krawatten und Krawatten-Knoten aller Art nimmt der Kent-Kragen gegebenenfalls auch eine Fliege auf. Die Spitzen seiner Schenkel müssen jedoch immer unter den Revers des Anzugs liegen; anderenfalls gilt der Dresscode als gestört.

Kläppchen-Kragen
Diese Kragenform ist sehr formal und ganz besonderen Anlässen vorbehalten. Die extrem kurzen Schenkel sind knapp unter dem Kinn scharf abgewinkelt und dürfen nur mit einer Fliege kombiniert werden. Daher findet sich der edel wirkende Kläppchen-Kragen ausschließlich an Frack- und Smoking-Hemden - die das dazu gehörende Ensemble erfordern.

Kontrast-Kragen
Hemden dieser Art sind aus farbigem oder farbig gestreiftem Stoff und besitzen einen weißen Kragen. Das verleiht ihnen einen gewissen Bunny-Style - vor allem, wenn sie auch noch weiße Manschetten aufweisen. Im Business-Bereich sind Kontrast-Kragen durchaus erlaubt; sie wirken jedoch stets ein wenig „drüber“ und wecken unwillkürlich Comic-Assoziationen.

Schmaler Kragen
Hier erübrigen sich jegliche Erklärungen. Der schmale Kragen wird seiner Bezeichnung gerecht und darf nur mit „seinesgleichen“ kombiniert werden. Das heißt: die Revers des Sakkos oder Anzugs und die Krawatte müssen ebenfalls schmal gearbeitet sein. Dasselbe gilt für den Knoten, der idealerweise nach Four-in-hand-Methode gebunden sein sollte; also schön sleak.

Tab-Kragen
An den Schenkeln dieses Kragens sitzen kleine Laschen, die unter / hinter dem Krawattenknoten verschlossen werden. Daher wird ein Hemd mit Tab-Kragen immer „komplett“ getragen. Es ist der perfekte Kombi-Partner für Binder aus dünnen weichen Stoffen, da der Tab sie stützt und in Position hält.

Under-Button-Down-Kragen
Dieser Kragen bleibt quasi immer in Form - ob mit oder ohne Krawatte, ob hochgeschlossen oder leicht geöffnet. Möglich machen es zwei winzige, verdeckt angebrachte Knöpfe unter den Schenkeln. Wie sein „großer Bruder“ ist ein Hemd mit Under-Button-Down-Kragen vornehmlich Freizeit-Garderobe bzw. Casual-Look.

Walbusch-Kragen
Diese Kragenform ist nach dem gleichnamigen Hemden-Hersteller benannt, denn er hat sie erfunden. Der Walbusch variiert alle bisher genannten Hemden um ein kleines, aber feines Detail: Er besitzt keinen Verschluss; die Knopfleiste beginnt erst mit dem zweiten Knopf. Dennoch eignen sich Hemden mit Walbusch-Kragen als Business-Wear bzw. Anzug-Partner, denn die Halsöffnung ist entsprechend umgearbeitet.

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