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Hecke schneiden mit Stihl

Experten-Kolumne von Viviane Peters (R+V Versicherung)

Sicherheit geht vor – im Garten und bei der Gartenarbeit

Jetzt im Sommer ist Hochsaison für Hobbygärtner. Doch bei der Gartenarbeit kommt die Sicherheit meistens viel zu kurz. Verletzungen durch Gartenwerkzeuge oder Stürze von Bäumen und Leitern sind die Folge. Ein paar Tipps zur Unfallverhütung.

Herumliegende Gartengeräte können Verletzungen zur Folge haben, vor allem scharfe und spitze Werkzeuge sollten möglichst nicht auf dem Boden abgelegt werden. Bei weitausholenden Bewegungen mit Spitzhacke, Axt, Beil, Hammer oder langen Gerätschaften darf nie jemand in Reichweite stehen. Ein Unfallklassiker im Garten ist der Sturz von der Leiter. Deshalb zuerst Sprossen und Holme checken, ob diese unbeschädigt sind. Ansonsten die Leiter austauschen. Ein fester Stand auf dem Untergrund gibt Halt. Ein Brett oder zwei Bohlen helfen, wenn der Untergrund nicht tragfähig genug ist. 

Bei der Arbeit im Freien fehlt häufig der sichere Halt oder Stand. Deshalb niemals ungesichert in Bäumen, auf Dächern oder Mauern klettern. Ab einer Arbeitshöhe von zwei Metern sollte man sich angurten.

Rutschfeste Gartenschuhe geben einen sicheren Tritt. Benutzen Sie eine Schubkarre, um schwere Säcke oder Erde zu transportieren, und vermeiden Sie eine gebückte Arbeitshaltung. Das schont den Rücken und beugt einem Bandscheibenvorfall vor. Die Tetanusimpfung sollte regelmäßig aufgefrischt werden. Ohne Impfschutz können selbst kleine Verletzungen im Garten sehr gefährlich werden. Ob eine Zeckenbissimpfung notwendig ist, sollte man mit einem Arzt klären.

Ein Erste-Hilfe-Kasten ist für Hobbygärtner ein absolutes Muss. Falls trotz aller Vorsicht doch etwas passiert, kann man kleine Verletzungen sofort selbst versorgen. Auf der Terrasse dient zur Beleuchtung am besten eine Lampe mit Bewegungsmelder. Der Gartenweg sollte ebenfalls gut beleuchtet sein.

Nach der Winterpause sollten Sie einen ausführlichen Check-up vor der Benutzung eines Gerätes machen. Dabei sind die Pflegehinweise des Herstellers zu beachten und auf Warnhinweise zu achten. Eine regelmäßige Wartung der Geräte verlängert die Lebensdauer – und erhöht die eigene Sicherheit. Schneidewerkzeuge sollte ein Fachmann nachschleifen. Auch bei defekten Geräten sollte für die Reparatur ein Experte ran. 

Beim Gebrauch der motorisierten Gartengeräte passieren viele Unfälle. Erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit sind daher wichtig. Beim Häckseln ist darauf zu achten, dass das zu zerkleinernde Material ab einer gewissen Länge nicht mehr mit der Hand an das Messerwerk herangeführt wird. Lieber den bei vielen Geräten mitgelieferten Schieber nutzen. Beim Umgang mit der Kettensäge ist neben Schutzbrille und Gehörschutz auch ein spezieller Schutz für die Beine notwendig. Ganz gleich ob elektrische Heckenschere oder Kettensäge: Die Geräte immer mit beiden Händen führen. 

Verletzungen beim Rasenmähen entstehen in vielen Fällen nicht durch die scharfen Messer unter dem Mäher, sondern vielmehr durch herausgeschleuderte Fremdkörper, wie kleine Steine. Daher: Andere Personen, besonders Kleinkinder, vom Arbeitsbereich fernhalten und die Fremdkörper von der Mähfläche beseitigen, bevor die Arbeit losgeht. 

Mehr als 70 Prozent aller Unfälle ereignen sich zu Hause oder während der Freizeit. In diesen Fällen greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Zwar übernimmt die Krankenversicherung die Kosten der ärztlichen Behandlung. Nicht gedeckt sind jedoch Folgekosten, wenn der Unfall zu dauerhaften Gesundheitsschäden führt. Eine private Unfallversicherung leistet Schutz auch bei Unfällen in der Freizeit.










Viviane Peters ist  Personenversicherungsberaterin der R+V Versicherung bei der Volksbank Marl-Recklinghausen eG.

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