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Immobilie verkaufen in Zeiten von Corona – worauf Hausbesitzer achten sollten

Wer für 2020 geplant hatte, eine Immobilie zu verkaufen, ist jetzt wegen der Corona-Pandemie verunsichert und stellt sich viele Fragen: Macht es überhaupt noch Sinn, aktuell ein Haus zu verkaufen? Gibt es im Moment genügend potenzielle Käufer? Wie wird es mit den Immobilienpreisen weitergehen? Und wie können Termine und Besichtigungen in Zeiten von Covid-19 am besten organisiert werden? Dieser Artikel soll die wichtigsten Fragen für Immobilienverkäufer beantworten.

Trotz Corona-Krise gibt es Kaufinteressenten 

In der Kalenderwoche 12 ging das Interesse an Immobilien rapide zurück. Mittlerweile hat sich das Kaufinteresse aber gefangen und steigt auch wieder an. Der starke Rückgang lag wahrscheinlich in erster Linie daran, dass die meisten Kaufinteressenten für einige Zeit mit anderen Themen zu kämpfen hatten. Analysiert man aktuell die Suchtrends von Google in Bezug auf Suchanfragen zu Themen, die mit dem Immobilienkauf zusammenhängen, so stellt man fest, dass die Anzahl derartiger Anfragen wieder konstant zunimmt. Etliche Kaufinteressenten nutzen jetzt die freie Zeit, um sich mit Exposees zu beschäftigen und einen Plan für die Baufinanzierung zu erstellen. Darüber hinaus gibt es aktuell sogar eine erhöhte Nachfrage unter den Kapitalanlegern: Für viele Anleger sind Investitionen in Anlageimmobilien derzeit eine attraktive Alternative zu anderen Anlageformen wie etwa Aktien. 

Immobilienverkauf: Vieles läuft jetzt digital 

Dem Internet sei Dank müssen Termine nicht zwangsläufig im Büro oder in der Immobilie abgehalten werden. Videotelefonie und Online-Besichtigungen sind für viele Immobilienmakler mittlerweile zum Alltag geworden. Erste Wohnungs- und Hausbesichtigungen können Hausbesitzer potenziellen Käufern durch einen 360-Grad-Rundgang ermöglichen. So haben die Interessenten die Möglichkeit, sich schon vor dem richtigen Besichtigungstermin einen Eindruck von der Immobilie zu verschaffen. Umso wichtiger ist es jetzt aber für Hausverkäufer, diesen Video-Rundgang professionell zu produzieren. Will man beispielsweise in einer Großstadt wie Hannover sein Haus verkaufen, ist die Anzahl an Objekten, die zum Verkauf stehen, relativ groß. Es gilt also, mit der richtigen Präsentation der Immobilie und der Umgebung aus der Masse herauszustechen. Wie auf city-immobilienmakler.de beschrieben ist, interessiert sich ein potenzieller Käufer dabei nicht nur für das Eigenheim an sich, sondern auch für das Umfeld. Es ist wichtig, beides im 360-Grad-Video entsprechend hervorzuheben. Im Idealfall sollte man sich gerade in den aktuellen Zeiten Unterstützung bei einem Immobilienmakler einholen. Die eigentlichen Einzel-Besichtigungstermine können ebenfalls online per Videoanruf oder unter Berücksichtigung der örtlichen Bestimmungen vor Ort durchgeführt werden. 

Wie Corona die Immobilienpreisentwicklung beeinflusst 

Die Auswirkungen von Corona auf den Immobilienmarkt sind aktuell noch gering, allerdings wird sich das in den nächsten Monaten ändern. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in einigen Teilmärkten die Immobilienpreise für kurze Zeit um 5 bis 10 Prozent fallen werden. Aktuell zeigt sich beispielsweise, dass Bauträger Schwierigkeiten haben, Neubauwohnungen zu verkaufen. Dafür gibt es viele Gründe: Manche Kaufinteressenten warten erst einmal ab, weil sie unsicher sind, ob ihr Job noch sicher ist und sie in der Lage wären, ein Immobiliendarlehen dauerhaft zu bedienen. Dazu kommt noch, dass es zum Teil schwieriger wird, eine Baufinanzierung zu erhalten, weil manche Banken schon mehr Wert auf einen hohen Eigenkapitalanteil legen, damit sich Kreditausfälle vermeiden lassen. Trotzdem verspüren viele Menschen aktuell einen großen Wunsch nach einer eigenen Immobilie, denn die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen zeigen den Leuten, dass es extrem wichtig ist, sich daheim wohlzufühlen. Zwar soll das Reisen innerhalb Deutschlands bald wieder möglich sein, aber dennoch werden wir uns in den nächsten Wochen und Monaten alle noch oft in unseren eigenen vier Wänden aufhalten müssen. Experten rechnen daher damit, dass die Nachfrage in Ballungsgebieten weiter hoch bleibt. Gleichzeitig leidet die Bautätigkeit unter der Corona-Krise, was weiterhin ein eher kleines Angebot an Immobilien nach sich zieht. Starke Preisrückgänge sind daher nicht zu erwarten.

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