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Digitales Lernen ist auf dem Vormarsch!

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung einen erheblichen Vorschub geleistet, denn plötzlich wurden digitale Medien in Schulen wieder zu einem Thema. Selbst die kleinste Grundschule hatte jetzt eine Online-Plattform mit dem neusten Lernmaterial oder mit Hausaufgaben. Andere Schulen hingegen unterrichteten mit Videokonferenzen. Doch wie werden sich die heutigen Maßnahmen für die Zukunft auswirken?

Wird digitales Lernen jetzt zum Standard?

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Ende April bezüglich der Coronakrise ein 500-Millionen-Programm für die Sofortausstattung von Schulen beschlossen, wodurch bedürftige Schülerinnen und Schüler beim digitalen Unterricht unterstützt werden sollen. Allerdings werden aus den Fördergeldern auch Mittel für professionelle Online-Lehrangebote bereitgestellt.

Durch die Fördergelder in Höhe von 500 Millionen Euro wurde das digitale Lernen so gefördert, wie noch nie zuvor. Das hat auch Auswirkungen auf die Zukunft, denn plötzlich sind Lernmodelle auch abseits der Schule denkbar. Die Bildung ist immerhin ein hohes Gut sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für das Land.

Bundesländer haben die Digitalisierung verschlafen

Die Corona-Pandemie hat massive Probleme in der Digitalisierung von Schulen aufgedeckt. Niemand hatte sich zuvor hierüber Gedanken gemacht und als plötzlich aufgrund von Corona die Einrichtungen geschlossen wurden, standen beinahe alle Schulen vor einem massiven Problem.

Es gab zwar den Ausbau von smarten Tafeln oder Beamern, aber keine Anstrengungen für eine gemeinsame Lernplattform, worüber gegebenenfalls auch Dokumente und Anweisungen zwischen Lehrer und Schüler ausgetauscht werden können.

Somit blieb für viele Schüler nur die Möglichkeit einer Videokonferenz über den Dienst Zoom. Doch dieser sorgte Anfang April aber für schlechte Nachrichten, weil schwere Sicherheitslücken öffentlich gemacht worden sind. Wieder wurde es schwer, eine passende Lösung zu finden, denn eine zentrale Lösung von der Schulverwaltung oder vom Ministerium gibt es nicht. So wurde der Ruf nach einer bundesweiten und einheitlichen Lernplattform größer.

Schulöffnungen bremsen digitales Lernen?

Die Schulen haben in Deutschland wieder offiziell geöffnet, allerdings werden hierbei Lerngruppen gebildet. Die Schüler wechseln sich teilweise tageweise oder wochenweise ab. Doch auch hier kommt es erneut zu Problemen, denn sollte ein Lehrer oder Schüler mit einer Infektion bekannt werden, dann wird die Schule wieder geschlossen. Somit kann nicht behauptet werden, dass das digitale Lernen nun wieder obsolet wird.

Ist Homeschooling wirklich effizient?

Das Homeschooling wird zu einem Ärgernis für Eltern, denn viele Elternteile sind davon überzeugt, dass das digitale Lernen überhaupt nicht funktioniert. Doch stimmt das? Was ist digitales Lernen überhaupt? Was sagen Studien über die neue Unterrichtsmethode?

Virtuelle Klassenräume

Ein virtuelles Klassenzimmer ermöglicht es, dass ein Lehrer gar hunderte Schüler unterrichten kann. Somit kann effizienter gelernt werden, denn ein Personalmangel kann somit nicht vorherrschen. Zudem kann jeder völlig ortsunabhängig lernen und eben auch dort, wo sich die Person jeweils am wohlsten fühlt.

Unter dem digitalen Lernen fallen aber auch neue Technologien wie Virtual Reality und Augmented Reality. Schülern wird hierüber eine Interaktion mit den Lerninhalten ermöglicht. Der Inhalt wird damit greifbar und auch verständlicher.

Doch der eigene Vorteil verbirgt sich als Nebeneffekt, denn die Medienkompetenz wird gehoben. Heute befinden wir uns in einem digitalen Zeitalter und jeder wird mit dem Internet konfrontiert. Eine Förderung in diesem Bereich ist sinnvoll für den späteren Arbeitsalltag.

Studie: Homeschooling verläuft heute noch nicht optimal

Eine Studie hat offenbart, dass es zu einer erheblichen Belastung vor allem für die Mütter gekommen ist. Die Studie basiert auf 2.216 Datensätzen mit Fragen, welche von den Eltern über ein Online-Formular ausgefüllt worden sind. Die Ergebnisse sind enttäuschend, denn das Homeschooling verläuft in Deutschland nicht optimal.

Das zeigt, dass die Lernmethoden über neue und vielleicht eigene Plattformen geschehen muss, sodass die Elternteile nur noch einen prüfenden Blick hierauf werfen müssen. Ein Online-Unterricht mit der Lösung der Arbeitsaufgaben über eine zentrale Systemanbindung erscheint somit sinnvoll. Sofern die Antworten sogar noch automatisch über eine künstliche Intelligenz geprüft werden, kommt es obendrein noch zu einer Entlastung für das Lehrpersonal.

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