Glücksspiel - zwischen Sucht und Hobby

Der wachsende Einfluss des Glücksspiels ist nicht zuletzt dank der dauerhaften Präsenz in Fernsehen oder auch im Internet mehr als deutlich zu bemerken. Das vielfältige Angebot unterschiedlicher Möglichkeiten trägt hierzu mit Sicherheit einen großen Teil bei. Aber nicht jedes Glücksspiel ist gleichbedeutend mit einer Sucht.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (kurz BZgA) führte 2015 eine Studie durch, nach der sich rund 40 % der Deutschen an einer Form des Glücksspiels beteiligen. Bei den Männern sind die Zahlen etwa 10 % höher als bei den Frauen. 3,6 Milliarden Euro wurden im Jahr 2016 durch das Lotto und andere Lotterien eingespielt.

Die Regelungen zu Glücksspielen und Wetten sind durch Bundesländer festgesetzt. Um dies bundesweit zumindest zum Teil anzugleichen, schlossen alle Bundesländer den sogenannten ab. Darin werden bis heute Lotto, Lotterien, Sportwetten, Spielbanken und die Aufstellung von Geldspielgeräten in Spielhallen reguliert.

Das Mindestalter für Glücksspiel schwankt, je nach Art des Glücksspiels. Spielhallen sind in der Regel ab 21, wohingegen die Teilnahme an der Lotterie ab 18 und für kleinere Glücksspiele sogar ab 16 erlaubt ist. Immer mehr Menschen überschreiten die Grenze zwischen Spaß und Sucht. Illegale Wetten, besonders im Sportbereich, eine Zuwachsrate von 8 % für Glücksspiele und rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz allein für Spielautomaten im Jahr 2016 zeigen diese Entwicklungen deutlich auf. Online-Wettmöglichkeiten und Glücksspielautomaten sind die gefährlichsten Suchtmacher weltweit. Eine Untersuchung der Universität Greifswald und Lübeck sind etwa 193.000 Menschen in Deutschland krankhaft spielsüchtig. Aber nicht jede Art des Glücksspiels ist gleich. Es gibt entscheidende Unterschiede zwischen reinem Glücksspiel und dem Spiel auf einer wissensbasierten Grundlage. Letzteres erhöht für Menschen, die sich auskennen, die Gewinnchance und darf deshalb nicht direkt mit Spielen wie der Lotterie verglichen werden.

Nicht alle Glücksspieler sind süchtig. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Wetten und anderem Glücksspiel lässt zu, dass man das, was andere als Sucht sehen, als Hobby beibehalten kann. Gerade der Bereich der Sportwetten lebt von der sehr breiten Abwechslung. Bei den Sportwetten handelt es sich in erster Linie natürlich um ein ganz klassisches Glücksspiel, sodass ein Einfluss auf den Erfolg nur geringfügig realisierbar ist.

Dennoch gibt es natürlich ein gewisses Hintergrundwissen, welches vorhanden sein sollte, um den Einstieg in die Sportwetten erfolgreich zu gestalten. Die Bundesliga bietet hierfür gute Voraussetzungen, denn durch die starke Fankultur in Deutschland sind viele Informationen bereits vorhanden. Unterschiedliche Quoten, unterschiedliche Spiele und unterschiedliche Wetten stehen hier im Vordergrund und sind auch in der Bundesliga zu finden. Außergewöhnliche, teilweise schon kuriose Wetten gehören hier mehr oder weniger zum Alltag. In einem Interview erzählte Evgeny Krinitsyn, ein Sportwettenanalyst von , von verschiedenen ungewöhnlichen Wetten: Dazu zählt u.a.: "Bayern München ungeschlagen in der Bundesliga in dieser Saison" mit einer Quote von 34.00.

Auch viele weitere Beispiele rund um außergewöhnliche Wetten gibt es immer wieder in der Bundesliga. Und dies ist einer der ersten Gründe, warum die Sportwetten in der Bundesliga durchaus eine interessante Möglichkeit sein können.

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