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Innentüren: Checkliste und Ratgeber für das richtige Türsystem

Innentüren: Checkliste und Ratgeber für das richtige Türsystem

Innentüren können mehr, als man ihnen ansieht. Denn schon lange sind Türen nicht mehr nur auf die Funktion beschränkt, Räume voneinander zu trennen und zu verbinden. Sie sorgen für eine gute Wärmeisolierung, dienen dem Sicht- und Schallschutz und stoppen die Zugluft.

Zusätzlich fügen Sie sich als stilgebendes Gestaltungselement in das Raumkonzept ein und tragen zur Ästhetik eines Raumes bei. Verschiedene Materialien und moderne Designs verleihen der Wohnung eine persönliche Note und verändern das Raumklima. Umso wichtiger, sich bei der Auswahl der passenden Innentür etwas mehr Zeit zu nehmen. Mit unserem Ratgeber finden auch Sie das passende Türsystem für Ihr Zuhause!

Welche Tür passt zu mir?

Als stilgebendes Gestaltungselement sollten Innentüren auch zum Einrichtungsstil und der Persönlichkeit der Bewohner passen. Wünschen Sie sich lieber helle oder dunkle Türen? Bevorzugen Sie naturbelassenes Material oder doch lieber lackiert? Sollen die Innentüren blickdicht sein oder vielmehr als Lichtdurchlass fungieren? Je nach Vorlieben und baulichen Erfordernissen können Sie Innentüren individuell nach Maß bestellen oder aus zahlreichen Modellen aus dem Standardsortiment wählen. Doch neben der Türoberfläche sollten Sie sich auch Gedanken über das Aussehen der Kante des Türblatts sowie der Zargen machen. Je nach Form prägen Sie den Charakter der Tür maßgeblich und beeinflussen so die Wirkung der Tür im Raum. Standardmäßig werden Eckkanten verwendet, auf Wunsch kann man jedoch auch Rund- oder Karnieskanten bestellen.

Zusätzlich können Sie im Wohnbereich zwischen zwei Arten von Türen wählen: Anschlagtür oder Schiebetür. Die Anschlagtür, bei der sich das Türblatt entweder in den Raum hinein oder nach außen öffnet, ist das klassische Modell. Der Vorteil gegenüber Schiebetüren liegt hier vor allem im Schallschutz. Anschlagtüren trennen die Räume in akustischer Hinsicht voneinander ab und vermitteln Sicherheit und Privatsphäre. Nichtsdestotrotz erfreuen sich Schiebetüren an einer zunehmenden Beliebtheit. Im Vergleich zu Anschlagtüren benötigen Schiebetüren weniger Platz und eignen sich daher besonders für barrierefreie Räume.

Der Aufbau von Innentüren

Auch wenn Sie es von außen nicht sehen können: In der Regel besitzen Zimmertüren eine Einlage. Die Ausnahme bilden Massivholztüren und Glastüren. Die sogenannte Mittellage bildet das Kernstück des Innenlebens und liegt zwischen zwei Decklagen. Für das Innenleben können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, welche im Ergebnis die Qualität der Tür beeinflussen. Vor allem in Bezug auf die Wärme- und Schalldämmung sowie die Stabilität der Innentür zählen die inneren Werte. Häufig besteht die Einlage aus einer Spanplatte. Handelt es sich um eine durchgängige Spanplatte, spricht man von Vollspan-Türen. Vollspaninnentüren liegen preislich in der Mittelklasse und überzeugen durch Ihre Stabilität und den hohen Schallschutz. Gängiger im Wohninnenraum sind jedoch Röhrenspan-Einlagen, da sie im Vergleich zu Vollspaninnentüren leichter sind. Hier besteht die Mittellage zwar auch aus einer Vollspannplatte, jedoch werden zusätzlich Röhrenbohrungen eingefügt. Innentüren mit Röhrenspaneinlagen bieten ebenfalls eine gute Geräuschdämmung bei gleichzeitig hoher Stabilität. Daneben gibt es noch Innentüren mit einer Wabenkerneinlage. Hier besteht das Innenleben aus einem Hohlraum, welcher mit imprägnierter Pappe oder Karton gefüllt wird. Da Innentüren mit Wabenkern weniger stabil sind, sollten sie nur für Zimmer verwendet werden, deren Türen nicht besonders beansprucht werden. Die Modelle mit Wabenkerneinlage sind vergleichsweise günstig, haben jedoch auch schlechtere Schall- und Wärmedämmeigenschaften als beispielsweise Röhrenspan-Innentüren.

Welche Materialien gibt es?

Mindestens genauso wichtig wie das Innenleben Ihrer Tür ist auch die Oberflächengestaltung. Denn gerade das äußere Material der Innentür spielt bei der Ästhetik und Optik eines Raumes eine große Rolle. Sie können aus einer breiten Auswahl an Materialien wählen, die alle ihre eigenen Vorzüge haben.

·        Massivholztür: Als natürlicher Rohstoff gehört Holz zu den beliebtesten Materialien für Innentüren. Dank individueller Holzmaserungen ist jede Tür ein Unikat. Die natürliche Holzverarbeitung sorgt für einen warmen Look und ein wohngesundes Ambiente. Massivholztüren sind besonders robust und besitzen hervorragende Dämmeigenschaften. Sie sind langlebig und pflegeleicht, im Vergleich zu anderen Türen jedoch auch etwas teurer.

·        Glastür: Innentüren aus Glas eignen sich vor allem für kleine, dunkle Räume. Sie maximieren die Lichtausbeute und tragen so enorm zu einem angenehmen Raumklima bei. Wer sich mehr Privatsphäre wünscht, entscheidet sich für satiniertes oder Milchglas.

·        Lacktür: Lacktüren in Weiß liegen derzeit im Trend. Je nach Geschmack sind die Innentüren mit der mehrschichtigen Lackoberfläche aber auch in vielen weiteren Farben erhältlich. Die Türoberfläche kann matt oder glänzend gestaltet werden. Lackierte Türen sind sehr modern und pflegeleicht. Je hochwertiger der Lack, desto langlebiger und widerstandfähiger die Tür. Beachten Sie aber: Lacktüren eignen sich nicht für Räume mit einer hohen Feuchtigkeit.

·        CPL-Tür: CPL-Türen stellen eine gute und günstige Alternative zu Echtholztüren dar. Dank der Laminatbeschichtung sind die Türen besonders strapazierfähig, pflegeleicht und stabil. Vor allem Bauherren mit kleinem Budget bekommen so die Möglichkeit, auch für wenig Geld eine Echtholz-Wirkung zu erzielen.

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