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Folgt auf die Corona Krise nun die Finanzkrise?

Folgt auf die Corona Krise nun die Finanzkrise?

Im März 2020 kam es erstmals dazu, dass Unternehmen aufgrund der weltweiten Corona Pandemie vorübergehend ihre Pforten schließen mussten. Nach der Entspannung im Sommer folgte der zweite Lockdown zum Jahresende hin – noch immer haben zahlreiche Firmen geschlossen, leisten Kurzarbeit oder melden sogar Insolvenz an. Staatliche Corona Hilfen reichen nicht immer aus, um die Belegschaft sicher durch die Krise zu bringen. Die Kapitulation vieler Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, sorgt dafür, dass die allgemeine Unsicherheit zunimmt. 

Aus diesem Grund setzen Geschäftsführer in Nordrhein-Westfalen derzeit alles daran, ihre Geschäfte dennoch am Laufen zu halten. Dies erfordert Umstrukturierung, Digitalisierung für erfolgreiches Homeoffice und neue Vertriebswege, aber auch das Nutzen aller umsetzbaren Einsparungen. Die finanzielle Situation ist angespannt. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen bangen um ihre Existenz, was langfristig zu einer nachhaltigen Minderung der Kaufkraft führen könnte. Das bedeutet: noch mehr Umsatzeinbußen für Betriebe.

Geschäftsform anpassen

Wer die Möglichkeit hat, die Geschäftsform seines Unternehmens zu ändern, sollte prüfen, ob diese Option Möglichkeiten bietet, das eigene Business, aber auch das Privatvermögen abzusichern. Während haftungsuneingeschränkte Geschäftsformen wie Einzelunternehmen, Gbr. oder AG allgemein als kreditwürdiger gelten und deshalb leichter finanzielle Hilfen wie Darlehen in Anspruch nehmen können, sichert die GmbH das private Vermögen ihrer Gründer besser ab. Sollte das Unternehmen also trotz größter Mühen die Krise nicht überstehen, ist lediglich die Stammeinlage von 25.000€ weg.

Da aber an der Schließung eines Unternehmens immer auch zahlreiche Arbeitsplätze hängen, sollte das der letzte Weg sein. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten zur Unternehmensrettung gescheitert sind, sollten die Geschäftsführer über eine Betriebsstilllegung nachdenken.

Eigeninsolvenz, Schutzschirmverfahren, Sanierungsinsolvenz

Wenn Mittelständler keinen Weg mehr sehen, ihr Unternehmen ohne eine große Finanzspritze zu retten, diese aber ausbleibt, kann eine Insolvenz in Eigenverantwortung der Weg der Wahl sein. Dabei meldet ein Betrieb am zuständigen Amtsgericht Insolvenz an, legt aber gleichzeitig einen Konsolidierungsplan vor, mit dem der Betrieb im Verlauf von einem oder zwei Jahren sich selbst saniert. Durch das Schutzschirmverfahren gewinnt die Geschäftsführung wichtige Zeit durch die Stilllegung bestehender Forderungen und kann den Betrieb im besten Fall retten. Dabei sollte man jede mögliche Einsparung wahrnehmen, beispielsweise ein kostenloses Geschäftskonto wählen, um auf die Kontoführungs- und Buchungsgebühren zu verzichten. Ein Ratgeber auf Geschaeftskonten24.net unterstützt dabei Unternehmer bei der Wahl eines passenden Firmenkontos. Auch wenn derartige Beträge überschaubar sind, können sie für Einsparungen von mehreren hundert Euro im Monat sorgen. Beispielsweise dann, wenn ein Betrieb mehrere Geschäftskonten für verschiedene Umsatzarten hat, deren Gebühren in Summe durchaus ins Gewicht fallen.

Sanierung ohne Insolvenz

War das Prozedere rund um die Sanierungsinsolvenz in der Vergangenheit eher stressig, können Unternehmer ihren Betrieb seit dem 01. Januar 2021 nun auch ohne das Stellen eines Insolvenzantrags sanieren. Diese Regelung betrifft Firmen, die aufgrund der Corona Krise unverschuldet in Not geraten sind. So bietet sich diesen Betrieben die Chance, auch ohne einen großen bürokratischen Akt neu durchzustarten, um so hoffentlich Kapital und Arbeitsplätze zu schützen. Wirtschafts-Experten rechnen damit, dass die Krise ein Plus von 20% an Firmenschließungen verursachen wird – diesen Trend möchte man durch die neue Sanierungsoption brechen.

Einsparungsmaßnahmen

Gerade in der jetzigen Zeit müssen Unternehmen so kosteneffizient wie möglich arbeiten. Der Solidarität halber sollten die Sparmaßnahmen erst dann Arbeitsplätze betreffen, wenn das Potential in anderen Bereichen bereits erschöpft ist und sich kein anderer Weg mehr bietet. Dabei empfiehlt es sich, Angebote von Lieferanten neu zu vergleichen, um stets den günstigsten Anbieter wählen zu können. Ebenso sollte die Kalkulation Verkaufspreise auf ihre Kostendeckung und Gewinnmarge überprüfen. Doch auch im Kleinen kann man an vielen Ecken und Enden im Betrieb Geld einsparen. So entschließen sich viele Firmen, den Rechnungsversand nur noch online abzuwickeln, um Frankierkosten zu sparen. Auch das Umsteigen auf ein kostenloses Geschäftskonto ist ein Weg, den immer mehr Unternehmer gehen. Wichtig ist, dass die Qualität des Angebots nicht leidet – egal, woher die Firma ihre Einkäufe bezieht oder wo sie ihre Finanzen verwaltet.

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