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Geldanlage Edelmetall: Das gibt es beim Handel mit Gold und Co. zu beachten

Heute schon an morgen denken – das ist die Devise vieler Menschen, die finanziell für ihre Zukunft vorsorgen wollen. Doch Aktien sind manchen Sparfüchsen zu riskant und undurchsichtig.

Und klassische Formen zukunftsorientierter Spareinlagen wie Sparkonten sind aufgrund der andauernden Niedrigzinspolitik unattraktiv, weil sie kaum noch Renditen oder Gewinne abwerfen. Ungewöhnliche, aber immer beliebtere Geldanlagen, sind dagegen Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin. Großer Vorteil: Ihre Wertentwicklung ist seit Jahren stabil – eine lohnende Investition, wenn man folgende Ratschläge berücksichtigt. 

Welche Metalle gibt es? 

Neben den Klassikern wie Gold und Silber gibt es folgende Edelmetalle, die weltweit gehandelt werden:

Leichte Platinmetalle:

Schwere Platinmetalle:

  • Platin
  • Osmium
  • Iridium

Sie zeichnen sich durch ihre hohe Korrosionsbeständigkeit aus und bieten Rost keine Angriffsfläche. Unter starker Hitzeeinwirkung schmelzen sie jedoch sehr schnell. Gerade wegen ihrer weltweiten Begrenztheit und ihrer historisch gewachsenen Bedeutung ist aber speziell bei Silber und Gold die Nachfrage seit Jahren ungebrochen. Deshalb lassen sich hier gute Geschäfte machen. 

Was ist bei der Investition zu beachten? 

Um Edelmetalle zu erwerben, gibt es verschiedene Wege. Zum einen fungieren Banken als mögliche Vermittler. Zudem gibt es spezialisierte Händler. Andere Möglichkeiten sind zum Beispiel der Kauf spezieller Zertifikate oder das Investieren in Exchange Traded Funds (ETFs). Doch egal für welche Form man sich entscheidet, generell gibt es beim Handel Folgendes zu beachten:

Einen Sparplan aufstellen: Experten raten, Edelmetalle in bestimmten, zeitlichen Abständen zu kaufen, zum Beispiel monatlich. Dafür muss natürlich ein ausreichendes Budget vorhanden sein. 10 bis 15 Prozent des eigenen Nettogehalts lautet die Empfehlung für Einsteiger. Wessen Finanzrahmen hier schon gesprengt wird, für den sind Geschäfte mit Gold und Co. eher ungeeignet.

Den richtigen Zeitpunkt wählen: Die Preise für Edelmetalle hängen von zahlreichen Faktoren ab – zum Beispiel das momentane Zinsniveau, die weltweite Goldförderung oder die Reserven der Zentralbanken. Beim Kauf sollte man also die weltwirtschaftliche Lage im Blick haben. Außerdem eine grundsätzliche Empfehlung: Nicht dem Herdentrieb verfallen. Je mehr Menschen in die seltenen Metalle investieren, desto stärker sinkt deren Wert. Ein antizyklisches Kaufverhalten kann sich auszahlen.

Der Mix macht’s: Ausschließlich in starkschwankende Metall wie Silber zu investieren, ist der falsche Ansatz. Denn wie erwähnt, sind viele Edelmetallpreise oft instabil. Das gilt es auszugleichen. Für Silberkäufer ist ein zusätzliches Gold- oder Platindepot attraktiv. Zwar können auch hier Krisen den Preis beeinflussen. Investoren müssen Schwankungen innerhalb eines Sektors jedoch durch strategische Zukäufe anderer Metalle ausgleichen. Zudem ist der Wert von Gold global gesehen recht stabil.

Wechselkurs im Auge haben: Insbesondere Gold wird international an den Börsen in US-Dollar gehandelt und muss dementsprechend in dieser Währung bezahlt werden. Das gilt ebenfalls beim Verkauf des Edelmetalls. Ändert sich der Wechselkurs der amerikanischen Währung zum Zeitpunkt des Verkaufs, kann das für Anleger unter Umständen Verluste bedeuten. Speziell, wenn der Wert des Dollars steigt. Dann bleibt bei der Umrechnung in Euro unterm Strich weniger Geld übrig.

Anonym einkaufen: Diese Möglichkeit bieten einige Händler an. So lassen sich zum Teil sogar Steuern sparen. Anstelle einer Überweisung, sollte man die gewünschte Edelmetallmenge bar bezahlen. Die Summe darf die Geldwäschegrenze von aktuell 9.999 Euro nicht überschreiten. Zwar braucht das Finanzamt die dazugehörige Rechnung. Wer zwischen Kauf und Verkauf aber eine sogenannte „Haltefrist“ von mehr als zwölf Monaten vorweist, befreit damit den daraus resultierenden Gewinn von der Abgeltungssteuer. Damit sich das Geschäft mit den Edelmetallen am Ende rentiert, gibt dieser Goldanlage-Ratgeber möglichen Investoren zusätzlich hilfreiche Tipps.

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