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Champions League: Die Königsklasse geht ins Viertelfinale

Am Freitag, den 15.03.2019 guckte Fussballeuropa gespannt nach Lyon zur Auslosung des Viertelfinales der Saison 2018/2019; insbesondere auf die vier englischen Teilnehmer aus Liverpool, Manchester und London. Das erste Mal seit der Saison 2008/2009 stehen wieder vier Teams unter den letzten 8 Teams der Champions League aus Großbritannien.

Seinerzeit noch mit vier Startern für die ersten 4 Platzierungen aus dem Vorjahr der höchsten englischen Spielklasse, in diesem Jahr durch den Gewinn von Manchester United der Europa League, dem Abbild der Champions League, gingen 5 Mannschaften aus England an den Start. Wie das kürzlich ausgetragene Achtelfinale zeigte, verbirgt sich hinter dem Erfolg der englischen Delegation kein Zufall. Der Erfolg lässt andere europäische Top-Ligen in das zweite Glied rutschen und rückt die Premier League in den Vordergrund.

Der Siegeszug von Pep Guardiolas Citizens über die desolaten Schalker im Achtelfinale zeigt einmal mehr die genommene Entwicklung englischer Teams. Nach einem knappen Sieg im Hinspiel, setzte Manchester City mit ihrem mehr als verdienten 7:0 vor heimischer Kulisse im Rückspiel ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Von den Schalkern war nichts zu sehen und deren Angriffsbemühungen wurden im Keim erstickt. Hinzu erspielte sich die Offensivreihe um Ex-Schalker Leroy Sane ansehnliche Torchancen, welche Sergio Agüero (35.; 38.), Leroy Sane (42.), Raheem Sterling (56.), Bernardo Silva (71.), Philip Foden (78.) und Gabriel Jesus (84.) zum Kantersieg einnetzten. Darüber hinaus unterstreichen die Citizens ihre diesjährigen Ambitionen auf den Champions League Titel durch ihr Duell an der Spitze der Premier League.

Jürgen Klopp beendete die letzte deutsche Hoffnung im Kampf um den Gewinn der Königsklasse. Nach dem 0:0 aus dem Hinspiel an der Anfield Road, galt es für den FC Bayern München die Heimreise anzutreten. Lediglich ein Sieg im Rückspiel hätte die Tür für das letzte im Wettbewerb verbliebene deutsche Team zum Viertelfinale öffnen können, doch das Team der Stunde aus Liverpool hatte etwas dagegen. , defensive Stabilität und schnelles Umschaltspiel, übertrugen die Reds auf den Platz mit Erfolg. Das Rückspiel blieb lange Zeit offen, ehe Sadio Mane (26.) den Führungstreffer für die Engländer markierte. Durch das Eigentor von Innenverteidiger Joel Matip (39.) vor der Pause keimte nochmal Hoffnung auf, ehe van Dijk (69.) und erneut Sadio Mane (84.) das Schicksal der deutschen Mannschaften besiegelte. Für die Reds geht somit die Reise weiter in der Königsklasse, ob es erneut bis ins Finale geht, wird sich zeigen. Die Leistung national wie international können die Fans von Liverpool jedoch positiv stimmen.

Marcus Rashford markierte in der 4. Minute der Nachspielzeit das 1:3 im Pariser Prinzenpark und egalisierte somit das 0:2 aus dem Hinspiel. Durch die Anzahl der geschossenen Auswärtstore bedeutet das späte 3:1 das Aus für das Pariser Star-Ensemble um Kylian M’bappe und den Viertelfinaleinzug für Manchester United. Somit geht es auch für das zweite Team aus Manchester in der Champions League weiter. Der Wechsel von Trainer José Mourinho auf Ole Gunnar Solskjaer brachte auch den nationalen Erfolg zurück nach Old Trafford. Manchester zeigt sich aktuell zumindest in der Premier League sehr stark. Die Quoten der Buchmacher auf der Vergleichsplattform zeigen einen deutlichen Vorsprung vor Liverpool sowie den anderen Teams und deuten so zumindest auf einen Erfolg zu Hause hin. Ein eindrucksvoller Sieg gegen das in der Ligue 1 erfolgsverwöhnte Paris Saint-Germaine und dann auch noch als Gast im Wohnzimmer von Neymar und Co. unterstreicht die neu gewonnene Stärke.

Nach einem verdienten 3:0 Sieg im Hinspiel, markierte der Top-Torjäger der Spurs, Harry Kane (48.), den Siegtreffer zum 0:1 im Dortmunder Signal Iduna Park und besiegelt somit das Aus des Ballsportvereins Borussia Dortmund. Souveräne mannschaftliche Geschlossenheit und Disziplin verhalfen den Tottenham Hotspurs zum verdienten Einzug ins Viertelfinale.

CR7 stemmt sich mit Dreierpack gegen das Aus im Achtelfinale und lässt Juventus Turin ausrasten. Einmal mehr zeigte Cristiano Ronaldo, zu was er im Stande ist. Das 2:0 aus dem Hinspiel für Atletico Madrid ließ der alten Dame keine andere Wahl, außer alles auf Sieg zu setzen. Die Italiener spielten von Beginn an mutig auf. Anfangs konnte die spanische Abwehr dem Sturmlauf noch Stand halten, danach enttäuschte Atletico auf ganzer Linie. Der Angriff um Antoine Griezmann und Alvaro Morata konnte nicht für die nötige Entlastung und Gefahr im Turiner Strafraum sorgen. Juve hingegen spielte voller Tatendrang. Erst bedient Bernardeschi (27.) dann Cancelo (49.) den Portugiesen, der dem slowenischen Rückhalt Jan Oblak beide Male keine Chance ließ, ehe Ronaldo einen Elfmeter zum 3:0 Sieg verwandelte. Mit 18 Punkten Vorsprung führt man die Tabelle der Serie A vor SSC Neapel an. Mit einer solchen Energieleistung und einem Cristiano Ronaldo in dieser Verfassung meldet Juventus Turin zurecht ihren Anspruch auf den Gewinn des Henkelpotts.

Der FC Barcelona blieb trotz des 0:0 auswärts bei Olympique Lyon aus dem Hinspiel in der Favoritenrolle. Fehlende Effizienz im letzten Drittel hielt für Lyon die Hoffnungen auf das Viertelfinale am Leben. Im Rückspiel machten dann Lionel Messi (17., 78.), Philippe Coutinho (31.), Piqué (81.) und Ousmane Dembele (86.) den Deckel drauf. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 2:1 von Lucas Tousart (58.) nichts.

Der Titelverteidiger scheidet trotz 1:2 aus dem Hinspiel mit 1:4 vor heimischer Kulisse aus dem internationalen Wettbewerb aus. Real Madrid blieb glanzlos, es fehlte an Ideen und Frische. Bereits zur Halbzeit stand es 0:2 aus Sicht der Spanier. Ajax Amsterdam war wacher und kaltschnäuzig vor dem Tor von Thibault Courtais. So musste er bereits früh hinter sich greifen, als Hakim Ziyech (7.) den frühen Führungstreffer markierte. David Herres (18.), Dusan Tadic (62.) und Lasse Schone (72.) legten nach. Marco Asensio sorgte für Ergebniskosmetik (70.). In einem aufregenden Rückspiel mit VAR-Entscheidungen, Lattentreffern und Traumtoren errang der Underdog aus Amsterdam ein am Ende völlig verdienten Auswärtssieg und kann weiterhin vom Champions League Titel träumen.

Auch AS Rom erwischte es eiskalt im portugiesischen Estádio do Dragao. Das Hinspiel konnten die Italiener noch mit 2:1 für sich entscheiden. Im Rückspiel ging es dann durch ein 2:1 nach regulärer Spielzeit in die Verlängerung, wo die Portugiesen das bessere Ende für sich behielten. Alex Telles machte in der 117. Spielminute alles klar und führte den FC Porto erfolgreich durch das Achtelfinale.

Der Kampf um den diesjährigen Champions League Titel bleibt spannend. Einige große Teams sind bereits ausgeschieden, weshalb sich die Großen vor den vermeintlichen Underdogs in Acht geben müssen.

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