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Der Herbst ist im Anmarsch: Jetzt müssen Sie Ihren Rasen noch einmal düngen.

Pflege im Herbst

Vor dem Winter: Soll ich jetzt noch einmal den Rasen düngen?

Im Herbst denkt kaum mehr jemand an die Rasendüngung - doch gerade jetzt müssen Sie Ihr Grün auf den nächsten Frühling vorbereiten. Darauf müssen Sie achten.

Die kalte Jahreszeit hält Einzug und macht die Rasenpflege vergessen - schließlich fällt sowieso bald das Laub ab und das satte Grün verblasst oder wird in wenigen Wochen von einer Schneedecke bedeckt sein. Doch das ist die falsche Herangehensweise.

Schließlich ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um den Rasen auf den nächsten Sommer vorzubereiten, indem Sie noch einmal eine letzte Düngung vor den Wintermonaten durchführen. Hier erfahren Sie alles Wichtige dazu.

Darum ist das Düngen des Rasens im Herbst so wichtig

Über den Winter ist der Rasen viel Frost und somit auch Krankheiten ausgesetzt. Bei einem kalten Winter ohne Schnee (Kahlfrost) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr eigentlich sattes Grün im Frühling eher bräunlich daherkommt. Bei extrem kalten Wintern mit viel Schnee kann sich der Rasen hingegen unter der Schneedecke Krankheiten zuziehen, die sich beim Abtauen dann als kahle, abgestorbene Stellen bemerkbar machen. Deshalb sollten Sie Ihren Grashalmen im Herbst noch mithilfe einer Düngung die nötige Kraft verleihen, um die kalten Monate besser zu überstehen.

Rasen vertikutieren & Co.: Diese Vorarbeit sollten Sie leisten

Bevor Sie sich an die Rasendüngung machen, sollten Sie noch ein paar Punkte abarbeiten, damit der Rasen gepflegt und optimal auf die Nährstoffzufuhr vorbereitet ist. Dazu gehören folgende:

  • Mähen Sie den Rasen im September oder Oktober auf eine Höhe von vier bis fünf Zentimetern.
  • Entfernen Sie Laub und Äste.
  • Ist der Rasen von Unkraut bewachsen, sollten Sie noch einmal im Schachbrettmuster vertikutieren und anschließend das ausgekämmte Moos entfernen. Alles Wichtige zum Vertikutieren lesen Sie hier.

Rasen düngen im Herbst: Wann ist der beste Zeitpunkt und welche Temperaturen sollen herrschen?

Mit dem Düngen können Sie schon Ende August anfangen und bis Anfang November hinein fortsetzen. Den richtigen Zeitpunkt zum Düngen machen Sie jedoch an den Temperaturen fest. Dazu müssen Sie wissen, dass der Rasen bei Temperaturen, die konsequent unter fünf Grad liegen - wenn man großzügig ist, unter zehn Grad - seine Stoffwechselaktivitäten einstellt. Deshalb sollten Sie den Dünger in den Wochen davor verteilen, damit die Gräser ihn noch verarbeiten können. Dazu planen Sie je nach Dünger rund drei bis vier Wochen ein.

Um von vornherein zu wissen, wann die Temperaturgrenze erreicht ist, sollten Sie sich die Temperaturen Ihrer Region aus den Vorjahren anschauen. Lagen zum Beispiel in den Jahren zuvor ab Anfang November die Temperaturen im Schnitt unter zehn Grad, sollten Sie ungefähr Anfang Oktober mit der Düngung beginnen.

Kalium & Co.: Darauf müssen Sie beim Rasendünger achten

Beachten Sie im Herbst, dass Sie nicht den üblichen Dünger verwenden können, der auch im Frühjahr oder Sommer zum Einsatz kommt. Diese enthalten nämlich viel Stickstoff, was das Wachstum des Rasens fördert - und das ist im Herbst nicht mehr nötig. Stattdessen sollten Sie auf Herbstdünger oder Präparate aus dem Fachhandel zurückgreifen, die viel Kalium enthalten.

Erfahren Sie hier: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Rasen säen

Durch Kalium wird der Rasen resistenter gegenüber Frost und Krankheiten, da es den Gefrierpunkt von Flüssigkeiten absenken kann. Die Gräser bleiben den Winter hindurch also gestärkt. Außerdem sollte Ihr Rasendünger für den Herbst folgende Eigenschaften vorweisen:

  • Risiken eines Pilzbefalls werden minimiert
  • gesteigerte Strapazierfähigkeit und Nährstoffversorgung durch viel Mineralstoffe und Spurenelemente
  • keine Verbrennungsgefahr
  • Garantie für eine gute Langzeitwirkung
  • Vermeidung von Auswaschungen

So geben Sie den Rasendünger im Herbst aus

Sobald Sie den richtigen Zeitpunkt ausgemacht und den passenden Dünger ausgesucht haben, geht es an das eigentliche Düngen. Prüfen Sie am besten schon eine Woche vor dem geplanten Zeitpunkt den Wetterbericht - Niederschläge sind hervorragend nach dem Düngen, da sich so die Granulat-Kugeln auflösen und die Nährstoffe gut in den Boden gelangen.

Zur Ausbringen des Düngers verwenden Sie wie im Frühjahr auch einen Streuwagen. In den Herstellerangaben Ihres Düngers finden Sie in der Regel Tipps zur richtigen Dosierung. Damit bestreuen Sie die gesamte Rasenfläche.

Auch interessant: So sagen Sie Moos im Rasen ohne Vertikutieren den Kampf an.

Patentkali: Eine Alternative für den Herbstdünger

Wer am Ende der Gartensaison über einen leeren Geldbeutel zu klagen hat, kann sich mit Patentkali eine sinnvolle Alternative zum teuren Herbstdünger anschaffen. Patentkali, auch bekannt als Kalimagnesia, stärkt aufgrund seines hohen Kaliumgehalts nicht nur Rasengräser, sondern auch Zierpflanzen wie Rosen oder Beerensträucher.

Zusätzlich zum Kalium ist auch Magnesium enthalten, das für eine sattgrüne Farbe sorgt. Als Granulat verteilen Sie das Patentkali wie einen normalen Herbstdünger über den Streuwagen und sorgen darauf, dass das Mittel gut eingeregnet wird. Es sollte auch kein praller Sonnenschein herrschen, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann.

Rasen düngen im Herbst: Muss der Rasen gekalkt werden?

Generell ist es von Frühjahr bis Herbst stets möglich den Rasen zu kalken. Haben Sie das einmal erledigt, sollte die Kalkung rund zwei Jahre herhalten. Ob eine Kalkung nötig ist, erkennen Sie am pH-Wert Ihres Bodens. Ist er zu sauer, erkennen Sie das oft an einem hohen Anteil von Moos - genaueres erfahren Sie über eine Bodenprobe.

Noch mehr Infos zum Kalken Ihres Rasens finden Sie hier.

Haben Sie sich für eine Kalkung entschieden, sollte dies im Herbst einige Wochen nach dem Vertikutieren und rund drei bis vier Wochen vor der Düngung geschehen.

Nach dem Düngen kommt das Bewässern

In der Regel sollten Sie sich für das Ausbringen des Düngers einen Tag suchen, der vor einem großen Niederschlag liegt. Das Granulat will nämlich aufgelöst werden und in den Boden einsickern. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie selbst nachhelfen und für eine ausreichende Bewässerung des Bodens sorgen.

Lesen Sie hier weitere Infos zum Düngen des Rasens - insbesondere im Frühjahr.

fk

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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