Rentenrechner von Stiftung Warentest

Steuererklärung für Rentner – das sollten Sie besser jetzt schon wissen

Experten der Stiftung Warentest sagen, warum auch in der Rente die Steuererklärung eine Rolle spielt.

  • Am Finanz­amt führt auch im Ruhe­stand* oft kein Weg vorbei.
  • Doch die Steuern lassen sich auf ein Minimum drücken.
  • Experten von Stiftung Warentest geben Tipps und konkrete Hilfen bei der Berechnung der Steuer.

Steuererklärung: Fast jeder vierte Rentner muss Steuern zahlen

Die Steuererklärung* bleibt auch im Ruhe­stand vielen Menschen nicht erspart: "Für das Jahr 2019 müssen 48.000 Rentner* erst­mals eine Steuererklärung bis Ende Juli 2020 abgeben, weil ihre Rente* gestiegen ist", betonen die Experten von Stiftung Warentest. Von 21,2 Millionen Rentnern werden rund 5,1 Millionen zur Kasse gebeten, für sich allein oder mit dem Ehepartner, schätze das Bundes­finanz­ministerium.

Ihr Tipp: "Sie müssen die Erklärung nicht selbst machen, sondern können das Fachleuten wie einem Lohn­steuer­hilfe­ver­ein über­tragen." Das koste abhängig vom Einkommen im Schnitt 150 Euro pro Jahr. Denn normalerweise müsse die Steuererklärung bis zum 31. Juli 2020 beim Finanzamt* sein. Bis Ende Februar 2021 sei dagegen Zeit, wenn ein Lohn­steuer­hilfe­ver­ein oder ein Steuerberater die Erklärung über­nimmt.

Lesen Sie hier: So viel kostet es, wenn Sie früher in Rente gehen - können Sie es sich leisten?

Steuererklärung: Persönlicher Rentenfrei­betrag steigt nicht

Meist müssen die betroffenen Rentne­rinnen und Rentner wegen der höheren Rente etwas mehr Steuern als im Jahr zuvor zahlen, teilt Stiftung Warentest außerdem mit. Denn ihr einmal fest­gelegter, persönlicher Rentenfrei­betrag steige nicht mit, sodass auf höhere Einkommen mehr Steuern fällig werden. "Zudem ist für jeden neuen Renten­jahr­gang weniger steuerfrei. Wer 2019 erst­mals Rente bekam, erhält nur 22 Prozent davon steuerfrei. Für alle, die bis 2005 Rentner wurden, sind es 50 Prozent der Rente von 2005."

Erfahren Sie hier: Höhere Renten sind beschlossen: So viel Geld gibt es ab Sommer 2020

Steuererklärung: Auch viele Pensionäre in der Steuer­pflicht

Ähnlich sei es bei lohn­steuer­pflichtigen Pensionen. Die Experten rechnen vor: "Fließt die Pension seit 2019, beträgt der Frei­betrag 17,6 Prozent, maximal 1.320 Euro plus 396 Euro Zuschlag. Bei Pensions­beginn bis 2005 sind noch 40 Prozent der Pension von 2005 von der Steuer verschont, maximal 3.000 Euro plus 900 Euro Zuschlag." Wie viel das Amt kassiere, stehe erst nach der Abrechnung fest – selbst wenn Steuern im Voraus bezahlt worden seien.

Noch ein Tipp: Wie viel Steuern Betroffene im Ruhe­stand in etwa für 2019 zahlen müssen, lässt sich mit dem Rentenrechner von Stiftung Warentestauch online ermitteln.

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