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Deutsche Maschinenbauer: Weltweit auf Rang drei

Deutsche Maschinen haben global einen hervorragenden Ruf: Auf dem internationalen Treppchen befinden sich Geräte Made in Germany zum wiederholten Mal auf Platz drei. Der anhaltende Erfolg im Ranking spiegelt sich auch bei Umsatz und Wachstum wider.

Eine Branche mit vielen Facetten 

Sie bauen Werkzeugmaschinen auf Weltniveau, entwickeln Lösungen für die Autoindustrie oder haben sich auf Seilwinden, Hebezeuge und Lastaufnahmen spezialisiert: Die Rede ist von Unternehmen wie DMG Mori, Benteler und Transprotec. DMG Mori, vor über 140 Jahre gegründet, ist mit seinen Produkten global unterwegs, bei Benteler handelt es sich um ein Familienunternehmen in vierter Generation. Transprotec ist ein Spezialist für Seilwinden, Elektroseilwinden und Kettenzüge, der zudem die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften an Lastaufnahmemitteln und Kranen prüft. 

Trotz ihrer unterschiedlichen Produkte, Dienstleistungen und Positionierungen haben diese Unternehmen eines gemeinsam: Sie sind Teil der deutschen Maschinenbaubranche, dem im vergangenen Jahr weltweit größten Hersteller nach China und den USA. 

Dritter Platz mit Umsatzplus 

Boom trotz Brexit und Trump: 2018 haben die deutschen Maschinenbauer ihren dritten Platz im globalen Ranking erfolgreich verteidigt, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in der Broschüre „Maschinenbau in Zahlen und Bild 2019“ bekannt gibt. Deutschland hält diesen Rang seit 2013. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 297 Milliarden Euro. Laut VDMA kamen elf Prozent des globalen Umsatzes aus Deutschland. 

Der weltweite Gesamtumsatz mit Maschinen und Anlagen betrug im vergangenen Jahr 2,6 Billionen Euro, ein Zuwachs um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weltgrößter Hersteller ist China, mit einem Gesamtumsatz von 856 Milliarden Euro und einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Land ist bereits seit 2009 Spitzenreiter. 

Auf Platz zwei rangieren die USA, auf den Plätzen vier und fünf Japan und Italien. Die Top 5 machen 72 Prozent des globalen Umsatzes unter sich aus. 

Gestiegene Exportzahlen in Euroland 

In Europa standen die Zeichen 2018 auf Wachstum: Es wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 101,6 Milliarden Euro in europäische Länder exportiert. Die Exporte in Euro-Partnerländer wuchsen gegenüber 2017 um 6,3 Prozent, die Ausfuhren in EU-28-Länder sogar um 6,6 Prozent. Die Exporte nach Übersee stiegen ebenfalls: nach China um 9,6 Prozent und in die USA um 7,1 Prozent.

Größter Arbeitgeber der Industrie

Wachstum war auch bei der Belegschaft zu verzeichnen: 2018 haben die deutschen Maschinenbauer mehr als 33.000 Arbeitnehmer neu eingestellt. Das führte zu einer Branchenrekordzahl von etwa 1.065.000 Beschäftigten national. Der Maschinenbau ist damit der größte industrielle Arbeitgeber Deutschlands. 

Bei den Auftragseingängen verzeichnete die Branche gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von fünf Prozent. Die Nachfrage stieg im In- wie Ausland. Aufträge aus dem Euroraum nahmen 2018 um fünf Prozent zu, Länder mit anderen Währungen bestellten drei Prozent mehr Maschinenware. Somit konnten sich die Hersteller das zweite Jahr in Folge über ein Auftragsplus freuen.

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