+
Hinter häufigem Sodbrennen kann die Refluxkrankheit stecken. Bei unserer nächsten Abendsprechstunde ist sie das Thema.

Abendsprechstunde

Magensäure fließt zurück

Sodbrennen ist äußerst unangenehm. Wenn es häufiger auftritt, kann die Refluxkrankheit die Ursache sein. Und die muss behandelt werden. Wie, das erfahren Sie bei unserer nächsten Abendsprechstunde.

Sodbrennen und saures Aufstoßen – kennt doch jeder und tritt auch bei Gesunden schon mal auf. Oder? Wenn sich die Symptome häufen, kann die Refluxkrankheit dahinterstecken. Dann ist Handeln angesagt. Was Sie tun können und wie eine erfolgreiche Therapie aussehen kann, erklären die Experten des Elisabeth Krankenhauses Recklinghausen bei der nächsten Abendsprechstunde des Medienhauses Bauer am kommenden Montag, 1. Juli, ab 18.30 Uhr.

Ob zu üppiges Essen, zu viel Alkohol oder Kaffee oder aufgrund von Medikamenten: 20 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal pro Woche Sodbrennen, 90 Prozent davon leiden unter der sogenannten Refluxkrankheit. Sie ist die häufigste Erkrankung der Speiseröhre. Schließt der Muskel am Übergang vom Magen zur Speiseröhre nicht mehr richtig, wird es für den Betroffenen unangenehm: Die Magensäure fließt zurück und entfacht ein schmerzhaftes Brennen in der Brust. Auch saures Aufstoßen gehört zu den häufigsten Symptomen. Die Beschwerden machen sich vor allem nach dem Essen, aber auch spontan beim Bücken oder im Liegen bemerkbar. Fettreiche, scharf gewürzte Speisen, Alkohol, Nikotin und sogar Zucker wirken sich ungünstig auf den Reflux aus und führen zu einem Magensäureüberschuss.

Die Säure trifft auf die nahezu schutzlosen Zellen und verursacht eine Reihe weiterer, unterschiedlicher Beschwerden, die nicht sofort mit dem Magen oder der Speiseröhre in Verbindung gebracht werden. Die Magensäure kann bis zum Kehlkopf hochsteigen und dort zu einer chronischen Entzündung führen. Dauer-Heiserkeit und eine belegte Stimme sind die Folgen. Kleinste Säure-Tröpfchen können sich ihren Weg durch die Lunge bahnen und eine chronische Bronchitis, Luftnot und Asthma auslösen. Auch Erbrechen, Schluckbeschwerden oder Druckgefühl im Oberbauch können Beschwerden sein, die mit Reflux einhergehen.

Schwerwiegende Schäden können folgen

Genauso vielseitig sind die Ursachen, die eine Refluxkrankheit auslösen können: Vorliegen können eine Funktionsstörung der Speiseröhre, eine Entleerungsstörung des Magens durch eine Schädigung von Nerven zum Beispiel bei Diabetes, rheumatische Erkrankungen, ein Zwerchfellbruch, eine verminderte Selbstreinigungsfähigkeit der Speiseröhre … 

Durch den Reflux kann es zu schwerwiegenden Schäden der Schleimhaut in der Speiseröhre kommen. Der ständige Entzündungsreiz auf die Speiseröhre kann auf Dauer zu narbigen Verziehungen und Einengungen führen. Das Krebsrisiko steigt. Das muss nicht sein. Mit Medikamenten und einer gesunden Ernährung sind die Symptome in den meisten Fällen soweit in den Griff zu bekommen, dass Komplikationen vermieden werden.

Woran ist Reflux zu erkennen, was ist zu beachten und wann gehört die Behandlung in ärztliche Hände? Dr. Yildirim-Fahlbusch verrät dies in seinem Vortrag unter dem Titel „Wie erkenne ich die Refluxkrankheit, und was kann ich tun?“.

Nicht bei jedem Patienten schlägt eine medikamentöse Therapie an. Sind die Beschwerden zu stark, bringt das Medikament nicht den gewünschten Erfolg, kann eine Operation infrage kommen. Ein Eingriff kann die Lebensqualität des Betroffenen nachhaltig verbessern.

Die Anti-Reflux-Operation wird als Fundoplicatio bezeichnet und ist ein Verfahren, bei dem die Speiseröhrenmündung durch eine Umformung des Magens verstärkt wird. Ein Teil der Magenwand wird wie eine Manschette um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und festgenäht. Durch den verstärkten Verschluss wird der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verhindert und eine normale Ernährung ermöglicht. So soll Sodbrennen und Co. vorgebeugt werden. Wie dieser Eingriff vonstattengeht und wie nachhaltig er Reflux verhindern kann, erklärt Chirurg Bernd Klier in seinem Vortrag.

Im Anschluss stehen dann beide Mediziner noch zur Beantwortung persönlicher Fragen zur Verfügung.

INFO: Die Abendsprechstunde findet statt am Montag, 1. Juli, um 18.30 Uhr im Fritz-Husemann-Haus, Leopoldstraße 60, 45661 Recklinghausen. Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Neue Details zur Schlägerei bei Fußballspiel, Arbeiter fällt tief in Herten, Prozess fortgesetzt
Neue Details zur Schlägerei bei Fußballspiel, Arbeiter fällt tief in Herten, Prozess fortgesetzt
Schwerer Unfall im Schacht - Sanitäter müssen sofort Verstärkung holen
Schwerer Unfall im Schacht - Sanitäter müssen sofort Verstärkung holen
Schlägerei bei Vinnum gegen SV Herta 23 - Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Schlägerei bei Vinnum gegen SV Herta 23 - Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Das "Wirxel-Haus" in Datteln steht im Internet zum Verkauf - treibt der Investor ein mieses Spiel? 
Das "Wirxel-Haus" in Datteln steht im Internet zum Verkauf - treibt der Investor ein mieses Spiel? 
Trickdiebe in Datteln? Anwohner im Beisenkamp fühlen sich durch Gaunerzinken verunsichert
Trickdiebe in Datteln? Anwohner im Beisenkamp fühlen sich durch Gaunerzinken verunsichert

Kommentare