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Der Umgang mit dem Hausmüll: Bequem oder gewissenhaft?

Der Umgang mit dem Hausmüll: Bequem oder gewissenhaft?

Wir haben uns daran gewöhnt, dass es immer eine Lösung für unseren Abfall gibt. Im Zweifel landen Dinge eben in der Restmülltonne. Die öffentliche Müllentsorgung ist so selbstverständlich wie das fließende Wasser aus dem Hahn oder die Stromversorgung. Wie wichtig sie ist, fällt erst dann auf, wenn sie ausfällt, bei einem Streik zum Beispiel. Wohin nun mit Katzenstreu, Windeln oder verdreckten Verpackungen?

Die gute Nachricht: Heute wandert nur noch halb so viel in den Restmüll wie vor 35 Jahren. Das liegt daran, dass der Müll heute besser getrennt wird. Die schlechte Nachricht: Es landet immer noch zu viel im Restmüll, das dort eigentlich nicht hingehört. Und insgesamt ist das Müllaufkommen aus den Haushalten im Vergleich zu 1985 sogar um ein Viertel gestiegen. Das zeigen die neuesten Zahlen des Umweltbundesamtes.

Müllvermeidung - leichter gesagt als getan

Warum wächst diese Menge immer weiter, und warum fällt es so schwer, Müll zu verringern? Schließlich lernen heute schon die Kinder, dass Müll am besten gar nicht erst anfallen soll. Sie gehen mit wiederverwendbaren Brotdosen in die Schule und trinken aus verschließbaren Trinkflaschen statt aus dem Tetrapak. Leider ist Müllvermeidung nicht so einfach. Die meisten Lebensmittel sind aus hygienischen Gründen gar nicht ohne Verpackung erhältlich. Andere Dinge müssen verpackt werden, damit sie auf dem Weg zum Kunden nicht beschädigt werden. Wer häufiger online bestellt, sitzt schnell auf einem großen Berg von Pappkartons, Luftpolsterfolie und anderem Füllmaterial.

Pappkartons ohne Beschichtung dürfen in die Papiertonne. Luftpolsterfolie aus Kunststoff kommt in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne. Das wissen die meisten. Doch immer wieder gibt es Situationen, wo Menschen unsicher sind, wie ein Gegenstand entsorgt werden soll - und ihn in die Restmülltonne werfen. Und so kommt es, dass pro Einwohner in Deutschland immer noch 128 Kilogramm Restmüll im Jahr anfallen.

Was darf in den Restmüll?

In Kürze: In den Restmüll gehören Dinge des täglichen Bedarfs, die nicht wiederverwertbar, nicht recycelbar, nicht giftig, aber auch nicht zu groß oder schwer sind. Ausführliche, detaillierte Auflistungen gibt es unter anderem in den Kommunen. Wer seine Apfelbutzen oder Kaffeefilter über den Restmüll entsorgt statt in der Biotonne, vergrößert die Müllmenge überflüssigerweise, denn diese Dinge könnten sinnvoller kompostiert oder zu Biogas vergoren werden. Geraten alte Batterien über die Restetonne in die Müllverbrennungsanlage, werden dort Schadstoffe frei - aber wertvolle Metalle wie Aluminium, Lithium und Silber, die beim Recycling wiedergewonnen werden könnten, gehen verloren.

Recycling schont Ressourcen

Es ist selbstverständlich auch viel einfacher, den defekten Mixer und das Ladegerät des alten Handys mal schnell in der Tonne verschwinden zu lassen, als bei Gelegenheit zum Wertstoffhof zu bringen. Doch beim Recycling geht es nicht nur um Müll verschwinden lassen, sondern auch darum, die begrenzten Ressourcen dieses Planeten sinnvoll einzusetzen. Um das Aluminium, Lithium oder Kupfer für neue elektronische Geräte aus dem Boden zu gewinnen, sind aufwendige Verfahren nötig. Es ist ein massiver Eingriff in die Natur, und es fallen dabei teilweise giftige Abfallstoffe an, die auch irgendwo entsorgt werden müssen. Dagegen ist der Weg zum Recyclinghof wiederum viel einfacher.

Am wenigsten problematisch zu entsorgen ist Müll, der gar nicht erst anfällt - und dabei kann man auch noch bares Geld sparen. Zum Beispiel, indem man das Schnäppchen im Ladenregal stehen lässt, das man es eigentlich gar nicht braucht, und wenn der Preis noch so verlockend ist. Schon ist eine Verpackung weniger zu entsorgen und es bleibt auch noch Platz im Regal.

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