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Alltags-Tipps, um sich gegen das Coronavirus zu wappnen: Was hilft wirklich?

In den letzten Tagen dreht sich gefühlt alles nur noch um ein Thema: Corona. Das neuartige Virus ist allgegenwärtig und leider auch in Deutschland und dessen Nachbarländern mittlerweile verbreitet. Die Medien sind voll von negativen Schlagzeilen. Bei so manchem kommt bereits ein Anflug von Panik auf – und die Menschen greifen zu teils unglaublichen Maßnahmen, um sich gegen die Krankheit zu schützen. Doch was kann man selbst wirklich tun, um ein Ansteckungsrisiko zu vermindern? Und welche Maßnahmen sollte man sich wortwörtlich besser „sparen“?

Die richtigen hygienischen Vorkehrungen treffen

Das wichtigste und sinnvollste, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern, ist eine gute Hygiene. Und damit darf man momentan ruhig ein bisschen übertreiben. Das Coronavirus wird über Tröpfcheninfektionen übertragen. Wenn die Keime erst gar nicht an Hände und Gesicht gelangen, ist auch eine Ansteckung unwahrscheinlich – funktioniert übrigens auch wunderbar für Grippe, Erkältung und Co. Die besten und simplen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus sind also folgende:

- Hände waschen: Mehrmals am Tag und für rund 30 Sekunden mit Seife die Hände waschen. Diese Maßnahme reicht schon aus, um sich wirksam zu schützen. Bis zu 1000 Keime werden alleine dadurch entfernt – und im Ernstfall wahrscheinlich auch der potenzielle Krankheitserreger.

- Achtsamkeit bei Körperkontakten: Jede ansteckende Krankheit lässt sich in Schach halten, wenn Körperkontakt reduziert wird. Auf Umarmung oder Handschlag kann man zu aktuellem Zeitpunkt auch mal verzichten. Wer selbst einmal husten, oder niesen muss, der sollte dafür die Armbeuge statt der Hände nutzen.

- Nicht ins Gesicht fassen: Wer trotzdem Bedenken hat, dass sich Keime an seinen Händen befinden und auf Nummer sicher gehen will, sollte Berührungen an Mund, Nase, oder Augen vermeiden. Denn erst wenn Erreger ihren Weg hierher finden, ist auch eine Ansteckung möglich.

Weniger sinnvolle Maßnahmen gegen Corona – darauf können wir verzichten

- Mundschutz-Masken: Die typischen OP-Masken scheinen gerade voll im Trend zu sein, mancherorts sind sie bereits ausverkauft. Doch seinem Namen entsprechend, gehört der Mundschutz auch genau dort hin: in den OP. Er stellt sicher, dass von behandelnden Ärzten keine Keime in die Wunden ihrer Patienten gelangen. Es gibt keinerlei Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung verringert.

- „Hamsterkäufe“: Es spricht nichts gegen einen vernünftigen Vorrat an Lebensmitteln, den sich jeder Haushalt anlegen. Jetzt noch schnell den Supermarkt zu plündern und die Regale mit Klopapier, Nudeln und Co leerzukaufen, ist allerdings völlig sinnlos. Noch gibt es keinerlei Lebensmittelengpässe in deutschen Supermärkten. Die panischen Käufe von Atemmasken und Desinfektionsmitteln bringt allerdings sogar weitreichende negative Folgen mit sich: Bei medizinischem Personal, das auf diese Artikel wirklich angewiesen ist, kommt es bereits zu Engpässen.

Bei Verdacht auf Ansteckung: Sofort den Arzt verständigen

Wer zu Zeiten der Corona-Krise erste Anzeichen der Krankheit verspürt, der sollte telefonisch oder über das Internet Kontakt mit einem Arzt aufnehmen. Anzeichen auf das Virus sind Fieber, ein trockener Husten und Abgeschlagenheit. Betroffene haben allerdings auch über Atemprobleme, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost berichtet. Über einen Hausarzt kann man den Corona-Test durchführen lassen – ein Ergebnis sollte hier nach etwa 12 Stunden vorliegen. Wer entsprechende Symptome zeigt, sollte jedoch nicht einfach in die Praxis kommen: Bei einem positiven Testergebnis muss diese aus Sicherheitsgründen zeitweise geschlossen werden. Bis das Testergebnis letztendlich vorliegt, muss man auf jeden Fall vorsichtig sein und Kontakte vermeiden, um Mitmenschen nicht potenziell zu gefährden. In Süddeutschland gibt es sogar bereits sogenannte „Drive-In-Stationen“, an denen Corona-Schnelltests aus dem Auto heraus angeboten werden. Diese liefern ein Ergebnis innerhalb von 15 Minuten. In NRW gibt es diese Corona-Schnelltests noch nicht – ein solcher Drive-In in der Region wäre allerdings keine schlechte Idee.

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