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Die eigene Islandreise vorbereiten: Das ist wirklich wichtig

Es gibt Destinationen, die im Leben immer wieder angesteuert werden, um schöne Familienurlaube oder kleine Auszeiten zu genießen. Dann wiederum gibt es auch solche, die als echtes Highlight in der persönlichen Reise-Historie gelten und vielleicht nur ein einziges Mal besucht werden. Island ist für viele ein solches Ziel. Grund genug, dieses besondere Erlebnis sorgfältig vorzubereiten. Wie das gut gelingt und was Urlauber sonst noch wissen sollten.

Die Dauer: Wie lange bleiben?

Island erscheint auf der Karte sehr klein. Und in der Tat ist der Inselstaat in Bezug auf seine Größe nicht mit Spanien, Frankreich oder Deutschland zu vergleichen. Das aber sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei Island nicht um ein Reiseziel zum schnellen Entdecken handelt. Wer die Insel in vollen Zügen genießen und viele ihrer schönsten Sehenswürdigkeiten erkunden will, braucht Zeit. Eine Umrundung der berühmten Ringstraße beispielsweise ist bei einem Aufenthalt von 10 bis 14 Tagen wesentlich stressfreier. Und wer zusätzlich noch abgelegenere Orte und Attraktionen aufsuchen möchte, sollte noch länger bleiben.

Natürlich ist es schwer, die wirklichen Highlights herauszupicken und die passende Route festzulegen. Bei einer Pauschalreise in Island spart man sich die Planung vorab und kann sich darauf verlassen, dass der Veranstalter sich um Zeitabläufe, Transport und Unterkunft kümmert.

Die Route: Rundreise oder nicht?

In allen vier Himmelsrichtungen, direkt an der Küste, im Hinterland und auch etwas abseits der Insel im Meer hält Island zahllose Naturschauspiele bereit. Von Geysiren über Vulkane bis hin zu Lavafeldern, heißen Quellen und eisigen Lagunen ist praktisch alles dabei. Eine Rundreise bietet sich für all jene an, die die Besonderheiten der Insel so umfangreich wie nur möglich entdecken wollen. Je nach Dauer des Aufenthaltes lohnt sich eine Umrundung auf der Ringstraße, doch auch kürzere Rundtrips entlang des Golden Circles oder mit ausgewählten Sehenswürdigkeiten versprechen viele spannende Momente.

Die Anreise: Mit dem Flugzeug oder per Schiff?

Um nach Island zu gelangen, haben Touristen grundsätzlich zwei Optionen: sie können mit dem Flugzeug von Deutschland aus zum Flughafen Keflavík reisen, oder die Fähre von Hirtshals in Dänemark bis nach Seyðisfjörður nehmen. Kürzer fällt selbstverständlich der Flug aus. Etwa drei bis vier Stunden dauert dieser und vom Flughafen Keflavík braucht es ungefähr eine Dreiviertelstunde per Bus oder Auto, um nach Reykjavík zu gelangen. Für Mobilität vor Ort sorgt dann im besten Fall ein Mietwagen.

Um den eigenen Wagen auf Island als Fortbewegungsmittel nutzen zu können, ist eine Anreise per Schiff unabdingbar. Diese erfordert allerdings einige Geduld, denn zunächst müssen Urlauber nach Hirtshals in Dänemark fahren und dort die Fähre besteigen. Das Übersetzen dauert inklusive eines etwa halbtägigen Stopps auf den Färöer Inseln rund zweieinhalb Tage. Damit anreisen sollte daher nur, wer sich lange Autofahrten und noch längere Schiffsaufenthalte vorstellen kann. Alleine von Marl aus dauert die Fahrt nach Hirtshals knapp neun Stunden, mit regelmäßigen und bewegungsreichen Pausen noch länger. Deshalb entscheiden sich die meisten Reiselustigen verständlicherweise für das Flugzeug.

Die Art der Unterkunft: Hotel, Wohnmobil oder Hostel?

In Island gibt es mehrere Möglichkeiten, die Nächte zu verbringen. Sowohl Hotels als auch Pensionen bieten den Vorteil, dass sich Gäste nicht selbst um ihre Verpflegung kümmern müssen, bringen jedoch räumliche Einschränkungen mit sich. Wer den gesamten Aufenthalt über in ein und demselben Hotel bleibt, wird weiter entfernte Sehenswürdigkeiten eher schlecht erreichen können. Alternativ können auch mehrere unterschiedliche Unterkünfte gebucht werden, um diese als Wegpunkte für die Rundreise zu nutzen.

Darüber hinaus bietet die Insel auch Zelturlaubern und Wohnmobil-Fans genügend Campingplätze zum Übernachten. Die meisten von ihnen sind allerdings nur zwischen April und September geöffnet, weswegen ein Trip im Winter umso sorgfältiger geplant werden sollte. In Hostels kommen Backpacker auf Island recht günstig unter. Hier treffen sie meist auf viele andere Naturfans und können sich am Abend über Erlebtes und Tipps austauschen.

Die isländische Witterung: Wodurch zeichnet sich geeignete Kleidung aus?

Das Vorurteil, dass Island ein besonders kaltes Reiseziel ist, stimmt nur bedingt. Im Winter kann es zwar tatsächlich knackig kalt werden, erhebliche Minusgrade kommen hingegen kaum vor. Das liegt daran, dass der Golfstrom warme Luft aus der Karibik auf die Insel treibt und für überraschend mildes Klima sorgt. Im Winter liegen die Temperaturen zwischen 10 und – 10 Grad, im Sommer zwischen 7 und 25 Grad. Da sich jedoch arktische mit atlantischer Luft vermischt, können deutliche Wetterumschwünge, Regen und starker Wind auftreten.

Aus diesem Grund ist es wichtig, witterungsbeständige Kleidung mitzunehmen, die auch Feuchtigkeit, Kälte und Wind abhält. Festes und wasserdichtes Schuhwerk empfiehlt sich, um beim Wandern in der Natur warme und trockene Füße zu behalten. Mit Handschuhen, einer Mütze und einem Schal sind Touristen ebenfalls gut beraten, falls es einmal kühl werden sollte. Urlauber sollten außerdem täglich auf den Wetterbericht schauen, um gut vorbereitet zu sein. Unter en.vedur.is findet sich eine zuverlässige Vorhersage, die vor Ort genutzt werden kann.

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