Herrlich luftige Backwaren brauchen Hefe.
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Herrlich luftige Backwaren brauchen Hefe.

Praktischer Test

Diesen Fehler beim Backen mit Hefe sollten Sie jetzt dringend vermeiden

Hefe ist in aller Munde - oder eben nicht, weil sie häufig ausverkauft ist. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, mit der Hefe, die Sie haben, keine Fehler zu machen.

Hefe ist vielerorts zur Mangelware geworden. Gehören Sie zu den Glücklichen, die noch frische Hefe im Kühlschrank haben, oder ein Päckchen Trockenhefe in der Küchenschublade gefunden haben? Dann machen Sie jetzt bloß keine Fehler, die Ihnen das Backwerk ruinieren könnten.

Der Grund, warum viele Backanfänger vor dem Hefeteig "zittern", ist seine launische Art. Mal geht er auf, mal nicht* und das scheinbar völlig ohne Ursache. Das stimmt aber oft nicht ganz, dann ist ein weit verbreiteter Fehler gerade unter Gelegenheitsbäckern häufig die simple Wurzel des "Übels".

Während viele Lebensmittel, die sich in Ihrem Kühlschrank oder in Ihren Küchenschubladen verstecken, einfach nur verderben, stirbt Hefe tatsächlich. Das Backtriebmittel besteht aus lebenden Pilzzellen, die nur eine gewisse Lebensdauer haben. Frische Hefe hat gekühlt eine Haltbarkeit von zehn bis 14 Tagen, geöffnet im Kühlschrank nur etwa einer Woche und ungekühlt sind es sogar nur zwei Tage.

Muss frische Hefe nach Ablauf direkt in den Müll?

Nein, Sie können die Hefe vor dem Mülleimer retten, indem Sie sie gründlich prüfen:

  • Riecht die Hefe sehr intensiv und unangenehm?
  • Ist die Hefe schmierig? 
  • Hat sich Schimmel auf der Hefe gebildet?

Wenn Sie diese Fragen mit 'nein' beantworten können, ist die Chance, dass Sie die Hefe noch verwenden können, groß. Finden Sie angetrocknete Stellen, entfernen Sie diese einfach und verwenden Sie die Hefe, wie Sie es vorhatten. Aber Achtung: Da bereits Pilzzellen abgestorben sind, ist die Triebkraft der Hefe unter Umständen nicht mehr so stark. Rechnen Sie also mit längeren Gehzeiten.

Wie lange ist Trockenhefe haltbar?

Während frische Hefe also recht schnell verbraucht werden sollte, können Sie es bei Trockenhefe* etwas entspannter angehen lassen. Bei diesem Produkt wird der Hefe Wasser entzogen, um sie haltbar zu machen. So erreichen die Hersteller eine Haltbarkeit von Trockenhefe von mehreren Jahren. Auf den kleinen Tüten finden Sie ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Aber auch hier gilt, nur, weil Sie das Datum verpasst haben, muss die Hefe nicht gleich in den Müll. Die Trockenhefe ist möglicherweise noch mehrere Wochen bis Monate danach einsatzfähig.

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So können Sie testen, ob frische Hefe und Trockenhefe noch aktiv ist

Damit Sie sich Ihr Backvorhaben nicht ruinieren, weil sich entgegen aller guten Annahmen doch nicht ausreichend lebende Pilze in Ihrer Hefe befunden haben, können Sie zwei einfache Tests verwenden, um zu prüfen, ob die Hefe noch aktiv ist:

  1. Lösen Sie die Hefe in etwas lauwarmem Wasser auf und geben Sie je nach Menge eine Prise oder einen Teelöffel Zucker dazu. Decken Sie den Behälter ab und schauen Sie nach fünf bis zehn Minuten nach, was sich getan hat. Ist die Hefe noch aktiv, sollten sich kleine Bläschen gebildet haben. Im besten Fall hören Sie es sogar leise knistern, als würde sich in der Flüssigkeit Kohlensäure befinden. Hat die Hefe den Test bestanden können Sie losbacken.
  2. Ein zweites Hilfsmittel ist der Vorteig: Geben Sie die aktivierte Hefe zum Mehl, das für das Rezept vorgesehen ist und verrühren Sie alles zu einem dick-flüssigen Teig. Eventuell müssen Sie noch etwas lauwarmes Wasser dazugeben. Decken Sie das Ganze ab und stellen es etwa dreißig Minuten an einen warmen Ort. Ist der Teig nach dieser Zeit deutlich größer geworden - im besten Fall hat er sich verdoppelt - können Sie die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Rezept fortfahren. Sehen Sie nach dieser Zeit, dass der Teig nur langsam aufgeht, planen Sie längere Gehzeiten ein.

Sind Sie mit diesen zwei Methoden sicher gegangen, dass Ihre Hefe noch quicklebendig ist, bleiben Ihnen enttäuschende Hefeteig-Erlebnisse in Zukunft wohl erspart. Sie können mit der zweiten Methode übrigens auch selbst hergestellte Hefe* testen.

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Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

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