Frankreich möchte Modelabels zum Recycling verpflichten

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der französische Premierminister Edouard Philippe die französischen Modemarken dazu verpflichten möchte, ihre unverkaufte Ware zu recyceln. Schon ab 2019 soll diese Gesetzesänderung in Kraft treten. Da Frankreich einer der größten Produzenten der Modeindustrie ist, wird dies Einfluss auf die ganze Modebranche haben.

Vor dem Hintergrund steigender Müllproduktion und der steigenden Weltbevölkerung ist die Entscheidung der französischen Regierung mehr als sinnvoll. Schon heute schwimmen Millionen Tonnen Müll in unseren Ozeanen und es wird befürchtet, dass dadurch die Erde und der Nährstoffkreislauf aller Lebewesen dauerhaft geschädigt werden. Zwar wird hier häufig der Plastikmüll und dessen schädliche Wirkung als größtes Problem aufgeführt, allerdings werden auch in der Modeindustrie jährlich viele Tonnen nicht verkaufter Ware entsorgt.

Da das Umdenken zu nachhaltigerer und somit auch umweltfreundlicher Produkte schon länger im Gange ist und sich besonders die junge Bevölkerung in den Industrienationen damit beschäftigt, wie schädlich ihr Handeln für den Planeten ist, streben immer mehr modische und umweltbewusste Labels auf den Markt, die teilweise reißenden Absatz finden. Aber auch schon etablierte Marken setzen auf umweltbewusste Mode. Da ist zum Beispiel die britische Designerin Stella McCartney, die sich schon lange mit beschäftigt. Schon 2012 ließ die Tochter des ehemaligen Beatles Paul McCartney „Müll“ für ihre Textilien recyceln. In der aktuellen Kollektion befinden sich sogar , die aus nachhaltigem organischem Material gefertigt sind. So hat die Designerin, die auch schon länger für den Sportartikelhersteller Adidas designt, den Trend schon sehr früh erkannt. Auch ihre setzt vermehrt auf recycelte Materialen.

Viele Modelabels haben von Anfang an auf „Bio“ gesetzt. Schon lange bevor die nachhaltige Mode zum Trend wurde, ist die Marke ArmedAngels auf dem Markt erschienen. Für das Unternehmen steht die Verantwortung gegenüber unserem Planeten und dessen Rohstoffe an erster Stelle. Die Firma setzt somit nur auf nachwachsende Rohstoffe und recycelte Materialen. Dass Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Bio nicht bedeutet, dass man weite beige Hemden aus Hanf tragen muss, zeigt , die sehr beliebt ist und gute Kritiken in der Modebranche erhalten hat.

Es bleibt zu hoffen, dass der Gesetzesentwurf des französischen Premierministers umzusetzen ist, und in Zukunft immer mehr Unternehmen aus der Modeindustrie freiwillig oder gezwungenermaßen ihre überschüssige Ware recyceln. Es wäre zwar nur ein kleiner Schritt hin zum Ziel, die Müllproduktion auf der Erde zu verringern und mehr zu recyceln, doch jeder klein Schritt auf dem Weg zu einem so wichtigen Ziel, ist der Richtige.

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