Die Fußball WM - Wie weit kommt die deutsche Mannschaft

Schon seit Wochen wird diskutiert, wer es in die Startelf der Nationalmannschaft zur WM 2018 schafft. Die Vorfreude ist nicht nur auf der Seite der Fans greifbar. Nun soll sich entscheiden, ob es dem deutschen Titelträger zum ersten Mal seit den 1930er Jahren überhaupt gelingt, den WM-Titel zu verteidigen. Doch wie steht es um die aktuellen Chancen?

Die machbare Gruppenphase

Der Blick auf die Gruppenphase offenbart, dass das Achtelfinale unter normalen Bedingungen sehr gut von der deutschen Mannschaft erreicht werden kann. Dafür ist es zunächst notwendig, sich gegen Südkorea durchzusetzen. Ein Blick auf die zeichnet den Sieg Südkoreas mit einer Quote von 12 aus, unterstreicht also deutlich die Favoritenrolle Deutschlands. Die Chancen die Weltmeisterschaft in Russland 2018 zu gewinnen, dürften so weiter steigen.

Die beiden anderen Gruppengegner sind dem deutschen Team ebenfalls an fußballerischer Klasse stark unterlegen. Mexiko und Schweden sollten bei einer dementsprechenden Tagesform gut zu schlagen sein. Vielleicht steckt in dieser Gruppe F für das deutsche Team die Gelegenheit, genug Momentum für den weiteren Verlauf des Turniers aufzubauen und mit Selbstvertrauen in die nächsten Spiele zu starten.

Starke Konkurrenten

Auch der Wette auf dem Turniersieg widmeten die Buchmacher ihre Analysen. Die WM Quoten 2018 machen deutlich, dass nicht das deutsche Team am höchsten in der Gunst der Anbieter steht. Diese sind stattdessen der Meinung, dass Brasilien als leichter Favorit in das Turnier gehen wird. Dafür spricht auf der einen Seite die Form von Superstar Neymar. Dieser konnte sich rechtzeitig von seiner Verletzung erholen und zurück ins Team finden. Die Chancen die Weltmeisterschaft in Russland 2018 zu gewinnen stehen deshalb gut für die Selecao.

Ebenfalls zur Spitzengruppe zählen Teams wie Spanien, Frankreich oder Argentinien. Viel wird von der Platzierung in der Gruppenphase abhängen, ob diese Favoriten schon im Viertelfinale aufeinandertreffen. Für diesen Fall wäre in jedem Fall die Tagesform der Kontrahenten für den Sieg entscheidend. Auch aus diesem Grund setzen die Trainerteams längst alles daran, ihre Stars selbst nach einer langen Saison ihren Klubs in die perfekte Form zu bringen und noch einmal ein paar Prozent an Leistung aus ihnen herauszupressen.

Eine ausgewogene deutsche Mannschaft

Doch warum ist es allein Uruguay vor etwa 80 Jahren gelungen, den WM-Titel zu verteidigen? Besonders in den vergangenen Jahren lässt sich die Überalterung der Teams als ein wichtiger Grund ausmachen. Schon im Jahr 2010 ging Italien mit zahlreichen Stars an den Start, die in die Jahre gekommen waren. Francesco Totti und Co. fehlten aus diesem Grund vielleicht die entscheidenden Prozent an Leistung, die notwendig gewesen wären, um die ersten Plätze in den Blick zu nehmen.

Auch Spanien tat sich 2014 bei der WM in Brasilien sichtlich schwer. Auch dort war der Prozess der Überalterung zu erkennen. Anerkannte Spieler der WM 2010 verzichteten auf einen Rücktritt und die Ausbootung kam aufgrund ihrer hohen Verdienste rund um das Nationalteam nicht infrage. Dies könnte ein wichtiger Grund für das frühe Ausscheiden in der Gruppenphase gewesen sein, welches von den Verantwortlichen als echte Schmach empfunden wurde.

Trainer Joachim Löw scheint derweil ein sehr gutes Gespür für die Zusammensetzung des Teams gefunden zu haben. Eine Überalterung konnte schon aufgrund der Rücktritte von Schweinsteiger, Lahm und Klose ausgeschlossen werden. Hinzu kommt eine besonders hohe Dichte an jungen Spielern wie Julian Brandt, oder Timo Werner. Sie hatten alle bereits die Chance, sich in ihren Klubs auf der großen Bühne zu beweisen und dadurch wichtige Erfahrungen zu sammeln. Dies könnte ein wichtiger Schritt zu einer schlagkräftigen Mannschaft sein, wie sie in jedem Fall notwendig sein wird, um sich gegen die starke Konkurrenz in Russland durchsetzen zu können.

Die Stärken einer Turniermannschaft

Gerade in den Testspielen tat sich die DFB-Elf bis zu diesem Zeitpunkt sichtlich schwer. Entsprechend groß war der Unmut, der zum Beispiel nach der Niederlage von vielen Seiten gehegt wurde. Doch bereits im Vorfeld der letzten Turniere zeigte die deutsche Mannschaft in den Testspielen noch nicht ihr wahres Gesicht. Die Chancen stehen also gut, dass das Trainerteam um Jogi Löw die Stars noch rechtzeitig in die gewünschte Form bringen kann, um schließlich konkurrenzfähig zu sein.

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