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Unternehmen sollten die Energiekosten stets im Blick behalten. So lassen sich viele Hebel ansetzen, um am Ende die Ausgaben zu senken.

Energiespartipps für Gewerbetreibende – so können Unternehmen sparen

Die Ausgaben für Strom summieren sich auch bei den Gewerbetreibenden in Recklinghausen. Sicherlich gibt es Tarife für spezielle Bedarfsgruppen, doch eine Gemeinsamkeit hat jeder Betrieb: Er verbraucht Strom. Selbst mit günstigen Preisen werden somit Ausgaben erzeugt. Aber gibt es nicht doch Möglichkeiten, um zu sparen? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Günstige Strom- und Gasanbieter finden 

Aus dem Privatleben ist dieser Punkt vielen Gewerbetreibenden und Unternehmern wohlbekannt. Nur wird für den Betrieb das Credo häufig nicht umgesetzt, was manchmal gar dazu führt, dass ein Unternehmen auch nach Jahren noch den Grundversorgertarif nutzt und hohe Beiträge zahlt. Es lohnt sich, in regelmäßigen Abständen sämtliche betrieblichen Verträge auf den Prüfstand zu stellen. So auch die Verträge für Gewerbegas und Strom. möglichst so, dass sie noch vor der automatischen Verlängerungen gekündigt werden können. Aber wie lassen sich günstige Verträge finden?

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Verbrauch kennen – das ist die Grundlage jedes Vergleichs, denn ohne die Verbrauchsmenge lässt sich kein Tarif ordentlich vergleichen. Ausschlaggebend sind die vergangenen Stromrechnungen. Gut ist, die letzten drei Jahre zu nehmen und den Mittelwert zu ermitteln.

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Vergleichsrechner nutzen – der Vergleich ist heute sowohl bei Strom als auch bei Gas sehr einfach. Die Vergleichsrechner übernehmen die Arbeit praktisch, sie benötigen nur einige notwendige Daten. Das gilt übrigens auch für Gewerbestrom, sofern sich der Unternehmer für diesen qualifiziert und sich der Umstieg lohnt.

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Tarife prüfen – grundsätzlich sollte nicht nur nach dem günstigsten Tarif geschaut werden, sondern nach den Konditionen. Durch den oft gegebenen Wechselbonus ist beispielsweise der Beitrag des ersten Jahres sehr niedrig, dafür ist er im zweiten Jahr teuer. Es hilft also, sich anzeigen zu lassen, was der Tarif ab dem zweiten Vertragsjahr kosten würde.

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Wechseln – auch das lässt sich aus dem Vergleich der Tarife für Gewerbestrom sehr komfortabel erledigen. Je nach bisherigem Vertrag muss natürlich die Kündigungsfrist eingehalten werden, allerdings gibt es keinen Doppelvertrag. Das heißt, sollte der Neuvertrag abgeschlossen werden, während der andere noch läuft, so startet der neue Vertrag erst nach Ablauf des Altvertrags.

Der Wechsel zu einem günstigen Anbieter ist jedoch nur der erste Schritt für Gewerbetreibende.

Sparpotenziale in der Produktion nutzen 

Ein günstiger Tarif ist immer noch teuer, wenn unnötig Strom verbraucht wird. In der Regel gibt es in fast jedem Betrieb Angriffspunkte, durch die man sparen könnte:

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Anlagen – die Erneuerung alter Anlagen reduziert meist den Stromverbrauch. Selbstverständlich ist dieser Weg mit hohen Kosten verbunden, allerdings investiert der Gewerbetreibende auch in die Zukunft und kann den Umstieg durch staatliche Förderungen abfedern. Mitunter ist es auch möglich, die benötigten Produktionsanlagen zu leasen, anstatt sie zu kaufen. Auch dies kann den Umstieg erleichtern.

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Umstrukturieren – durch Umstrukturierungen im Produktionsablauf kann eventuell effizienter und sparsamer gearbeitet werden. Beispiel Leerzeiten: Laufen die Anlagen während der Schicht teilweise leer, ohne zu produzieren? Lassen sich die Zeiten verkürzen oder ganz verhindern?

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Umdenken – auch das Verhalten in der Produktion trägt massiv zum Stromverbrauch bei. Wie oft bleiben Maschinen eingeschaltet oder es brennt die komplette Beleuchtung der Lagerhalle, obgleich sich nur an der Tür jemand aufhält?

Die Sparpotenziale kann nur jeder Betrieb für sich herausfinden, denn die Belange der Betriebe sind zu unterschiedlich geprägt. Dass Potenzial vorhanden ist und tatsächlich Strom gespart werden kann, ist jedoch fast ein unumstößliches Gesetz. 

Strom- und Heizenergie im Büro sparen 

Während der Stromverbrauch in der Produktion der Produktivität geschuldet ist, wird in Büroräumen häufig sprichwörtlich Geld aus dem Fenster herausgeworfen. Welcher Gewerbetreibender kam noch nicht im Winter in ein Büro, fand die Heizung auf der vollsten Stufe aufgedreht vor und das Fenster weit offen? Welcher Gewerbetreibende hat sich nicht schon mehrfach gefragt, ob die Kaffeemaschine oder die gebrauchten Kaffeetassen auf der Spüle wirklich Festbeleuchtung benötigen? Es sind die Kleinigkeiten, doch sparen diese wirklich Geld:

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Heizverhalten – es sollte auf das notwendige Maß gedrosselt werden. Unternehmer tun gut daran, die Heizungsventile gegen intelligente Ventile auszutauschen, sodass sich die Heizkörper bei geöffnetem Fenster ausschalten. Zugleich lassen sich die Ventile auf eine Temperatur einstellen, wodurch zu hohe Temperaturen vermieden werden.

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Geräte – auch im Büro gilt, dass veraltete Geräte gegen sparsame Modelle ausgetauscht werden sollten. Das Equipment kann ebenfalls staatlich gefördert werden. Darunter zählen Computer, aber auch Drucker oder Kopierer.

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Beleuchtung – Licht ist wichtig und im Büroräumen sogar im Arbeitsschutz- und Arbeitsstättengesetz geregelt. Dennoch gibt es hinsichtlich der Beleuchtung ein enormes Sparpotenzial. Ältere Leuchten sollten gegen LED ausgetauscht werden. Je nach Leuchte lässt sich nun sogar die Lichttemperatur einstellen, was in manchen Räumlichkeiten eine positive Wirkung auf die Atmosphäre hat.

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Beleuchtung: Hilfsmittel – um das Küchenbeispiel, aber auch das Beispiel des voll erleuchteten Lagers zu vermeiden, bieten sich Bewegungsmelder an. Sie lassen sich an Lampen koppeln und steuern das Licht nun zuverlässig. So könnte der Bewegungsmelder so gesteuert werden, dass nach zwei Minuten ohne erkannte Bewegung das Licht automatisch erlischt. Einzig in Toilettenräumen mit abgegrenzten Toilettenkammern funktioniert diese Lösung nicht, da die Kammer keine Bewegung erkennen lässt.

Zugleich kann geschaut werden, welche Geräte abends mühelos komplett vom Strom genommen werden können. Bei PCs ist das problemlos möglich, sofern nicht ein Computer als Server fungiert. Auch bei Druckern und Kopierern ist das abendliche Ausschalten Pflicht. 

Mit den richtigen Maßnahmen die Stromkosten optimieren - so werden Mittel für weitere Investitionen frei.

Ein weiterer Stromspartipp betrifft den Kühl- und Gefrierschrank im Büro. Unternehmer wissen, dass die Geräte eine Sammelstelle darstellen und gerade die Gefrierfächer sind oft völlig überladen mit oft veralteten Lebensmitteln. Das regelmäßige Ausräumen und Abtauen des Geräts sollte unbedingt auf die Aufgabenliste gesetzt werden, denn powert der Kühlschrank dauerhaft auf höchster Leistung, verbraucht auch er unnötig Strom.

Fazit – Gewerbetreibende haben viele Ansätze 

Am Ende müssen Gewerbetreibende für ihren Betrieb entscheiden, in welchen Bereichen es Einsparpotenzial gibt. Vorhanden ist es angesichts steigender Preise jedoch immer. Wer sich unsicher ist, der kann durchaus einen Energieberater hinzuziehen. Dieser Weg ist insbesondere sinnvoll, wenn Produktionsanlagen erneuert werden sollen.

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