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Manch deutscher Rentner schaut mit Neid nach Österreich.

Rente

Urlaubsgeld für österreichische Rentner: Und was ist mit den Deutschen?

Während in Deutschland manch Rentner kaum über die Runde kommt, genießen Pensionisten in Österreich eine 13. und sogar 14. Rente. Kann das auch hierzulande funktionieren?

  • Österreichs Pensionisten erhalten "Urlaubs- und Weihnachtsrente".
  • Deutsche Rentner schauen neidisch auf's Nachbarland.
  • Warum das System in Deutschland nicht funktioniert.

Das Thema Rente ist in Deutschland heiß diskutiert und gerne wird dabei ein Blick auf die Nachbarländer geworfen. Manch Rentner wird dann ganz neidisch. Vor allem, wenn er hört, dass in Österreich Pensionisten nicht 12, nicht 13 sondern 14 mal Rente im Jahr ausbezahlt bekommen. Da werden schnell Fragen laut, warum deutsche Rentner nicht ebenfalls sogenannte Urlaubs- und Weihnachtsrente bekommen.

Warum bekommen Pensionisten in Österreich mehr Rente?

Die Antwort steckt im Detail. Das österreichische Rentensystem funktioniert etwas anders. Großer Unterschied zur Rente in Deutschland* ist unter anderem, dass in der Alpenrepublik auch Selbstständige und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Zudem liegt der Rentenbeitrag* bei 22,8 Prozent - in Deutschland liegt er bei 18,6 Prozent.

Damit bekommt die österreichische Pensionskasse also mehr Beiträge, um sich die zusätzlichen Rentenmonate zu leisten. Zudem sieht es aus Bevölkerungssicht in Österreich etwas besser aus. Wie das Börsenportal Finanzen100 berichtet, finanzieren im Nachbarland mehr junge Beitragszahler die Pensionisten.

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Kann das Österreich-Modell auch in Deutschland funktionieren?

Außerdem unterstützt der österreichische Staat die Rentenversicherung mit mehreren Milliarden Euro im Jahr. Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks macht die Altersvorsorge rund ein Viertel des Staatshaushaltes aus. Aber auch der deutsche Staat finanziert die Rentenkasse mit Milliarden- Hilfen. Um auch deutschen Rentnern zusätzliche Monate zu finanzieren, müssten beispielsweise die Rentenbeiträge erhöht werden und Beamte sowie Selbstständige ebenfalls zur Kasse gebeten werden.

Aber auch in Österreich läuft nicht alles einwandfrei. Der Bayerische Rundfunk weist auf eine problematische Entwicklung hin. Zwar liege das Pensionseintrittsalter bei 65 Jahre für Männer und 60 Jahre für Frauen, doch würden die Österreicher bereits mit 60 in Pension* gehen. Jedoch bezieht das Rentensystem im Nachbarland in seine Berechnung auch Zuwanderung aus dem Ausland ein. Damit könne eine konstante erwerbstätige Bevölkerung garantiert werden - sofern die Zuwanderung auch stattfindet.

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Günstige Paradiese: Wer hier lebt, muss nie wieder arbeiten gehen

Unterirdische Höhlen, malerische Klippen und türkisblaues Meer: Die portugiesische Algarve ist mehr als nur ein Touristenort.
Unterirdische Höhlen, malerische Klippen und türkisblaues Meer: Die portugiesische Algarve ist mehr als nur ein Touristenort. © pixabay
Besonders Carvoeiro verführt mit seinem milden Klima, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und den kulinarischen Genüssen das ganze Jahr über - zu einem kleinen Preis. Seit der Eurokrise Portugals ist es für Aussteiger hier sogar noch günstiger zu leben. Für nur 1.150 Euro monatlich pro Person (Wasser und Heizung sind kostenlos) kann man sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Besonders Carvoeiro verführt mit seinem milden Klima, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und den kulinarischen Genüssen das ganze Jahr über - zu einem kleinen Preis. Seit der Eurokrise Portugals ist es für Aussteiger hier sogar noch günstiger zu leben. Für nur 1.150 Euro monatlich pro Person (Wasser und Heizung sind kostenlos) kann man sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. © pixabay
Barcelona gilt als hippe, bunte Stadt, die nur so vor Energie vibriert. An den vielen Kunstgalerien, Museen, Restaurants und Shoppingmeilen kann man sich in einem Urlaub kaum satt sehen. Zudem bietet die Metropole mit ihrem Stadtstrand für genug Erholung. Wer dauerhaft dort sesshaft werden möchte, zahlt insgesamt etwa 1.518 Euro an Lebenshaltungskosten.
Barcelona gilt als hippe, bunte Stadt, die nur so vor Energie vibriert. An den vielen Kunstgalerien, Museen, Restaurants und Shoppingmeilen kann man sich in einem Urlaub kaum satt sehen. Zudem bietet die Metropole mit ihrem Stadtstrand für genug Erholung. Wer dauerhaft dort sesshaft werden möchte, zahlt insgesamt etwa 1.518 Euro an Lebenshaltungskosten. © pixabay
Ruhig, beschaulich und friedlich - so kann man das Leben im kleinen Örtchen Santa Familia in Cayo, Belize bezeichnen. Hier kennt und kümmert sich jeder (um) jeden und das Leben dort ist sehr einfach. Außerdem erwartet Aussteiger offenes Meer, eine frische Brise sowie ganz viel Sonne - und das für gerade mal 1.000 Euro monatlich.
Ruhig, beschaulich und friedlich - so kann man das Leben im kleinen Örtchen Santa Familia in Cayo, Belize bezeichnen. Hier kennt und kümmert sich jeder (um) jeden und das Leben dort ist sehr einfach. Außerdem erwartet Aussteiger offenes Meer, eine frische Brise sowie ganz viel Sonne - und das für gerade mal 1.000 Euro monatlich. © pixabay
Sehr günstig, immer schönes Wetter und zahlreiche prachtvolle Tempel - das fällt einem als erstes zu Chiang Mai in Thailand ein. Wer hier leben möchte, muss nur etwa 845 Euro monatlich aufbringen.
Sehr günstig, immer schönes Wetter und zahlreiche prachtvolle Tempel - das fällt einem als erstes zu Chiang Mai in Thailand ein. Wer hier leben möchte, muss nur etwa 845 Euro monatlich aufbringen. © pixabay
Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Aussteiger in Asien leben. Schließlich sind dort die Sonnenuntergänge und die Preise unschlagbar. Das gilt auch für die kleine, beschauliche Stadt Kota Kinabalu im malaysischen Borneo. Schnorcheln, tauchen, Insel-Hopping - langweilig wird es hier sicher nicht. Und das alles für einen Lebensunterhalt von nur 700 Euro pro Monat.
Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Aussteiger in Asien leben. Schließlich sind dort die Sonnenuntergänge und die Preise unschlagbar. Das gilt auch für die kleine, beschauliche Stadt Kota Kinabalu im malaysischen Borneo. Schnorcheln, tauchen, Insel-Hopping - langweilig wird es hier sicher nicht. Und das alles für einen Lebensunterhalt von nur 700 Euro pro Monat. © pixabay
Nicaragua ist nicht nur für Surfer oder Backpacker ein Paradies - auch Aussteiger werden in Granada ihr Glück finden. Mit seiner fast unberührten Naturkulisse, bestehend aus einem See, den Bergen und sogar einem Vulkan sowie seiner ruhigen Gangart fasziniert es Menschen weltweit mit seinen vielen Facetten. Auch hier belaufen sich die monatlichen Lebenshaltungskosten auf gerade mal 1.000 Euro.  
Nicaragua ist nicht nur für Surfer oder Backpacker ein Paradies - auch Aussteiger werden in Granada ihr Glück finden. Mit seiner fast unberührten Naturkulisse, bestehend aus einem See, den Bergen und sogar einem Vulkan sowie seiner ruhigen Gangart fasziniert es Menschen weltweit mit seinen vielen Facetten. Auch hier belaufen sich die monatlichen Lebenshaltungskosten auf gerade mal 1.000 Euro.   © pixabay
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Las Terrenas verbindet karibisches Flair mit französischer Haute Cuisine - die kleine Küstenstadt im Norden der Dominikanischen Republik scheint wie aus einem Bilderbuch entsprungen. Mit einem Lebensunterhalt von etwa 1.000 Euro monatlich lässt es sich an den weißen Sandstränden wunderbar entspannen. © pixabay
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Friedlich und doch vor Energie pulsierend liegt Medellín in den Bergen Kolumbiens. Es ist reich an Kulturgeschichte und dennoch so schick wie eine europäische Metropole. Das ganze Jahr über sind das Wetter sowie auch die Wohnpreise hier sehr angenehm - für 1.400 Euro an Lebenshaltungskosten monatlich lebt es sich sehr entspannt. © pixabay

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