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Gute Gründe für Low Carb

Auf den ersten Blick könnte man meinen, wer abnehmen möchte, bräuchte einfach weniger Kalorien zu sich zu nehmen als er über den Tag hinweg verbrennt. Doch hier liegt bereits das Grundproblem. Denn der Mensch verzehrt instinktiv so viel wie es seinem Grundumsatz entspricht. Darauf sind sein Appetit und Hungergefühl abgestimmt.

Jede Kalorie zu wenig wird vom Körper als Mangel interpretiert und kann dem Körper nur unter großer Kraft und Selbstüberwindung abgetrotzt werden. Menschen, die einer Hungersnot ausgesetzt sind, wissen ein Lied davon zu singen. Fehlt durch die Freiwilligkeit einer Diät der äußere Druck, macht dies die Aufgabe eher noch schwerer. Nur wenig Kalorien zu sich zu nehmen, ist also leicht gesagt und schwer getan.

Low Carb und Low Fat gegenübergestellt

Die Diät teilt sich grob in zwei Schulen. Die einen Konzepte sind Low Carb zugeneigt und propagieren den Verzicht auf Kohlenhydrate, die sich aus mehr oder weniger langkettigen Zuckermolekülen zusammensetzen. Die anderen Konzepte sehen hingegen in der Vermeidung von Lipiden den Königsweg. Natürlich ist damit der Reichtum an Diätkonzepten noch nicht erschöpfend dargestellt, sodass beispielsweise die Idee, tierische durch pflanzliche Kost zu ersetzen, viele Anhänger hat. Aber zurück zu den Polen Fett und Zucker in den diätetischen Grundkonzepten:

Das Problem bei Low Fat besteht nun darin, dass diese Grundidee weitgehend dem Kalorienzählen entspricht, das immer wieder für Probleme sorgt. Wer Fett vermeidet, vermeidet Kalorien, denn Fette weisen von allen Makronährstoffen den höchsten Kalorienanteil auf. Ein Gramm Fett entspricht nämlich neun Kilokalorien. Bei einem Gramm Kohlenhydraten oder Proteinen sind dies hingegen nur vier Kilokalorien. Diese Tatsache spricht also nicht nur für, sondern auch gegen das Diätkonzept Low Fat. Die Grundidee von Low Carb ist wesentlich diffiziler und ausgefeilter.

Vor allem ein Experte, Benjamin Oltmann, hat sich in den letzten Jahren in der Diätszene mit vielen frischen Ideen einen Namen gemacht. Oltmann hat die Ideen von Low Carb aufgegriffen und zu einem eigenen Ernährungsplan weiterentwickelt. Bereits mehr als 100.000 Menschen hat er zu einer deutlichen Gewichtsreduktion verholfen. Seine Abnehmtipps und Tricks sind in Benny‘s Abnehm-Blog einsehbar und auch wir werden in unserer Auseinandersetzung mit dem Low Carb Konzept einige zentrale Ideen von Benjamin Oltmann vorstellen.

Der Mensch besitzt zwei Stoffwechsel

Die Existenz zweier Stoffwechsel ist den meisten Menschen nicht bewusst. Sie orientieren sich unbewusst am Zuckerstoffwechsel und gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie nach kurzer Zeit der Enthaltsamkeit automatisch wieder Hunger bekämen. Der ketogene Stoffwechsel, durch den die Fette in Energie umgewandelt werden, wird regelmäßig übersehen. Realiter ist diese weit verbreitete Einschätzung ein neuartiges Phänomen, das nur zum Teil ein Produkt des Wohlstands ist, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in einer langen Periode von Frieden und Prosperität in der westlichen Welt verbreitete. Der andere Grund basiert auf einer Entwicklung, die wesentlich länger andauert als die dramatisch verbesserte materielle Lebenssituation in der westlichen Welt.

Der unnatürliche Siegeszug des Zuckers

Es geht um einen Prozess, der durchaus die Tragweite einer Revolution hat, nämlich die systematische Verbreitung von Zucker in nahezu allen handelsfertigen Lebensmitteln. Dieser Prozess begann mit der Kolonialisierung Amerikas und der Entdeckung des Zuckerrohrs, das die Kolonialisten systematisch anzubauen lernten. Er setzte sich fort mit der Züchtung der Zuckerrübe aus der Runkelrübe, die eine preußische Erfindung war, denn Preußen besaß keine Kolonien und hatte damit keinen Zugriff auf Zuckerrohr. Heute nimmt der moderne Mensch durch die Fortschritte in der industriellen Fertigung und maschinellen Zuckerverarbeitung ungefähr das Zwanzigfache an reinem Zucker zu sich als noch vor 200 Jahren.

Noch gravierender fällt der Vergleich mit Blick auf die Zeit der Jäger und Sammler aus. Die Menschen kannten damals Zucker allenfalls aus den Früchten der Beerensträucher und Obstbäume. Innovationen wie der Ackerbau und die Gewinnung von Honig lagen noch in weiter Ferne. Die Entwicklung von Zucker von einer Rarität zur Dominanz hat unsere natürliche Ernährungsweise auf den Kopf gestellt und unseren Geschmack von Grund auf geändert. Globale Unternehmen wie McDonalds und Coca Cola, die eine ganze Lebensphilosophie verkörpern, sind nur die Spitze des Eisbergs.

Geheimnisse des ketogenen Stoffwechsels

Hinzu kommt, dass der menschliche Organismus die Verbrennung von Zucker priorisiert. Erst wenn die Zuckermoleküle infolge der enzymatischen Katalyse aufgespalten und verbrannt sind, werden die Fettdepots angezapft. Auch das ist ein Grund dafür, warum die meisten Menschen automatisch an den Zuckerstoffwechsel denken, wenn es um Ernährungsthemen geht.

Der ketogene Stoffwechsel ist also wesentlich genügsamer. Er entspricht den Anforderungen in archaischen Zeiten, als das Leben der Jäger und Sammler rau, hart und gefährlich war. Die Urmenschen hausten mit ihren Stämmen in Höhlen und mussten sich stets gegen feindliche Stämme, wilde Tiere und die Launen des Wetters behaupten. Allein mit ihrem volatilen Zuckerstoffwechsel hätten sie im Winter keine Chancen gehabt. Sie wären allesamt schnell verhungert. Der ketogene Stoffwechsel half ihnen hingegen über den Winter. Die Menschen ruhten in dieser Zeit als eine Art Vorstufe zum Winterschlaf, um keine unnötigen Energien zu verbrennen.

Am Ende des Winters hatten die meisten Menschen überlebt und waren allenfalls ausgezehrt. Sie hatten nun beginnend mit dem Frühling wieder genug Zeit, ihre Fettdepots wieder zu füllen, um den kommenden Winter zu überstehen. Der Frühling war die Zeit der Wiederauferstehung, an die auch das christliche Osterfest anknüpft. Vor allem Anwender der ketogenen Diät, bei welcher der Metabolismus einzig auf den ketogenen Stoffwechsel umgestellt wird, stellen überraschend fest, dass sich das Hungergefühl kaum noch meldet. Der Körper zehrt genügsam von den Fettreserven und der früher als normal empfundene permanente Wechsel von hungrig und satt ist überwunden. Dadurch werden überhaupt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass eine Reduktion des Grundumsatzes praktisch machbar ist.

Die Vorteile von Low Carb

Auch wenn Low Carb nicht so konsequent ist wie eine ketogene Diät, die eher No Carb denn Low Carb entspricht, lassen sich mit diesen Hinweisen doch einige Vorteile von Low Carb erkennen. So halten fett- und proteinreiche Speisen wesentlich länger satt als Speisen mit hohen Zuckeranteilen. Außerdem ist der Hunger bei diesen Produkten wesentlich schneller gestillt. Man stelle sich zum Beispiel vor, wie man problemlos einen Berg von Waffeln vertilgen kann und nach nur kurzer Zeit schon den nächsten Berg.

Bei Lebensmitteln mit nur wenig Kohlenhydraten wie Fleisch und Salat stößt man hingegen schnell an seine Grenzen. Besonders problematisch sind die durch Zucker ausgelösten Heißhungerattacken, da sie eine Kombination von Hunger und Sucht darstellen. Wissenschaftlich entdeckt wurde hierbei, dass Zucker an das Belohnungssystem im Gehirn andockt und damit ein ähnliches chronisches Verlangen auslösen kann wie dies Alkohol, Koffein und Nikotin zu tun vermögen.

Das natürliche Hungergefühl wird insgesamt durch eine zuckerarme Kost gezähmt und damit die Bedingung kreiert, dass in Zukunft bewusster mit Lebensmitteln umgegangen werden kann. Schließlich reduziert eine spürbare Senkung von Lebensmitteln mit hohen Zuckeranteilen das Entzündungsrisiko. Hierin besteht zum Beispiel der Zusammenhang von Zucker und unreiner Haut, die meistens das Resultat von dermatologischen Entzündungsprozessen ist.

Low Carb weiterentwickelt – das Besondere an Bennys Konzept

Benjamin Oltmann hat sich systematisch mit den Ideen von Low Carb auseinandergesetzt und daraus ein Konzept gebastelt, mit dem sich das Abnehmen mit so wenig Hunger und Verzicht wie möglich gestalten lässt. In seinem Plan nutzt er den Umstand aus, dass der menschliche Stoffwechsel sich zuerst um die Verbrennung von Kohlenhydraten kümmert, bevor er sich mit den Fetten beschäftigt. Auf diese Weise lässt Oltmann es zu, dass die Teilnehmer seiner Diät ihre Lust auf zuckerhaltige Produkte am Morgen stillen können.

So dürfen zum Frühstück durchaus Croissant und Baguette auf den Tisch. Erst beim Abendessen wird weitgehend auf Zucker im Wochenplan verzichtet. So kann sich der Stoffwechsel während der langen Schlafphase in der Nacht ganz dem Verbrennen der Fettpolster widmen und die Kalorien werden im Schlaf abgebaut. Oltmann macht es den Teilnehmern seiner Diät also so leicht wie möglich, was zum Erfolg der Diät beiträgt, denn je geringer der Leidensdruck beim Abnehmen ausfällt, desto stärker wird die Gefahr des Jojo-Effekts eingedämmt, der bei jeder Diät als rosa Elefant im Raum steht. „Abnehmen ohne Hunger“ ist deswegen auch der Titel seines Bestsellers. Für Anfänger ist der Einstieg in die Diät auf Samt gebaut.

Außerdem führt Oltmann einen Blog und eine Facebook-Premiumgruppe. Jeder Kunde, der sein Kochbuch erwirbt, erhält einen kostenlosen Zugang zur Premiumgruppe. Er kann sich mit Gleichgesinnten austauschen und gegenseitig motivieren. Schließlich steht ein freundliches Expertenteam in der Gruppe bereit, an das sich der Teilnehmer jederzeit mit seinen Fragen wenden kann.

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