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Düsseldorfs Immobilienmarkt zieht weiter an

Wohnen wird in Düsseldorf immer teurer.

Ein Blick auf die Immobilienpreise zeigt, dass sich die Kosten für eine Eigentumswohnung in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt haben. Während der Quadratmeter 2007 rund 1.600 Euro kostete, waren es 2018 schon weit mehr um die 3.5000 Euro. Zwar lag der prozentuale Preisanstieg nur noch bei einem Prozent pro Quartal, aber ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Dabei gilt: Je neuer, desto schneller steigen die Preise.

Damit wird eine 80 Quadratmeter große Wohnung in Düsseldorf bald an die 300.000 Euro kosten, wobei es sich hierbei natürlich um einen Durchschnittswert handelt. Wer als Immobilienmakler Düsseldorf betreut, der weiß, dass Wohnungen am zentralen Rheinufer besonders begehrt sind. In Oberkassel sind 5.000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit, sondern eher die Normalität. Immobilienangebote für über 7.000 Euro pro Quadratmeter sind ebenfalls vorhanden.

Wer günstig wohnen will, zieht an den Stadtrand

Günstiger sind Wohnungen in Randbezirken wie Benrath oder Gerresheim. Hier ist auch der Mietpreis für Wohnungen mit durchschnittlich zehn Euro recht niedrig. In Oberkassel und in der Altstadt belaufen sich die Kosten auf etwas über 14 Euro. Verglichen mit anderen deutschen Großstädten wie Hamburg, wo eine gut ausgestattete Wohnung in einer annehmlichen Lage mindestens 15 Euro pro Quadratmeter kostet, ist Düsseldorf jedoch ein günstiges Pflaster für Mieter.

Mietwohnungen waren in der Landeshauptstadt auch schon mal teurer. 2016 mussten für eine 30 qm große Wohnung rund 450 Euro bezahlt werden, heute sind es knapp 400 Euro. Anders sieht es bei großen Wohnungen mit 100 qm aus - hier wurde 2018 ein neuer Höchststand erreicht mit 11,80 Euro pro Quadratmeter. Miethäuser sind im Schnitt zwei Euro teurer als Mietwohnungen. In allen Bereichen liegt Düsseldorf jedoch über den Durchschnittsmieten von Nordrhein-Westfalen und Deutschland - da hilft auch keine Mietpreisbremse.

Häuser werden immer teurer

Doch wie sieht es mit Einfamilienhäusern aus? Auch geht es mit den Preisen weiter bergauf. Allein im ersten Halbjahr 2018 stiegen sie um zehn Prozent. Aktuell werden durchschnittlich 3.800 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, also rund zwei Drittel höher als vor zehn Jahren. Reihenhäuser wurden 2018 zwischen 260.000 und 760.000 Euro verkauft, die Preise für Einfamilienhäuser erreichten in der Spitze 1,7 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um Werte für Bestandsimmobilien.

Wer neu baut, interessiert sich natürlich auch für die Grundstückskosten. Laut Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Düsseldorf lagen diese im ersten Halbjahr 2018 bei Ein- und Zweifamilienhäusern zwischen 410 und 910 Euro pro Quadratmeter und damit etwa auf dem Niveau von 2017. Reihenhaus-Grundstücke kosteten bis zu 1.400 Euro. Der Ausschuss veröffentlichte zudem eine Statistik über die Anzahl der Immobilienkäufe. Demnach wurden weniger Immobilien verkauft, dafür wuchs jedoch der Umsatz - ein weiteres Indiz für den Preisanstieg.

Der Immobilienboom führt auch dazu, dass die durchschnittliche Wohnungsgröße in Düsseldorf bei nur knapp 71 qm liegt. In Dortmund oder Duisburg sind es fünf Quadratmeter mehr und im Saarland sind es sogar fast 100 qm. Bauen statt Mieten ist wohl auch für viele Menschen aktuell die bessere Option, wenngleich Düsseldorf nicht zu den zehn teuersten Städten Deutschlands hinsichtlich der Immobilienpreise gehört.

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