Das Orten des Handys kann im Notfall sehr wichtig sein.
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Photo by Gilles Lambert on Unsplash

Handy gestohlen? Das können Sie tun!

Jeden Tag werden in Deutschland etwa 600 Smartphones gestohlen. Ein unachtsamer Moment kann im Trubel der Öffentlichkeit ausreichen, um den ständigen Begleiter zu verlieren. Dies gilt insbesondere unter dem Aspekt, dass geschulte Langfinger ihr verruchtes Handwerk beherrschen und solche Momente schnell und intuitiv auszunutzen verstehen. 

Vor allem angesichts der vielen persönlichen Daten, die mit einem Smartphone verbunden sind, ist solch ein Ernstfall besonders ärgerlich.

Zum Glück gibt es gute Möglichkeiten der Vorsorge. Sogar wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, haben Besitzer noch einige Optionen zur Schadensbegrenzung zur Hand. Im besten Fall finden sie ihr Handy durch Ortung wieder, denn grundsätzlich ist eine Handyortung ohne Anmeldung möglich, um den Standort ermitteln zu können. Schließlich geht es nicht um die Daten dritter Personen, sondern um die eigenen, sodass keine Grundrechte zu schützen sind. Diese Dienste sind frei verfügbar und bieten im Internet eine kostenlose Handyortung an.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Als Vorsorge hilft es, das Handy immer im Auge zu behalten und es in der vorderen Hosentasche, in einem Schutzetui oder in einem Rucksack zu verstauen. Erhältlich sind im Handel bereits diverse Schutzbänder und andere Befestigungen, die Dieben die Mitnahme erschweren. Auch elektronisch sind bereits viele Schutzvorkehrungen möglich. Dazu gehören eine Bildschirmsperre, ein Fingerabdrucksensor, die Gesichtserkennung, ein Passwortschutz und eine Pin-Nummer zur Freischaltung. Die Polizei empfiehlt außerdem eine regelmäßige Datensicherung, um den Datenverlust einzugrenzen. Um ehrlichen Findern die Rückgabe einfach zu machen, hilft es, seine eigenen Kontaktdaten auf dem Handy zu hinterlassen.

Da man nach dem Handyverlust so schnell wie möglich beim Betreiber die SIM-Karte sperren lassen sollte, damit der Dieb sie nicht für eigene Zwecke nutzt, hilft es, sich vorab einige wichtige Daten zur Identifikation zu notieren. Dies sind die Handyrufnummer, die Kundennummer, die SIM-Kartennummer sowie die 15stellige „Internationale Mobile Station Equipment Identity“ (IMEI-Nummer). Die IMEI-Nummer erscheint bei der Eingabe des Codes „*#06#“ auf dem Display. Bei anderen Geräten ist die IMEI-Nummer auf der Verpackung oder dem Kundenvertrag aufgeführt.

Handeln im Verlustfall

Da Diebe durch einen Probeanruf dazu gebracht werden könnten, das Handy auszuschalten, empfiehlt es sich vor dem Probeanruf die bereits beschriebene Handyortung als erstes vorzunehmen und erst danach den Probeanruf zu tätigen. Denn ein ausgeschaltetes Handy erschwert die Ortung und macht sie oft sogar ganz unmöglich. Wenn beides vergebens war, dann sollte das Handy beim Hersteller gesperrt werden. Die dafür notwendigen Identifikationsnummern wurden bereits genannt. Danach sind eine Anzeige und ein Gang zur Polizei angebracht, denn nur die Polizei hat einen Zugriff auf das GPS-Netz, mit dem die Gesetzeshüter einen weiteren Ortungsversuch vornehmen können.

Die Anbieter helfen beim Orten

Handy orten ohne GPS ist übrigens ebenfalls möglich. Diese alternative Ortung funktioniert über das GSM-Netz, wobei die Abkürzung für „Global System for mobile Communications“ steht. Dabei handelt es sich um den international gültigen Standard für den Mobilfunk. Während sich das System heute mit G5 bereits in der fünften Generation befindet, wurde die erste Generation in Deutschland beginnend mit dem Jahre 1992 aufgezogen. Die Kommunikation läuft über Datenpakete, die via „Zeitschlitze“ hin- und hergesendet werden. Die überall verbreiteten Sendemasten dienen als Funkschnittstellen der Orientierung. Grundsätzlich haben nur die Hersteller Zugriff auf das GSM-Netz.

Nützliche Zusatzfunktionen

Die Hersteller können aber dem Nutzer mit Apps oder definierten Befehlen den Zugriff zumindest auf die Ortung des Handys im Verlustfalle geben. Bei einem iPhone läuft diese Prozedur über die iCloud und dort über den Befehl „mein iPhone suchen“. Bei einem Android-Smartphone unterstützt der Anbieter das Wiederauffinden des verlorenen Smartphones über den Button „Sicherheit“ im Android-Gerätemanager. Übrigens wird auch auf diesem Feld die Technik immer raffinierter. Zum Beispiel hat die App „Theft Alerts“, die automatisch Fotos vom Dieb schießt und über eine E-Mail übermittelt, durchaus das Zeug dazu, den Dieben die Lust auf Smartphones dauerhaft zu verhageln. Dabei ist diese nur eine von vielen kreativen Apps, die in den letzten Jahren speziell zum Diebstahlschutz entwickelt wurden.

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