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Glücksspielverbot in Österreich - diese Fakten sollten Sie kennen!

In Österreich sind ähnlich wie in Deutschland illegale Glücksspiele verboten. Pressemeldungen zufolge will das Bundesfinanzministerium in Wien das Monopol der Austria Casinos dadurch schützen. Gleichzeitig besteht die Absicht, mithilfe gesetzlicher Anpassungen einer Gefährdung durch Spielsucht vorzubeugen. Dem Gesetzgeber in Österreich steht jedoch derzeit keine Handhabe zur Verfügung, um gegen diverse Angebote im Internet vorzugehen.

Konzessionen nur an österreichische Unternehmen

Das österreichische Geldspielgesetz kann das Online-Glücksspiel bei Unternehmen, die als unseriös eingestuft werden, nicht nur verhindern, sondern auch über entsprechende Netzsperren unterdrücken. Im Kampf gegen das illegale will Österreich jetzt nachbessern und illegales Glücksspiel durch geeignete Gesetzesänderungen eindämmen. Fachleute wiesen in diesem Zusammenhang daraufhin, dass viele Webseiten im Internet über eine europäische Lizenz verfügen und entsprechend reguliert werden. In Österreich unterliegen Glücksspiele wie Lotto und Toto ebenso wie die Klassenlotterie, Videolotterien und Internetglücksspiele dem Glücksspielmonopol des österreichischen Staates. Konzessionen für diese Spielformen werden jedoch ausschließlich durch das Bundesministerium der Finanzen erteilt. Jugendlichen unter 18 Jahren ist in der Alpenrepublik der Aufenthalt in Casinos, Wettbüros und ähnlichen Räumlichkeiten untersagt. An Glücksspielen und Sportwetten dürfen nur volljährige Personen teilnehmen. Das Spielen von Casino-Glücksspielen wie Poker, Roulette und Black Jack ist in Österreich ausschließlich in lizensierten Casinos gestattet. Glücksspiele, die außerhalb der regulierten Casinos in privaten Clubs oder Bars angeboten werden, sind illegal. In manchen Bundesländern, wie Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien ist auch das sogenannte „kleine Glücksspiel“ oder Glücksspiel in Landesausspielung nicht gestattet. Hingegen dürfen in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Burgenland und Steiermark Glücksspielautomaten auch außerhalb der Spielcasinos betrieben werden. Fachleute empfehlen Interessenten, sich vorher über die Rechtslage in Deutschland und über zu informieren. Eine Übersicht legaler Online Casinos sowie wichtige Informationen zu deren Spieleangeboten, Bonusprogrammen und Glücksspiellizenzen bietet diese Dienstleister an. In Österreich ist Spielern ebenso wie in Deutschland der Zutritt zum Spielsalon erst und nachdem sich der Besucher registriert hat, erlaubt. Österreichische Lotterieanbieter dürfen auch Glücksspiele im Internet anbieten, wobei die Teilnehmer bei ihrer Registrierung ebenfalls einen Nachweis über ihre Volljährigkeit erbringen müssen.

Gesetze entsprechen der EU-Norm

Im vergangenen Jahr stellte der Verwaltungsgerichtshof in Wien fest, dass das derzeit geltende österreichische Glücksspielgesetz den Vorschriften der Europäischen Union (EU) entspricht, weshalb dieses weiterhin Gültigkeit behält. In Österreich wird zwischen dem sogenannten kleinen und dem großen Glücksspiel unterschieden. Zu den großen Casino-Spielen zählen Spiele, bei denen große Bargeldsummen eingezahlt und gewonnen werden können. Als kleine Glücksspiele gelten Casino-Games mit Einsätzen, die lediglich 1 oder 2 Cent betragen und bis zu einem Höchsteinsatz von 50 Cent. Kleine Spiele werden häufig in Gaststätten oder Spielhallen angeboten, die über verfügen. Viele Internetanbieter haben allerdings ebenfalls Online-Spiele mit niedrigen Einzahlsummen im Programm. Große Spiele, bei denen es um hohe Einsätze geht, dürfen in Österreich ausschließlich in staatlich lizenzierten Spielcasinos gespielt werden. Dieser Markt ist stark monopolisiert. Demnach werden entsprechende Lizenzen nur an staatliche Spielbanken vergeben. Im Sinne des österreichischen Finanzministeriums sollen zukünftig landbasierte Casinos die einzigen Betreiber, die Online-Casino mit Echtgeldeinsatz anbieten, sein. Entsprechend der EU-Regelung dürfen aber auch Online Casinos mit einer Lizenz aus einem anderen EU-Land Glücksspiele anbieten

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