Chartanalyse - Das sind die wichtigsten Indikatoren

Pünktlich um acht Uhr abends startet die Tagesschau und am Ende der Sendung gibt es einen Überblick über die Börse. Dabei steht vor allem der DAX im Fokus. Der deutsche Aktienindex ist die Bewertung der dreißig größten deutschen Kapitalgesellschaften am Finanzmarkt. Dieser wird genauso wie der Währungskurs von Euro und amerikanischen Dollar in einem Diagramm anzeigt. Dieses zweidimensionale Diagramm wird als Chart bezeichnet und das Mittel, um die Vergangenheit eines Finanzproduktes am Markt anzuzeigen aber gibt auch Auskunft über die zukünftige Entwicklung. Die Analyse des Charts ist das Alpha und das Omega, wenn es um den Handel geht. In diesem Artikel wird die Chartanalyse einmal genauer erklärt und die wichtigsten Einflüsse und Indikatoren dazu genannt.

Das Chart zeigt die Vergangenheit und weist die Zukunft

Der Chart sieht folgendermaßen aus. Es gibt zwei Balken, eine X-Achse und eine Y-Achse. Die horizontale Achse zeigt die zeitliche Spanne an, die vertikale definiert den Wert. So kann man sofort sehen, wo der Währungskurs von Euro und US Dollar aktuell liegt, wo dieser am Morgen des Tages lag oder auch wie der Stand vor drei Monaten war. Wenn es um den Chart und dessen Erklärung geht wird oft der Vergleich zu einem Buch oder einem Geschichtslehrer gezogen. Auf Basis der Vergangenheit, welche ausgiebig bis hin zur Gegenwart betrachtet und analysiert wird, werden Prognosen für die Zukunft entwickelt. Dazu gibt es mittlerweile automatische Analysetools, welche voll und ganz automatisch das Chart und andere Faktoren bewerten und Prognosen ausgeben. Eine Erklärung dieser kommt später noch, aber vorab kann gesagt werden, dass diese auf von Menschen entwickelten Analysen basieren. Diese wiederum basieren auf Selbstverständlichkeiten. Wenn beispielsweise ein Kurs über eine lange Zeit steigt und steigt, geht man davon aus, dass er irgendwann fallen muss. Es lassen sich Muster und Grenzen erkennen, wodurch sich eine zielgerichtete Prognose für die künftige Entwicklung des Marktes definieren lässt.

Die klassische Analyse des Charts

Wie zuvor erwähnt sind die technischen Analysetools dazu da, um den Markt besser zu verstehen und vorhersehen zu können. Der Chart ist die Basis dafür, indem er einen Überblick verschafft. Wie der Geschichtslehrer, der auf der Basis von vergangenen Ereignissen ebenfalls Erwartungen kreieren kann, funktioniert das auch beim Chart. Eine sehr häufig genutzte Chartanalyse ist sind die Unterstützungs- und Widerstandslinien. Diese geben Trends vor, indem sie wie eine Grenze den Kurs einrahmen. Damit fällt es leichter, den Kurs vorherzusagen und zu bestimmen. Man kann somit davon ausgehen kann, dass der Kurs beispielsweise die Unterstützungslinie, welcher die untere Linie darstellt, nicht durchbricht, weil es das absolute Minimum ist. Es gibt aber unterschiedliche Auslegungen dazu. Beispielsweise stellt die Widerstandslinie, welche die obere Linie, also das Maximum ist, ebenfalls die Grenze dar, welche nicht durchbrochen wird. Ist der Markt aber sehr liquide, also weist eine hohe Volatilität auf und äußere Einflüsse weisen auf einen steigenden Kurs hin, kann ein häufiges Annähern an die Widerstandslinie darauf hindeutet, dass diese sehr bald durchbrochen wird.

Die Auswahl an Chartanalysen

Die gerade eben erklärte Analyse mit den Linien, welche einen Widerstand oder eine Unterstützung des Kurses definieren, ist nur eine von vielen. Betrachtet man das Chart eines Währungskurses oder den Wert einer Aktie, sind Trends zu sehen. Also eine Richtung in die sich der Kurs auf lange Sicht entwickelt hat. Man darf dabei nie vergessen, dass das immer die Vergangenheit bis zum aktuellen Zeitpunkt ist. Angaben, wie der Kurs in Zukunft aussehen wird, gibt es nicht. Dazu kommt noch, dass allein die Erwartung, dass der Kurs hochgehen wird, den Kurs steigen lässt. Das liegt daran, das falls die Investoren von einem bullischen Trend ausgehen, steigen diese in das Geschäft mit ein, andere Teilnehmer werden darauf aufmerksam und der Kurs wächst. Aber zurück zum Chart. Betrachtet man nun den Wechselkurs EUR/USD in der Zeitspanne von einem Jahr, sind Langzeitentwicklungen zu erkennen. Diese Bewegungen kann man in Kanäle fassen. Diese Kanäle geben auf dem Chart einen Einblick über die allgemeine Richtung des Kurses. Der Kurs steigt und fällt in jeder Millisekunde, betrachtet man den Kurs aber von weiter weg, wird klar, was der Preis auf lange Sicht wirklich macht.

Welches Tools ist das richtige

Wie bereits erwähnt gibt es mehrere Tools für die Chartanalyse. Allesamt sind dazu da, um das gesamte Chart in einer Aussage zu vermitteln. Ob das nun der gleitende Durchschnitt des Kurses ist, welcher ständig einen Mittelwert berechnet, wodurch die Erwartungen und Prognosen erstellt werden. Oszillatoren messen die stärksten Kursbewegungen sowie die Geschwindigkeit einer Trendbewegung. Darunter fällt eines der wohl bekanntesten Chartanalysen überhaupt, der Relative Strength Index, oder einfach kurz RSI genannt, welcher aussagt, dass falls der durchschnittliche Wachstum den durchschnittlichen Rückganz des Kurses wieder und wieder übertrifft, dann wird davon ausgegangen, dass der Kurs fallen wird. Das funktioniert in die andere Richtung genau so, aber natürlich gegensätzlich. Welcher von den vielen Chartanalysen die richtige ist, kann nicht einfach festgelegt werden. Die Märkte und Finanzprodukte brauchen unterschiedliche Analysen. Auch der zeitliche Aspekt spielt dazu eine Rolle. Deshalb kommen bei professionellen Tradern auch mehrere Analysetools gleichzeitig zum Einsatz. Das praktische an diesen Tools ist deren einfache Verwendung.

Der Broker ist entscheidend

Die Tools zur Chartanalyse sind in der Regel ein fester Bestandteil im Angebot der online Broker. Wie gerade erwähnt, sind die Chartanalysen simpel in der Anwendung. Das wirkliche schwierige ist, die Entstehung, die Entwicklung und die Interpretation eines Analysetools. Nachdem das Tool aber in der Regel in einer Sparte am Chart aufgelistet sind und es nach der Auswahl den Teil der Analyse und Prognose übernimmt, muss man es nicht unbedingt verstehen. Müssen heißen aber nicht können und das ist vor allem beim Trading ein wichtiger Punkt. Denn es ist selbstverständlich, dass das umfassende Wissen sowie die Kompetenz, die Chartanalysen zu verstehen und somit wirklich zu einhundert Prozent anwenden zu können, von großem Vorteil sind. Wissen und Erfahrungen sind ausschlaggebend für den Erfolg am Finanzmarkt. Auf Plattformen wie sind nicht nur alle Broker samt Details und Testergebnissen aufgelistet, sondern auch umfangreiche Informationen über das Thema Trading, Analysetools, Strategien, Tipps und Tricks nachzulesen. Auf dieser Basis können Neueinsteiger schnell und einfach recherchieren, sofort erfolgreich am Markt agieren als auch einen qualitativ guten Broker auswählen, welcher die Chartanalysen samt Erklärungen und Anwendungsbeispielen darbietet.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Waltroper Pannen-Brücke kann offenbar noch in diesem Jahr freigegeben werden
Waltroper Pannen-Brücke kann offenbar noch in diesem Jahr freigegeben werden
Fridays for Future:  150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Fridays for Future:  150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter

Kommentare