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Entwicklung des Drogenkonsums in Corona-Zeiten

Entwicklung des Drogenkonsums in Corona-Zeiten

Wie in Krisenzeiten bei steigender Arbeitslosigkeit typisch, ist auch in Corona-Zeiten ein Anstieg des Drogenkonsums zu verzeichnen. Drogendealer passen sich der Krise an und nutzen neue oder alternative Wege für den Schmuggel und Handel. Auf dem Vormarsch sind harte Drogen wie Heroin und Kokain.

Corona-Pandemie erschwert Bekämpfung des Drogenhandels

Anlass zur Sorge ist für die Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union (EMCDDA) mit Sitz in Lissabon der Vormarsch harter Drogen wie Heroin und Kokain im Zusammenspiel mit der Corona-Pandemie. Die Krise beeinträchtigt die Strafverfolgungsmaßnahmen und die gesundheitliche Versorgung. Wie der Direktor der EU-Behörde, Alexis Goosdeel, feststellt, sind aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einige betroffene Gruppen anfälliger für Drogen und die Involvierung in den Drogenmarkt geworden. Die ohnehin schon ausgelasteten Einrichtungen geraten noch stärker unter Druck. Rasches Handeln ist notwendig, um die Bedrohung zu erkennen und zu bekämpfen.

Vielfältigere Möglichkeiten für die Herstellung von Drogen

Ein Problem, das sich in der Corona-Krise verstärkt, sind die immer vielfältigeren Möglichkeiten zur Herstellung von Drogen. Die EU-Behörde verweist auf vorliegende Berichte zur Herstellung von Heroin in Europa. Das Potential für den Heroinkonsum erhöht sich dadurch. Auch eine vermehrte Herstellung von hochprozentigem Cannabis und neuartiger synthetischer Opioide wird beobachtet. Die EU-Behörde kann noch keine aktuellen Zahlen vorlegen. Sie vermutet jedoch einen starken Anstieg bei der Herstellung und beim Konsum von Drogen während der Pandemie.

Drogenschmuggel während der Krise vorrangig auf dem Seeweg

Aufgrund der Reisebeschränkungen während der Corona-Krise ist der Drogenschmuggel auf dem Luftweg vollständig eingebrochen. Die verstärkten Grenzkontrollen schränken den Schmuggel auf dem Landweg ein. Das führte nach Angaben der EU-Behörde in Lissabon kurzzeitig zu einer Abnahme des Drogenkonsums während der Pandemie. Die Schmuggler entwickeln zunehmende Kreativität, die schnell wieder zu einem Anstiegs des Konsums führt. Nach Erkenntnissen von Europol werden die Drogen vermehrt auf dem Seeweg geschmuggelt. Schiffsladungen mit medizinischen Produkten und Ausrüstung erweisen sich als geeignete Drogenverstecke. In jüngster Zeit wurden Kokain-Transporte auf dem direkten Seeweg von Südamerika nach Europa beobachtet. Vermutlich hat die Drogenmafia Lieferketten, große Häfen und Schifffahrtswege infiltriert, da vermehrt große Drogenmengen sichergestellt wurden. Ein Problem ist die sich infolge der Krise verschlechternde wirtschaftliche Lage. Sie zwingt Bauern in Not dazu, den illegalen Anbau von Drogen auszuweiten.

Verstärkter Griff zu Drogen durch steigende Arbeitslosigkeit

Die steigende Arbeitslosigkeit als wirtschaftliche Folge der Pandemie verstärkt den Drogenkonsum, wie das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) bereits im Juni in seinem Jahresbericht mitteilte. Wie UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly befürchtet, könnten sich die Drogen-Gefahren aufgrund von Covid-19 und des wirtschaftlichen Abschwungs noch verstärken. Ihr Anwalt Btm in München bietet Beratung und Unterstützung, wenn ein Verdacht vorliegt. Bereits 2018 belegte Deutschland mit 1.276 Todesfällen aufgrund von Drogen nach Großbritannien mit 3.300 Todesfällen den zweiten Platz in der Todesfall-Statistik der EU im Zusammenhang mit Drogen. Insgesamt wurden in der EU 8.300 Drogen-Todesfälle gemeldet. Die Tendenz ist stabil oder steigend.

Mehr Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG)

Diese Tendenz zeigt sich auch in der steigenden Fallzahl von rechtlichen Vergehen bestätigen spezialisierte Kanzleien. Marc Wederhake, Anwalt Strafrecht München, bestätigt die zunehmenden Vergehen und Straftaten im Bereich Drogendelikte. Der Ort des Vergehens wurde dabei Corona-bedingt ebenfalls verschoben. Die kriminellen Gruppen haben sich aktuellen Bedingungen mit dem Handel von Drogen angepasst. So wird der Straßenverkauf wird teilweise durch den Online-Handel im Darknet, stärkere Aktivitäten in sozialen Netzwerken sowie Paket- und Heimlieferdienste ersetzt.

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