E-Bike oder Pedelec: Welches Konzept ist für wen die bessere Wahl?

Die Fahrradbranche jubelt: Der Absatz von Fahrrädern, die zusätzlich mit einem Elektromotor ausgestattet sind, kann Jahr für Jahr erhöht werden - auf zuletzt 720.000 E-Bikes in 2017. Im Jahr 2012 konnten mit 380.000 elektrisierten Fahrrädern gerade einmal etwas mehr als die Hälfte an den Mann oder die Frau gebracht werden. Käufer müssen sich allerdings mit der Frage auseinandersetzen, ob ein benötigt wird oder ein Pedelec ausreicht. Worin liegen die Unterschiede?

Worin sich Pedelec und E-Bike unterscheiden

In den Medien werden die beiden Begrifflichkeiten "E-Bike" und "Pedelec" häufig synonym verwendet - eigentlich ein Fehler, denn die Unterschiede sind vor allem in rechtlicher Hinsicht erheblich. Wenn von einem E-Bike gesprochen wird, dann ist damit in der Regel in Wirklichkeit das Pedelec gemeint. Bei letzteren handelt es sich um scheinbar konventionelle Fahrräder, bei denen ein Elektromotor den Tretvorgang unterstützt. Je kräftiger Sie in die Pedale treten, desto enthusiastischer fällt auch die Unterstützung des zusätzlichen Motors aus. Aus diesem Grund sind Motorleistungen von 250 W, wie sie bei vielen Pedelecs üblich sind, auch vollkommen ausreichend. Diese Kategorie wird rechtlich gesehen wie ein konventionelles Fahrrad behandelt, was für Sie als Nutzer einige Vorteile mit sich bringt. Eine Zulassungspflicht besteht ebenso wenig wie die Notwendigkeit einer Haftpflichtversicherung, auch ein Helm muss nicht zwangsläufig getragen werden - wenngleich dies natürlich sinnvoll ist. Zudem können Radwege genauso verwendet werden, wie dies bei einem konventionellen Fahrrad der Fall ist. Die Kollegen von Home and Smart haben sich ein wenig ausführlicher mit einem Vergleich der beiden Konzepte auseinandergesetzt, sofern Sie auf der Suche nach weiteren Informationen sind.

]Vollkommen ohne Muskelkraft: beim E-Bike übernimmt der Motor den Antrieb vollständig

Ein echtes E-Bike hingegen kann vollkommen ohne Muskelkraft bewegt werden - genauso wie ein Roller oder ein Mofa. Abgesehen davon, dass ein Fahrrad die technische Basis liefert und der Antrieb elektrisch erfolgt, gibt es prinzipiell keine Unterschiede im Vergleich zu einem konventionellen motorisierten Zweirad - zumindest in rechtlicher Hinsicht. Konkret bedeutet dies, dass bei einer Geschwindigkeit von mehr als 6 km/h eine Haftpflichtversicherung wie bei einem Roller notwendig wird. Bis zu einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gelten diese Zweiräder als Leichtmofa. Fahrradwege dürfen dennoch nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich auch für Motors freigegeben sind. Welche Vor- und Nachteile bieten beide Konzepte?

Pedelec:

  1. großes Produktangebot
  2. rechtliche Gleichstellung mit dem Fahrrad
  3. vergleichsweise geringe Kosten
  4. Nutzung auch mit leerem Akku möglich
  5. auf das Treten kann nicht verzichtet werden

E-Bike:

  1. hoher Fahrkomfort ohne Kraftaufwand
  2. höhere Geschwindigkeit als mit dem Pedelec erzielbar
  3. im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sehr günstig
  4. Versicherungspflicht
  5. nicht jeder Fahrradweg kann verwendet werden
  6. nur mit Akku nutzbar

Fazit: Eine Frage des Einsatzzwecks

Welches Konzept ist nun das bessere? Pauschal lässt sich eine solche Antwort natürlich nicht geben, es kommt auf die jeweiligen Anforderungen an. Wer regelmäßig längere Strecken absolviert und mit der Anschaffung eines Rollers liebäugelt, sollte sich vermutlich für ein E-Bike entscheiden. Das Pedelec ist vor allem eine Alternative zum konventionellen Fahrrad, welches mehr Komfort verspricht und auch längere Strecken nicht zur schweißtreibenden Tortur werden lässt.

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