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Experten-Kolumne von Margareta Kulmann-Rohkemper

Kleine Wasserfreuden im Garten

Garten und Wasser gehören einfach zusammen – und das nicht nur, weil Pflanzen Wasser zum Wachsen brauchen. Auch als Gestaltungselement ist es immer eine hochwillkommene Bereicherung.

Das Schöne an diesem Element: Es kann seine tragende Rolle im Garten ganz unabhängig von der Grundstücksgröße übernehmen, denn schon auf kleinstem Raum lässt es sich wunderbar in Szene setzen. Dafür sorgen Wasserspiele. Die sind so vielfältig und abwechslungsreich, dass es garantiert für jeden Garten das passende gibt.

Wasserspiel – Schon der Name macht Vergnügen, klingt er doch nach Freude, Abwechslung, Entspannung. Und genau das sollen diese Elemente, die das kühle Nass in Szene setzen, auch in einen Garten bringen. Sie plätschern, sprudeln, blubbern, säuseln und zeigen damit an, wie viel Lebendigkeit Wasser im eigentlichen wie im übertragenen Sinne in einen Garten bringen kann. Die Bandbreite dessen, was sich unter dem Oberbegriff Wasserspiel zusammenfassen lässt, ist gigantisch. Vom sprudelnden Quellstein über die sich unter einem feinen Wasserfilm drehende Marmorkugel oder das überlaufende Bambusrohr bis hin zur Wasserwand aus Corten- oder Edelstahl reicht das Spektrum. Sie alle verbindet, dass sie das Wasser kanalisieren und in Bewegung bringen.

Wichtig bei der Wahl eines Wasserspiels ist, – wie bei allen Gestaltungselementen für den Garten – dass es in seinen Proportionen und stilistisch zur sonstigen Gartengestaltung passt. Lösungen von der Stange sind da meist keine gute Wahl. Gerade in kleinen Gärten ist ein Wasserspiel immer ein Hingucker. Entsprechend hoch sollte der Anspruch an seine gestalterische Qualität sein. Ist die gegeben, hat ein Wasserspiel sogar das Potenzial, zum Kunstwerk zu werden.

Entscheidend für die Ausgestaltung eines Wasserspiels ist die Umgebung. Grundsätzlich sorgt es für Harmonie, wenn sich Formen und Material auch anderweitig auf dem Grundstück wiederfinden. Zu einer geradlinig modernen Gartengestaltung passen am besten Wasserspiele aus Edel- oder Cortenstahl, aber auch Naturstein- oder Sichtbetonelemente mit glatten Oberflächen. Die Formensprache sollte hier immer geometrisch sein; rechte Winkel, Kreise oder Kugeln harmonieren gut mit designorientierter Architektur. Je naturnäher ein Garten ist, desto unregelmäßiger dürfen Formen und Oberflächen sein. Ein Findling, über dessen Oberfläche ein dünner Wasserfilm rinnt, ist ebenso ein Unikat wie ein historisches Brunnenbecken.

Auf kleinstem Raum Wasser in Szene setzen

Die Größe eines Wasserspiels richtet sich in erster Linie nach dem Garten, sollte es doch von den Proportionen gut hineinpassen. Schon auf kleinstem Raum lässt sich Wasser wunderbar in Szene setzen, und wer viel Platz hat, räumt ihm einfach eine größere Fläche ein. Dabei müssen Wasserspiele für kleine Gärten nicht notwendig winzig sein. Bezieht man die dritte Dimension etwa in Gestalt einer Wasserwand mit ein, spart das nicht nur Grundfläche, sondern bringt auch gestalterisch eine Menge.

Die Größe eines Wasserspiels richtet sich in erster Linie nach dem Garten, sollte es doch von den Proportionen gut hineinpassen. Schon auf kleinstem Raum lässt sich Wasser wunderbar in Szene setzen, und wer viel Platz hat, räumt ihm einfach eine größere Fläche ein. Dabei müssen Wasserspiele für kleine Gärten nicht notwendig winzig sein. Bezieht man die dritte Dimension etwa in Gestalt einer Wasserwand mit ein, spart das nicht nur Grundfläche, sondern bringt auch gestalterisch eine Menge.

Doch noch bevor es um die Optik des Wasserspiels geht, ist es ratsam, sich über akustische Dinge Gedanken zu machen, da Wasser in Bewegung naturgemäß Geräusche macht. Die nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr. Den einen beruhigt ein sanftes Plätschern, den anderen nervt es. Deshalb sollte vor der Entscheidung für das eine oder andere Konzept immer die Überlegung stehen, wie laut das Wasser sein darf und ob die Geräusche stetig sein sollten oder mit Pausen. Andererseits ist die Akustik immer Teil des Konzepts. So lassen sich mit einem kontinuierlichen Plätschern störende Umgebungsgeräusche wie Verkehrslärm neutralisieren.


Margareta Kulmann-Rohkemper ist Garten- und Landschaftsarchitektin. Die Expertin gehört zu den Gärtnern von Eden“, einem Zusammenschluss von rund 50 Gartenbaubetrieben.


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