Deutscher Fußball – vom Zeitvertreib zum Meistertitel!

Die deutsche Bundesliga fesselt Woche für Woche tausende Fans in den Stadien der Republik. ist ohne Frage die beliebteste Sportart in Deutschland. Unzählige Interessierte verfolgen die Spiele und fiebern mit ihren Lieblingsspielern und Teams mit. Rund 8 % der deutschen Bevölkerung sind selbst Mitglied in einem Verein.

Die ersten Belege für deutschen Fußball finden sich in den Aufzeichnungen von Gymnasien. Genauer in deren Schulsport. 1873 kam Fußball aus dem heutigen Großbritannien nach Deutschland. Wenige Jahre zuvor wurde die Football Association (Fußball Verband, kurz FA genannt) gegründet. In Deutschland war Sport nur etwas für gebildete Menschen. In Turn- und Sportvereinen wurde in einer Gruppe zusammen Sport betrieben. Ziel war es, intelligenten jungen Menschen Disziplin, Zusammenarbeit und Gruppenharmonie beizubringen. Fußball als Sportart passte da natürlich perfekt in diese Ideologie.

Trotzdem wurde der Sport lange verteufelt. Wohl auch, weil neben dem Team auch die einzelnen Spieler im Fokus standen. Fußball wurde sogar in offiziellen Sportvereinen verboten. Ein Lehrer namens Konrad Koch stellte ein Regelwerk zusammen, welches Fußball ab 1875 eine Existenzgrundlage lieferte. Koch gründete noch im selben Jahr den ersten Fußballverein Deutschlands.

Nach der Gründung der ersten Vereine im späten 19. Jahrhundert wurde mehrfach der Versuch unternommen, in Deutschland professionelle Ligen zu organisieren. Es gab mehrere gleichrangige Ligen, die als Bezirksliga oder Gauliga bezeichnet wurden. 1903 wurden erstmals die besten der kleinen Bezirke zusammengetragen und spielten in einer Endrunde der deutschen Meisterschaft gegeneinander.

Diese Teams spielten nach unterschiedlichen Leistungsanforderungen, wodurch das Niveau niedrig angesetzt wurde. Die regionalen Teams äußerten ihren Unmut über diese Bedingungen und die Zersplitterung der Ligen. In Norddeutschland bildeten sich aus diesen Entwicklungen heraus eigene Spitzenklassen, aus denen 6 feste Ligen entstanden.

1932 entstand der Wunsch nach einer sogenannten „Reichsliga“ seitens des damaligen DFB-Präsidenten Felix Linnemann. Das Modell sollte durch ein großes Turnier aus den besten deutschen Ligen einen Deutschen Meister küren. Der Vorschlag wurde abgelehnt, aufgrund von innenpolitischen Unruhen in den Jahren 1932/1933.

Mit der Einführung des Ligasystems durch die 1962 gegründete Bundesliga wurden nationale Turniere zum Zentrum der deutschen Fußballbegeisterung. 16 Mannschaften traten zur ersten Saison 1963/1964 an, der 1 FC Köln ging daraus als Sieger hervor.

Seitdem ist die deutsche Bundesliga gewachsen. Zwei weitere Ligen kamen dazu. Neben der Weltmeisterschaft und anderen internationalen Wettbewerben sind besonders die erste und zweite Bundesliga ein immer wiederkehrendes Highlight für Fußballfans. 18 Teams treten gegeneinander an, der Sieger qualifiziert sich für höhere Turniere oder steigen in tiefere Ligen ab.

Das erfolgreichste Team mit bisher 27 gewonnenen Bundesligameisterschaften ist der FC Bayern München. Dahinter folgen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach mit je 5 gewonnenen Bundesligatiteln. Aber die Bundesliga steht heute nicht nur für Wettkampf und Bestleistungen, sondern auch für Zusammenhalt und Einheit.

Heute ist Fußball oft mehr, als nur ein Hobby für die Zuschauer. Fußballwetten dominieren zunehmend Sportwetten-Markt. In einem Interview erzählte Evgeny Krinitsyn, ein Sportwettenanalyst von , von einer sehr außergewöhnlichen Wette: Die Quote, dass Bayern München NICHT die Bundesliga gewinnt, liege bei 6.00. Durch Abschätzen und Wetten im richtigen Zeitpunkt können Fußballenthusiasten viel Geld verdienen.

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