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Radioaktives Jod zeigt beid er Szintigrafie, welche Knoten in der Schilddrüse besonders aktiv sind und welche nicht.  

Abendsprechstunde "Die Schilddrüse"

Die Szintigrafie bringt Schilddrüsenknoten ans Licht

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Bekommt die Schilddrüse zu wenig Jod, kann sie nicht mehr genug Hormone bilden. Sie versucht, das Problem zu lösen, in dem sie sich vergrößert – es entsteht ein Struma oder Kropf.

Bei der Abendsprechstunde des Medienhauses Bauer zeigte Dr. Jörg Beautemps, Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin des Hertener St. Elisabeth-Hospitals, Bilder von enormen Kröpfen, wie sie noch bis vor einigen Jahrzehnten vor allem im Alpenraum vorgekommen seien, weil dort aufgrund der Entfernung zur See deutlich weniger Jod in der Luft ist, als bei uns. Heute muss es soweit aber nicht mehr kommen. 

Der Allgemeinmediziner Matthias Reising sprach von einem Druckgefühl, einem Kloß im Hals, Schluckbeschwerden oder auch leichte Atemnot, die Menschen zunächst verspürten, wenn die Schilddrüse zu wachsen beginnt. Dr. Beautemps berichtete, dass der Hemdkragen plötzlich irgendwie nicht mehr zu passen scheint. 

Radioaktives Jod wird gespritzt

Für eine Diagnose muss das Blut auf eine Überfunktion der Schilddrüse untersucht werden, und ein Ultraschall muss das Ausmaß der Vergrößerung ans Licht bringen. Schließlich muss bei einer Szintigrafie geklärt werden, wie , wo und in welchem Umfang die Schilddrüse Jod aufnimmt und damit, wie viel Hormone sie bildet.

Dazu wird dem Patienten radioaktives Jod oder eine jodähnliche radioaktive Substanz gespritzt, die sich dann in der Schilddrüse anreichert – und zwar sehr unterschiedlich, wenn es entsprechende Krankheitsbilder gibt. So nehmen heiße Knoten, die besonders viel Hormon produzieren, die Substanzen besonders stark auf, während kalte Knoten, die nichts oder nur sehr wenig produzieren, wenig bis nichts aufnehmen. Auf dem Bildschirm stellt sich das dar in gelb bis rot leuchtenden Arealen bei heißen und monochrom blauen Arealen bei kalten Knoten, wie Dr. Beautemps vorführte, der betonte, dass die radioaktiven Substanzen sehr schnell wieder ausgeschieden werden. 

Punktieren oder entfernen?

Wie er ausführte, wird unter Medizinern durchaus diskutiert, wie mit verdächtigen Knoten zu verfahren ist. Punktieren oder entfernen, sei immer die Frage. Er allerdings sei immer für entfernen, da das Punktieren durchaus Risiken berge und der Knoten danach immer wieder kontrolliert werden müsse. So plädierte er auch rigoros für die Entfernung kalter Konten. Denn: „Sie nehmen kein Jod auf und produzieren keine Hormone.“

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